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Kolumne: Fashion Friday Pyjama-Party

Gemütlich im Bett posieren Jessica Alba, Derek Blasberg und Kelly Sawyer.
Gemütlich im Bett posieren Jessica Alba, Derek Blasberg und Kelly Sawyer.
© Action Press
Gespottet auf der Fashion Week: Pyjamas! Dürfen wir diesen Trend verschlafen? Wir finden: Auf keinen Fall!

Manchmal entgleist auch mir noch das Gesicht, wenn ich ein besonders schräges Outfit auf der Fashion Week entdecke – sei es auf dem Laufsteg, oder aber auch an Kolleginnen und Kollegen. Jetzt mag man vermuten, dass man da doch ohnehin einiges gewohnt sein sollte, immerhin arbeiten Anna Dello Russo & Co. ja nicht erst seit gestern in der Branche und haben die Messlatte in Sachen Extravaganz schon ziemlich hoch gesetzt.

Trotzdem muss ich besonders blöd geschaut haben, als ich das erste Mal einen Pyjama in der Front-Row entdeckt habe. Sie haben richtig gehört: Pyjama! Schlafanzug nannte man das früher. Man ging damit ins Bett.

Heute sitzt man im Schlafanzug also "erste Reihe". Skurril, oder? Wer auch immer damit angefangen hat, sich NICHT für den Tag anzuziehen, weiß ich nicht, aber je öfter und länger ich die Kolleginnen in ihren Pyjamas beobachte, desto cooler finde ich den Look. Nicht weil er auf den ersten Blick so wahnsinnig sexy aussieht, die Genialität erschließt sich nämlich erst auf den zweiten oder dritten. Und auch der Modemut, der dahinter steckt im Schlafanzug aus dem Haus zu gehen.

Richtig gestylt sieht der Out-of-Bed-Look nämlich ziemlich scharf aus. Die Fashionistas auf der Modewoche machen das ziemlich gewieft. Killerstilettos und XXL-Clutch, den Mantel lässig über die Schultern gehängt und eine coole Sonnenbrille dazu. Sportlich funktioniert natürlich auch: Einfach in cleane Slip-on-Sneakers schlüpfen, dazu eine militarygrüne Bomberjacke und eine stylishe Micro-Umhängetasche.

Weniger extravagant wird’s dagegen, wenn man sich auf Unter- oder Oberteil konzentriert. Das Pyjamashirt wird mit Boyfriendjeans und Heels megalässig, die zugehörige Satinhose macht ein toller Zopfstrickpullover zum Eyecatcher.

Ein No-go gibt es aber: Die Frisur darf nicht zerknautscht und "undone" aussehen. Sonst wirkt der Look nämlich wirklich, als ob man eben aus dem Bett und dabei auf den Kopf gefallen ist. Und auch bei der Kombi mit Fellslippern und Morgenmantel-Coat steig ich irgendwann aus. Und setze passend zum Trend vielleicht einfach mal die Schlafbrille auf, um mir dieses verschlafene Drama nicht ansehen zu müssen …

Gala

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