Haute Couture in Paris: Magermodel trotz Verbot

In Frankreich, dem Land der Haute Couture und Luxuslabels, sind Magermodels seit Ende 2015 offiziell verboten - doch auf den Haute-Couture-Präsentationen halten sich nicht alle an das neue Gesetz

Molly Blair

Seit Dezember letzten Jahres sind Magermodels auf Frankreichs Laufstegen per Gesetz verboten worden Seitdem ist der Druck auf die Modelabels bei der Auswahl ihrer Laufstegmädchen gestiegen. Auf den aktuellen Haute-Couture-Schauen hielten sich fast alle Luxusmarken daran.

Kurvig ging es bei Versace zu: Lara Stone zählt in der Branche nicht zu den Magermodels und ist dennoch mega erfolgreich.

 Die einen mehr, die anderen eher weniger: Bei Dior sah man das 19-jährige Model Molly Blair über den Catwalk laufen. Richtig gesund sah die Amerikanerin dabei allerdings nicht aus - eher abgemagert.

Bei Versace hingegen ein ganz anderes Bild. Dort waren die Frauen zwar schlank, aber dennoch mit gesunden Kurven ausgestattet. Das Model Lara Stone war dabei das Highlight der Show und beweist, dass Models keineswegs klapperdürr sein müssen, um erfolgreich zu sein.

Magermodels sind in Frankreich per Gesetz verboten worden

Es ist offiziell: Frankreich verbietet Magermodels. Das Parlament in Paris hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf unterzeichnet. Models und Bookern, die das Gesetz missachten, droht nun sogar eine Gefängnisstrafe.

Ausgerechnet in Frankreich, der Heimat der Haute Couture, werden nach langen Debatten diese einschneidenden Maßnahmen ergriffen. Befürworter halten sie für längst überfällig, Vertreter aus dem Modelbusiness für kaum durchsetzbar.

Seit Jahren geht der Trend zu immer dünneren, immer jüngeren Models, die nur noch aus Haut und Knochen zu bestehen scheinen. Luxuslabels wie Dior, Chanel oder Saint Laurent präsentieren vier Mal im Jahr ihre Entwürfe in der französischen Hauptstadt - und engagieren jedes Jahr aufs Neue extrem dürre Models.

Lagerfeld und Co. müssen umdenken

Für Star-Designer Karl Lagerfeld bedeutet das eine große Umstellung, denn seine Labels zeigen ihre Mode seit jeher an mageren Models. Doch auch für Victoria Beckham ist das neue Gesetz von Interesse.

Die britische Designerin zeigt ihre Kollektionen zwar nicht in Paris, hat sich aber selbst schon mehrfach der harten Kritik an ihren viel zu dünnen Models aussetzen müssen.

Gesundheits-Check vor Aufträgen

Bevor ein Model also künftig in Frankreich ein Shooting absolvieren oder den Catwalk betreten darf, muss eine ärztliches Bescheinigung zum Gesundheitszustand vorliegen. Liegt der Body-Mass-Index (hierbei werden Körpergröße und Gewicht in Relation gestellt) bei Männern unter 20 oder bei Frauen unter 19, spricht man von Untergewicht.

Extrem schlanke Stars

"Size Zero": Dünn, dünner, am dünnsten

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Wer Models in Frankreich ohne eine solche Bescheinigung beschäftigt, muss mit harten Strafen rechnen. Geldbußen von bis zu 75.000 Euro oder sechs Monate Gefängnis können drohen.

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