Fashion Friday: Mützenduell

Und tschüss, Bommelmütze! Warum Chanel eventuell die Frage nach der passenden Mütze für den Herbst beantwortet? Wir können es ihnen sagen

Die Katze ist ja nun schon eine Weile aus dem Sack: König Karl Lagerfeld kehrt zurück in sein Reich, also in die Stadt, in der er vor ca. 84 Jahren geboren wurde, so genau weiß das ja keiner. Am 6. Dezember wird er in der Hamburger Elbphilharmonie die Métiers-d’Art-Kollektion für Chanel präsentieren. Ein Trommelwirbel bitte…

Seit verkündet wurde, dass das neue Hamburger Wahrzeichen zur Chanel-Location werden wird, spekulieren wir hier in der Redaktion wilder als jeder Broker an der Wall Street. Was wird Lagerfeld über den Laufsteg schicken?! Weicht Pelz tierfreundlichem Friesennerz, wird es sich statt in Schwarz in Blau und Weiß ringeln und schützen sich die Models am Ende sogar in dunklen Marinejacken gegen die steife Brise?

In einer Sache sind wir uns jetzt schon einig: Am meisten würden wir uns natürlich über dunkelblaue Elbsegler mit zwei ineinander verschlungenen C’s freuen. Schließlich passt das zur Hansestadt – und damit auch der Heimat unseres Verlages – wie Arsch auf Eimer. Und damit wären dann auch endlich alle Probleme hinsichtlich der Kopfbedeckung für die kalte Jahreszeit gelöst. Denn die stellt ja jedes Jahr aufs neue eine Herausforderung dar, oder geht es ihnen da anders? Naheliegend wäre gegen Schnee und Regen natürlich ganz klassisch eine schlichte Wollmütze. 

Herzogin Catherine

Sie reagiert mit einem deutlichen Statement auf die Baby-Gerüchte

Herzogin Catherine
Schwanger oder nicht schwanger: Herzogin Catherine soll Gerüchten zufolge ihr viertes Kind erwarten. Mit ihrem Auftritt in einem Londoner Kinderzentrum setzt die 37-Jährige jetzt ein klares Statement
©Gala

Aber die Nachteile stehen da im Prinzip ja schon im Kleingedruckten auf dem Reinigungsetikett: fliegende Haare oder wahlweise auch platte Frisuren. Dazu ein Look zwischen Skatermädchen und Humpty Dumpty. Wirklich schön geht anders. 

Und da kommt auch schon unser Wunschtraum ins Spiel. Jetzt muss ich natürlich zugeben, dass man deshalb nicht auf die Chanel-Show warten muss. Den Elbsegler gibt es schließlich in seiner klassischen Version in jedem Hutgeschäft – dunkelblau mit kleinem Schirmchen; und er sieht damit nicht nur erwachsener aus, sondern verpasst jedem dabei trotzdem eine markant lässige Coolness. Das wusste schließlich auch schon unser Altbundeskanzler Helmut Schmidt, der ihr stolz zur dauerglühenden Marlboro Menthol trug. Davon abgesehen fügt sich die maritime Schiffermütze praktisch in jeden Look ein, kommt bei Frauen edel zum Designerkleid, rockt zur Leder-Hose und ist auch bei Männern einfach nur entspannt zu Jeans und Strickpullover. 

Rihanna

Wer allerdings so gar nicht mit dem Elbsegler kann, bekommt von den Designern in dieser Saison aber zum Glück eine schicke Alternative präsentiert. Denn wenn es nach Dior-Chefdesignerin Maria Grazia Chiuri geht, sollten alle Frauen jetzt dem Pariser Chic frönen und Baskenmütze tragen. Oder Barett, wie man sie auch nennen darf. Bei Dior ist sie aus schwarzem Leder und wirkt nicht nur feminin, sondern auch ein bisschen rough und funktioniert so eben nicht nur zu Ringelshirt und Baguette, sondern wie auf dem Laufsteg auch zum Denim-All-over-Outfit. Megacool!

Wie auch immer Sie sich im Mützenduell entscheiden: Meinen Segen haben sie für beide Looks. Und eins kann ich Ihnen versprechen, auch ihr Friseur wird es Ihnen danken. Denn Platt gehört nicht auf den Kopf, sondern Platt wird nur geschnackt. Vielleicht bald ja auch ein bisschen in der Chanel-Frontrow in der Elbphilharmonie.

Streetstyle-Looks

Style-Zoom

Weg mit dem Grau, Margot Robbie setzt ein farbenfrohes Statement im Herbst. Der zitrusgelbe Einteiler im klassischen Schnitt ist nicht nur elegant,  sondern strahlt durch seine laute Farbgebung Selbstbewusstsein aus. Der perfekte Look für einen Tag, an dem man seine eigene Frau stehen muss. 
Ein absoluter Hingucker ist Gigi Hadid in ihrem leicht taillierten Karo-Blazer. Anstelle des klassischen Brit-Looks entscheidet sich das Model für den androgynen Stil. Die umgedrehte Cap und die leicht getönte Brille nehmen dem Outfit die Ernsthaftigkeit und versehen es mit einem gewollt humoristischen Augenzwinkern. 
Schnell zwischen den Schauen etwas übergeworfen, Kaia Gerber greift zum XXL-Blazer und liegt damit voll im Herbst-Winter-Trend. Der Used-Look und große Blockstreifen unterstreichen die Coolness des überdimensionalen Schnitts der Jacke. 
Cherry Lady – Katie Holmes zeigt mit dem kirschenverzierten Blazer ihre kindlich verspielte Seite. In Kombination mit dem robusten Denim wird daraus nicht nur ein runder Look, das Material schützt ebenfalls vor ersten Windböen im Herbst.

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