Hotspot Berlin: Die neue Mitte

Für Trendsetter war West-Berlin lange passé. Dank spektakulärer Shop-Konzepte kehren sie jetzt zurück

Einkaufszentrum "Bikini-Berlin" in Berlin

Vom Hackeschen Markt zum Zoologischen Garten braucht die S-Bahn elf Minuten.

In der Shopping-Mall "Bikini Berlin" haben sich Firmen wie Closed angesiedelt. Seinen Namen bekam das Bikini-Haus in den Fünfzigerjahren, als das mittlere Geschoss offen konzipiert war. Das Gebäude sah so aus, als hätte es eine Taille ...

An der Entfernung kann es also nicht liegen, dass der Metropolen-Hipster über Jahre im Osten blieb, also in Berlin-Mitte. Nun beobachten die vermeintlich uncoolen West-Berliner mit Genugtuung eine Trendwende: Rund um den Ku'damm mit der Gedächtniskirche als Landmarke siedeln sich Labels an, die man eigentlich in Mitte vermutet. So eröffneten Otto Drögsler und Jörg Ehrlich, die Macher der Marke Odeeh, im frisch renovierten Einkaufszentrum "Bikini Berlin" einen Store, ebenso Andreas Murkudis, Vans und die Jeansmarke Closed. "Designaffinität, Hochwertigkeit und Individualtität passen zu uns", sagt Closed-Co-Chef Gordon Giers. Und Odeeh-Mitbesitzer Jörg Ehrlich ergänzt: "Bikini ist das West-Denkmal für mutige Fifties-Architektur." Auch die japanische Modekette Uniqlo hat im Westen ihren Flagshipstore eröffnet. Gerade deren Basics sind bei jener Klientel angesagt, die bisher in Mitte bummelte. Aber Gott sei Dank fährt die S-Bahn ja in beide Richtungen ...

Die japanische Marke Uniqlo ist rund um die Welt erfolgreich, nun hat sie an der Tauentzienstraße ihren ersten Store in Deutschland eröffnet

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