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Ivanka Trump Keiner will mehr ihre Produkte verkaufen

Ivanka Trump
© Getty Images
Die US-Kaufhauskette Nordstrom nimmt Ivanka Trumps Mode-Kollektion aus den Regalen. Eine politische Entscheidung? Sie sind damit längst nicht mehr die Einzigen

Es sind nicht gerade glückliche erste Wochen für die Trump-Familie:

Nordstrom, eine der größten Kaufhausketten der USA, verabschiedet sich von Ivanka Trump (35) - genauer gesagt von ihrer kompletten Mode- und Schuhkollektion. Wie die "New York Times" berichtet, sei die Entscheidung jedoch nicht politisch motiviert gewesen. In einem Statement des Handelsriesen heißt es: "Wir treffen Business-Entscheidungen auf Basis der Performance." Jedes Jahr nehme man um die 10% der alten Marken aus dem Sortiment, um Platz für neue zu machen.

"In diesem Fall haben wir uns wegen der Absatzzahlen dagegen entschieden, die Marke für die neue Saison einzukaufen", so die Begründung in der offiziellen Stellungnahme. Auch im Webshop von Neiman Marcus sind die Schmuckstücke der selbsternannten Designerin laut einem Bericht von "people.com" nicht mehr zu finden.

"Das war längst überfällig" 

Auf der Webseite von Nordstrom sind mittlerweile nur noch vier Modelle von Trumps Schuhkollektion zu finden, allesamt um 40% reduziert. Viele Kunden begrüßen den Schritt, doch die Debatte auf Nordstroms Facebook-Seite ist politisch aufgeheizt: "Das war längst überfällig" und "Danke, dass ihr die Zusammenarbeit mit Ivanka Trump beendet habt. Ich freue mich, wieder bei euch einzukaufen", meinen die einen. Andere sind dagegen wütend: "Ivanka Trump ist eine Amerikanerin, die ihre eigene Modelinie kreiert hat und sehr fleißig ist. Und jetzt bestraft ihr sie dafür, dass ihr Vater Präsident ist und einige Leute das nicht mögen? Ihr könnt behaupten, dass das keine politische Entscheidung war, aber wir alle kennen die Wahrheit."

Shopper boykottieren Trump-Produkte

Zu denen, die die Entscheidung von Nordstrom gutheißen, gehört auch eine Bewegung namens "Grab Your Wallet". Ihre Anhänger boykottieren Händler, die Produkte des Trump-Clans vertreiben. So twitterte Shannon Coulter, Mitbegründerin der Initiative: "Großartige Neuigkeiten! Wir haben es geschafft. Ich bin verblüfft!"

Es bleibt abzuwarten, wie viele Händler sich noch dazu entscheiden, die Produkte von Amerikas "First Daughter" aus ihrem Sortiment zu nehmen.

SpotOnNews

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