Interview: Auf einen Talk mit Miranda Kerr

Sie ist liebevolle Mama, sexy Engel bei Victoria's Secret und neues Gesicht des Fashionlabels Mango. Wir trafen Miranda Kerr nach einem Fotoshooting in Madrid

Eine Pressedame von Mango meinte eben, so viel Spaß wie mit Ihnen hat man sonst mit keinem Model am Set.

Echt? Das Tolle war, dass ich das Shooting auf meine Art machen konnte, ohne in Posen zu verharren. Ich konnte mich viel bewegen, umhertanzen – das war alles sehr verspielt.

Mode-Malheur

Prinzessin Mary zeigt ihre Unterwäsche

Prinzessin Mary von Dänemark
Der brave Bubikragen täuscht: Prinzessin Mary zeigt auf einem Kongress, was sie drunter trägt.
©Gala

Als Victoria's-Secret-Model sind Sie auf eine ganz andere Weise spielerisch. Wie findet Orlando Bloom, dass Millionen Männer Sie in Dessous sehen?

Ach, das habe ich schon lange bevor wir uns kennenlernten gemacht. Das mit den Dessous ist eben meine Art zu zeigen, dass ich mich in meinem Körper sehr wohl fühle.

Und was dachte Ihr Mann, als Sie letztens mit Leonardo DiCaprio feierten, während er bei Dreharbeiten in Südafrika war?

Ganz ehrlich? Ich habe mich totgelacht, als ich gelesen habe, dass Leo und ich was miteinander hätten. Ich kannte ihn lange bevor ich Orlando kennengelernt habe, er ist ein alter Freund von mir und meinem Mann.

Sweet & Fresh als neues Gesicht von Mango.

Sie sitzen hier drinnen, und draußen vorm Hotel hängt Kate Moss – als Plakat für die aktuelle Mango-Kampagne Sie verkörpern nicht gerade denselben Typ Frau ...

Kate ist großartig, sie ist eine sehr selbstbewusste, starke Frau. Ich mag sie, weil sie keinem was vormacht und so ist, wie sie ist. Darin sind wir uns schon ähnlich. Allerdings versuche ich nicht, so cool zu sein wie sie.

Warum ist Mode in schwierigen Zeiten wie diesen wichtig?

Mode hilft uns, unsere Persönlichkeit auszudrücken. Mango ist eine günstige Luxusmarke, die sich fast jeder leisten kann und mit ihrer Mode feminine, starke Frauen würdigt.

Sie haben gesagt, dass Sie sich sehr wohl in Ihrem Körper fühlen. Würden Sie das auch tun, wenn er 30 Kilo schwerer und 30 Zentimeter kürzer wäre?

Jede Frau kann schön sein, egal wie viel sie wiegt oder wie groß sie ist. Und jede hat etwas Eigenes, das sie mit anderen teilen kann: ob sie lustig ist, klug oder gut tanzen kann. Ich wäre gern ein Vorbild für andere Frauen, sich zu lieben.

Sie ernähren sich nach der Blutgruppendiät. Was raten Sie mir als B-Typ?

B ist selten, Sie gehören zur einzigen Blutgruppe, die Milchprodukte essen kann. Ich zum Beispiel vertrage sie nicht. Ich versuche darauf zu achten, zu 80 Prozent gesund zu essen und mir 20 Prozent Sünden zu erlauben. Wenn ich Lust auf Schokolade habe, dann esse ich sie auch. Aber natürlich nicht die ganze Tafel!

Der Begründer der Blutgruppendiät glaubte, dass man von den Typen auch auf die Persönlichkeit schließen kann. Wie ist das bei Ihnen?

