Initialen: Trend-Watch

Er sieht Trends kommen (und gehen). Diese Woche fragt sich Gala Fashion Director Marcus Luft: Braucht man eigentlich eine Tasche mit den eigenen Initialen?

Fashion-Director, Marcus Luft

Als Kind der Achtziger bin ich einer gewissen Logomania gegenüber,

sagen wir, aufgeschlossen. Ich mag es, wenn wirklich jeder erkennt, von welcher Luxusmarke die Reisetasche oder die It-Bag einer Frau ist. Oder, wie meine Mutter zu sagen pflegt: "Kann doch ruhig jeder sehen! Wir haben das Zeug ja nicht geklaut!" Kommt eben alles darauf an, wie man es sieht - und wie man's kombiniert. Aber: Wenn zu viele mit dem Gleichen herumlaufen, will sich eine gewisse Stil-Elite abheben. Es darf ja nicht sein, dass das Personal mit den gleichen Logos antanzt wie man selbst. (Nein, ich spreche nicht von mir!) Daher ist nun "Personalisierung" das Ding du jour. Die französische Koffermarke Goyard macht es schon seit Jahrhunderten, doch jetzt ziehen jüngere Marken nach. Prada etwa: Man kann sich auf seine Nylontasche lustig bedruckte Buchstaben aufnähen lassen. Durchaus praktisch - und im Fall von Prada auch gar nicht piefig. Ich persönlich schmücke mich jedoch gern mit fremden Federn. Daher ist mein Shopper mit "HF" bedruckt worden. Warum? Damit ich mich je nach Laune als Harrison Ford, Horst Frank oder Helga Feddersen vorstellen kann...

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