John Galliano: Zeigt Reue vor Gericht

Am Abend des 22. Juni musste sich Modedesigner John Galliano wegen antisemitischer Äußerungen vor Gericht verantworten. Ihm droht nun eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro

Der wegen antisemitischer Beleidigungen angeklagte Modeschöpfer John Galliano äußerte sich gestern während der siebenstündigen Verhandlung über den Vorfall und zeigte Reue.

Äußerungen wie "Dreckiges Judengesicht, Du solltest tot sein!" oder auch "Leute wie Sie sollten tot sein. Ihre Mütter, Vorfahren - sollten alle verdammt vergast sein." kosteten den Kreativen seinen Job bei Dior und sogar bei seiner Eigenmarke "John Galliano", die mehrheitlich auch dem Unternehmen Dior gehört.

John Galliano musste sich gestern vor Gericht verantworten. Ihm werden antisemtische Beleidigungen vorgeworfen.

Der 50-Jährige musste sich gestern in zwei Fällen verantworten und entschuldigte sich für die Vorfälle: "Ich verurteile Rassismus und Antisemitismus. Sie haben keinen Platz in unserer Gesellschaft." Er verwies auch auf seine Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Seit dem Tod seines Freundes Steven Robinson im Jahr 2007 fiel Galliano in ein Loch:"Ich dachte, das Trinken würde helfen, zu entfliehen." Auch Valium spielte eine große Rolle, um die Trauer und den beruflichen Stress zu bewältigen.

Er sei an jenem Abend in einem Rausch gewesen und könne sich an die Vorfälle nicht mehr erinnern:"Ich erinnere mich nicht daran. Ich hatte nie diese Überzeugungen, ich hatte nie eine solche Meinung."

Besonders Gallianos Kreationen waren immer sehr geprägt von anderen Kulturen und Religionen. Dafür sei der Designer immer sehr offen gewesen. Und gerade als Homosexueller kämpfte er immer für Toleranz und gegen Diskriminierung.

Ob John Galliano vor Gericht glaubwürdig war, wird sich am 8. September entscheiden, wenn das Urteil verkündet wird.

inu

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