Fashion Week 2014: Made in Berlin

Bei den Schauen der Mercedes-Benz Fashion Week kann man die ersten Trends der neuen Saison ausgiebig bewundern. "Gala" präsentiert die wichtigsten Labels – und die besten Plätze zum Shoppen, Schlemmen, Schwofen, Schlafen

Sie gehörten zu den Pionierinnen der jungen Berliner Modeszene, gründeten ihr Label schon einige Jahre bevor dort die erste Mercedes-Benz Fashion Week veranstaltet wurde. Alexandra Fischer-Röhler und Johanna Kühl haben Höhen und Tiefen erlebt, den Hype – und das Verglühen mancher Designer-Kollegen. "Gala" sprach mit den beiden in Berlin.

Woran liegt es, dass so viele Frauen die Mode von Kaviar Gauche lieben?

Hilarie Burton

Sie zeigt ihr wunderschönes Brautkleid

Hilarie Burton und Jeffrey Dean Morgan
Hilarie Burton zeigt ihr wundervolles Hochzeitskleid auf Instagram.
©Gala

Vielleicht daran, dass wir genau wissen, wie es sich anfühlt, ein Kleid zu tragen. Wir arbeiten daran, dass Komfort, Eleganz und Coolness keine Widersprüche sind.

Sind Sie Mode-Botschafterinnen für Berlin?

Wir sehen uns als Teil der modisch-kulturellen Bewegung, die Anfang des neuen Jahrtausends in Berlin stattgefunden hat. Noch vor zehn Jahren galt Berlin als modisches Brachland. Nun wird die junge Szene hier in einem Atemzug mit der der Modemetropolen genannt.

Was lieben Sie an der Stadt?

Am besten gefällt uns nach wie vor das Unfertige und Schroffe, das Spielraum für Neues bietet und wunderbar inspirierend ist.

Welcher Frauentyp steht für den Kaviar-Gauche-Look?

Unsere Kundin ist stark und zart zugleich.

Mittlerweile gibt es auch eine Kaviar-Gauche-Boutique in München – was kauft die Berlinerin, was die Dame in Bayern?

Da gibt es kaum Unterschiede. Die Frauen in München sind denen in Berlin wohl doch ähnlicher, als man vermuten würde.

Sie haben prominente Kundinnen ...

Kürzlich hat Diane Kruger bei uns in Berlin einen Pulli gekauft. Heidi Klum hat zwei unserer Thorn Colliers in Gold bestellt. Und langjährige Kundinnen wie Heike Makatsch oder Marie Bäumer sind immer die Ersten, die unsere neuen Kollektionen zu Gesicht bekommen.

Fashion Week Berlin

Alle Augen auf Berlin

Laurèl zieht die deutschen Stars in die erste Reihe: Christine Neubauer, Judith und Axel Milberg, Til Schweiger mit Freundin Svenja Holtmann, Kostja Ullmann, Anna Maria Mühe (v.l.)
Pegah Ferydoni und die hochschwangere Shermine Sharivar sind bei Lala Berlin mit dabei.
Ebenso wie Michi Beck mit seiner Frau Ulrike.
Star-Designerin Stella McCartney ist nicht nur von Berliner Fotografen heißbegehrt.

9

Typisch Kreuzberg: der Voo Store

Shoppen

Der Departmentstore (Friedrichstr. 71) und The Corner (Französische Str. 40) zählen nach wie vor zu den besten Shopping-Adressen, es lohnt sich aber ein Abstecher zum Voo Store (Oranienstr. 24). Voll im Trend liegen coole Buchhandlungen wie Ocelot (Brunnenstr. 181), in der man auch super Kaffee trinken kann. Außerdem gibt es immer mehr schicke Beauty-Shops wie Wheadon (Steinstr. 17), MDC Cosmetics (Knaackstr. 26) und Belle Rebelle (Bleibtreustr. 42). Auch die Kultmarke Aesop hat eine Dependance eröffnet (Alte Schönhauser Str. 48). Bei & Other Stories (Neue Schönhauser Str. 15) kann man das gesamte Sortiment testen – sogar die Handseife!

Schlafen

Eine der schönsten Herbergen in der Hauptstadt ist zweifelsohne das Stue (Drakestr. 1) mitten im Tiergarten. Auch das Amano (Auguststr. 43) und das Hotel Michelberger (Warschauer Str. 39/40) sind Favoriten, weil sie mitten im Mode-Geschehen liegen. Wer sich ein paar Tage wie ein Berliner fühlen will, mietet sich am besten ein Apartment. Neu im Angebot sind Gorki (Weinbergsweg 5) und Linnen (Eberswalderstr. 25). Viel Luxus bieten die neuen Soho House Lofts (Torstr. 1).

Schmuckdesignerin Ina Beissner

Gold-Else

Da sagt man immer, Berlin sei so rau – und dann kommt eine Schmuckdesignerin und legt ausgerechnet mit einem süßen Glöckchen den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte. Das war vor drei Jahren. Inzwischen gilt die 1980 in Peru geborene Ina Beissner neben Sabrina Dehoff als Aushängeschild der Berliner Schmuckzunft. Zu ihren Bestsellern gehören der "Peony"-Ring und die "Poppy"-Armspangen aus rhodiniertem oder vergoldetem Sterlingsilber.

Schlemmen

Neben den Modetrends ist die Nahrungsaufnahme das wichtigste Gesprächsthema bei der Fashion Week. Köstliche Törtchen und herzhafte Snacks serviert das Café Bonheur (Brunnenstr. 39). Wer die Sushi-Kreationen im Dudu (Torstr. 134) genießen will, sollte früh reservieren – der Laden brummt, und zwar nicht erst, seit George Clooney dort gegessen hat. Mehr Platz bietet Sarah Wiener (Hamburger Bahnhof), wo man dank deutsch-österreichischer Küche schnell wieder zu Kräften kommt.

Schwofen

Das Berliner Nachtleben ruft! Man muss ja nicht gleich im Berghain (Am Wriezener Bahnhof), Week-End (Alexanderstr. 7) oder Picknick (Dorotheenstr. 30) durchmachen. Für Drinks verabredet man sich in der Bonbonbar (Torstr. 133), im Amano (Auguststr. 43) oder in der Pauly Bar (Auguststr. 11) und zieht später weiter ins Bravo (Torstr. 230) oder ins Kingsize (Friedrichstr. 112b). Neukölln-Tipp: das Tier (Weserstr. 42). Typisch Berlin: Clärchens Ballhaus (Auguststr. 24). Hier tanzen Alt und Jung zu Schlagern oder Hip-Hop mit Live-Band.

Kult-Objekte

Was haben Elyas M'Barek und der Hund von Lenny Kravitz gemeinsam? Beide tragen eine handgefertigte Brille von MYKITA. Vor allem in Hollywood ist das Berliner Label mega-angesagt, zu den prominenten Kunden gehören unter anderem Sarah Jessica Parker, Daniel Craig, Jennifer Lopez und Jessica Chastain. Neu ist der Online-Shop, in dem alle Brillen, auch die Designer-Editionen, bestellt werden können.

Von Links: die Mykita-Macher Philipp Haffmans, Daniel Haffmans und Moritz Krüger

Themen

Erfahren Sie mehr: