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Die Geschichte hinter dem Kult Die Kelly Bag von Hermès

Unter Fashionistas ist die Kelly Bag das ultimative Musthave, auf das man gerne Jahre wartet.
Unter Fashionistas ist die Kelly Bag das ultimative Musthave, auf das man gerne Jahre wartet.
© Getty Images
Die schönste Frau der Welt, ein exklusives Lederwarenimperium und die Frage nach zeitlos schöner Eleganz: Damals wie heute ist die Kelly Bag von Hermès der Traum einer jeden Frau - und der hat seinen Preis.

1930. Die Goldenen Zwanziger sind vorbei, der Schwarze Freitag an der amerikanischen Börse hat die Welt verändert. In Frankreich entwirft Robert Dumas eine kleine, trapezförmige Damenhandtasche mit Riemen. Das Model ist elegant und begehrenswert, aber es fehlt noch etwas entscheidendes: der Name.

Grace Kelly (mit Ehemann Fürst Rainier von Monaco) machte die Kelly Bag von Hermès weltberühmt.
Grace Kelly (mit Ehemann Fürst Rainier von Monaco) machte die Kelly Bag von Hermès weltberühmt.
© Getty Images

Es sollte noch einmal ein gutes Vierteljahrhundert dauern, bis die  „Petit Sac Haut à Courroies“ ihren heutigen, weltbekannten Namen erhält. 1956 trägt Fürstin Gracia Patricia, geboren als Grace Kelly und international gefeierter Hollywoodstar, ihre Version der Hermès-Tasche vor dem Bauch, um so die ersten Rundungen der Schwangerschaft zu verbergen. Das Foto reist um die ganze Welt und die Tasche erreicht unmittelbar Kultstatus. Von nun an wird die Tasche "Kelly Bag" genannt.

Kelly Bag: Vom Adel gekrönt

Jede einzelne Kelly Bag wird von den Handwerkern bei Hermès in mühevoller Detailarbeit gefertigt.
Jede einzelne Kelly Bag wird von den Handwerkern bei Hermès in mühevoller Detailarbeit gefertigt.
© Getty Images

Bis heute stehen Hermès und insbesondere die Kelly Bag für feinste französische Handwerkskunst und exklusive Materialien. Jedes Exemplar wird von Hand gefertigt: 36 Lederelemente werden mit 680 Stichen zusammengenäht und anschließend mit 16 kleinen Nägeln, einem Schloss, einer Überschlagklappe und einem Schlüsseletui versehen.

Wer geduldig genug ist, mehrere Jahre auf seine Kelly Bag zu warten, wird nicht enttäuscht. Jedes Jahr wächst die Kollektion um weitere Modelle an, von ganz klein (15 cm breit) bis hin zu ganz groß (50cm), von knallbunt bis hin zu schlicht und elegant. Selbst in Sachen Material sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. So gibt es neben einem Modell aus Bast auch Kunstversionen aus Brot, Holz, silbernem Metall, Organdy, Schokolade, Stroh, Seide oder Drahtzaun.

Doch dieser Luxus kostet seinen Preis: Unter 4.000 Euro ist eine Kelly Bag nicht zu bekommen. Auch Resale-Preise sind aufgrund der hohen Begehrlichkeit, Exklusivität und Wertstabilität extrem hoch. Die Kelly Bag ist eine Geldanlage - je nach Ausführung erzielen seltene Modelle auf Auktionen astronomische Summen. 

Gala


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