John Galliano Kündigung die Zweite


John Galliano sinkt immer tiefer: Nachdem er bereits als "Dior"-Chefdesigner gekündigt wurde, entließ ihn nun auch sein eigenes Modelabel

Der Fall des einst gefeierten Designers geht weiter: John Galliano soll von seinem eigenen Modelabel gefeuert worden sein, wie das Branchenmagazin "Womens Wear Daily - WWD" am Freitag (15. April) berichtet. Der Rausschmiss des exzentrischen Modeschöpfers kam nicht überraschend - 91 Prozent der Firmenanteile gehören "Dior". Das Modehaus hatte den 50-Jährigen nach dem Skandal um die auf Video festgehaltenen antisemitischen Äußerungen als Chefdesigner zunächst suspendiert und Anfang März dann endgültig entlassen. Nach "WWD"-Informationen sollen außerdem gegenüber Dior schon verschiedene italienische Firmen Interesse an einer Übernahme des führerlosen Galliano-Labels geäußert haben.

"Dior" machte in einer Stellungnahme deutlich, dass das Modelabel "John Galliano" keine unmittelbare Priorität habe. Trotzdem soll die Entlassung des Gründers und Namensgebers keinen Einfluss auf den Fortbestand der Firma haben. Die Vorproduktion der nächsten Frühlingskollektion sei bereits in Planung und würde diagonal geschnittene Kleider, Zeitungsdrucke sowie Farben und Schnitte im Retro-Look zeigen, so die Mitteilung des Modehauses laut "Women's Wear Daily".

Und der Designer selbst? John Galliano flog vergangenes Wochenende nach Los Angeles und wurde von den wartenden Reportern als Rassist beschimpft. Da halfen offensichtlich auch seine Entschuldigungen nichts, die er im März über seinen Anwalt hatte verkünden lassen. Im Juni soll der Prozess in Paris beginnen, der dem Designer im Falle einer Verurteilung eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten einbringen kann.

kse

gala.de


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