Fashion-Looks

Der Style von Miranda Kerr

Bei einem Promotiontermin für ihre Kosmetiklinie "KORA Organics" trägt Miranda Kerr ein geblümtes Kleid. Dazu kombiniert sie schwarze Overknees.
In dem pastellfarbenen Look kommt der sonnengebräunte Teint von Model Miranda Kerr besonders gut zur Geltung.
Zur Met Gala mit dem Motto "Manus x Machina – Mode im Zeitalter von Technologie" trägt Topmodel Miranda Kerr tein Kleid von Louis Vuitton und einen Make-up-Look, der von einem tiefroten Lippenstift geprägt ist
miranda kerr auf der vanity fair oscar party

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Es trifft zu: Als A bin ich sehr organisiert. Ich liebe es, Pläne zu machen und mir alles genau zu überlegen, bevor ich etwas umsetze.

Neben Ihrer Modelkarriere sind Sie praktizierende Buddhistin, haben eine Naturkosmetiklinie und ein Diplom als Gesundheitscoach. Warum das alles?

Ich war mit der Schule fertig und dachte, ich probiere das mit dem Modeln mal aus, weil mir diese Tür offenstand. Aber ich war mir nicht sicher, ob das mein Ding ist. Ich hatte immer den Wunsch, für andere ein Vorbild zu sein. Mein Vater gab mir den simplen Rat, die Dinge miteinander zu verbinden.

Macht immer eine Traumfigur: Miranda an Orlando Blooms Arm.

Das klingt sehr einfach. Sind Sie denn immer so happy-go-lucky?

Natürlich habe ich auch Down-Days. Das Leben ist voller Herausforderungen, deshalb sollte man sich auf die positiven Dinge konzentrieren.

Können Sie das auch in Ihrer Beziehung umsetzen?

Das Gute an Orlando und mir ist, dass wir beide ständig an uns arbeiten. Man muss immer miteinander reden. Ich fühle mich stark und lebe mich als Businessfrau aus. Aber wenn ich nach Hause komme, möchte ich mich in meiner weiblichen Rolle bestätigt fühlen. Und ich ermutige meinen Mann, sich als Mann zu fühlen. Ich will beschützt werden. Wenn ich alles alleine machen kann, wozu bräuchte ich dann meinen Mann?

Ihr gemeinsamer Sohn Flynn ist zwei Jahre alt. Wie hat Sie die Mutterschaft verändert?

Es fängt schon damit an, dass ich viel öfter flache Schuhe trage, weil ich die ganze Zeit herumrenne, wenn ich mit ihm spiele. Und ich versuche ihn so oft wie möglich mitzunehmen, wenn ich arbeite. Aber nur, wenn es nicht zu weit ist, so wie jetzt. Er ist in London bei seinem Dad, wir sind gestern dort gelandet, und heute bin ich schon wieder für einen Tag in Madrid.

Halten Sie es ohne ihn aus?

Schwierig ... Aber er ist immer in meinem Herzen. Und ich habe diese Kette hier (mit dem Namenszug "Flynn"), die mich an ihn erinnert. Er ist ein glücklicher kleiner Kerl. Und schlau. Er sagt das Alphabet auf, zählt bis zehn. Ich bin ziemlich stolz.

Ihr Job verlangt einige Opfer. Wie schaffen Sie es, dass Ihr Sohn nicht zu kurz kommt?

Ich mache seit zwölf Jahren Yoga. Und das kann ich auch sehr gut zu Hause. Flynn ist oft dabei. Er hüpft dann auf meinen Rücken oder hängt an meinem Bauch und krallt sich ganz fest, wie ein kleiner Koala. Wir lieben es auch zu tanzen. Dann stellen wir die Musik laut und haben Spaß. Das ist natürlich auch eine Art Work-out für mich. Man muss als arbeitende Mutter Wege finden, beides zu verbinden.

Und wenn Sie drei zusammen sind, wo erleben Sie die schönste Zeit?

Zu Hause! Aber wir sind auch gern in der Natur, am liebsten wandern wir durch die Canyons - weit weg von allem und völlig ungestört. Als Orlando in Neuseeland den "Hobbit" gedreht hat, haben wir zwei Monate dort gemeinsam verbracht, ein Traum! Und gerade haben wir eine Safari in Südafrika gemacht – romantischer geht's nicht. 

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