Fashion Friday: Mützenduell

Und tschüss, Bommelmütze! Warum Chanel eventuell die Frage nach der passenden Mütze für den Herbst beantwortet? Wir können es ihnen sagen

Die Katze ist ja nun schon eine Weile aus dem Sack: König kehrt zurück in sein Reich, also in die Stadt, in der er vor ca. 84 Jahren geboren wurde, so genau weiß das ja keiner. Am 6. Dezember wird er in der Hamburger Elbphilharmonie die Métiers-d’Art-Kollektion für Chanel präsentieren. Ein Trommelwirbel bitte…

Seit verkündet wurde, dass das neue Hamburger Wahrzeichen zur Chanel-Location werden wird, spekulieren wir hier in der Redaktion wilder als jeder Broker an der Wall Street. Was wird Lagerfeld über den Laufsteg schicken?! Weicht Pelz tierfreundlichem Friesennerz, wird es sich statt in Schwarz in Blau und Weiß ringeln und schützen sich die Models am Ende sogar in dunklen Marinejacken gegen die steife Brise?

In einer Sache sind wir uns jetzt schon einig: Am meisten würden wir uns natürlich über dunkelblaue Elbsegler mit zwei ineinander verschlungenen C’s freuen. Schließlich passt das zur Hansestadt – und damit auch der Heimat unseres Verlages – wie Arsch auf Eimer. Und damit wären dann auch endlich alle Probleme hinsichtlich der Kopfbedeckung für die kalte Jahreszeit gelöst. Denn die stellt ja jedes Jahr aufs neue eine Herausforderung dar, oder geht es ihnen da anders? Naheliegend wäre gegen Schnee und Regen natürlich ganz klassisch eine schlichte Wollmütze. 

Aber die Nachteile stehen da im Prinzip ja schon im Kleingedruckten auf dem Reinigungsetikett: fliegende Haare oder wahlweise auch platte Frisuren. Dazu ein Look zwischen Skatermädchen und Humpty Dumpty. Wirklich schön geht anders. 

Und da kommt auch schon unser Wunschtraum ins Spiel. Jetzt muss ich natürlich zugeben, dass man deshalb nicht auf die Chanel-Show warten muss. Den Elbsegler gibt es schließlich in seiner klassischen Version in jedem Hutgeschäft – dunkelblau mit kleinem Schirmchen; und er sieht damit nicht nur erwachsener aus, sondern verpasst jedem dabei trotzdem eine markant lässige Coolness. Das wusste schließlich auch schon unser Altbundeskanzler , der ihr stolz zur dauerglühenden Marlboro Menthol trug. Davon abgesehen fügt sich die maritime Schiffermütze praktisch in jeden Look ein, kommt bei Frauen edel zum Designerkleid, rockt zur Leder-Hose und ist auch bei Männern einfach nur entspannt zu Jeans und Strickpullover. 

Wer allerdings so gar nicht mit dem Elbsegler kann, bekommt von den Designern in dieser Saison aber zum Glück eine schicke Alternative präsentiert. Denn wenn es nach Dior-Chefdesignerin geht, sollten alle Frauen jetzt dem Pariser Chic frönen und Baskenmütze tragen. Oder Barett, wie man sie auch nennen darf. Bei Dior ist sie aus schwarzem Leder und wirkt nicht nur feminin, sondern auch ein bisschen rough und funktioniert so eben nicht nur zu Ringelshirt und Baguette, sondern wie auf dem Laufsteg auch zum Denim-All-over-Outfit. Megacool!

Wie auch immer Sie sich im Mützenduell entscheiden: Meinen Segen haben sie für beide Looks. Und eins kann ich Ihnen versprechen, auch ihr Friseur wird es Ihnen danken. Denn Platt gehört nicht auf den Kopf, sondern Platt wird nur geschnackt. Vielleicht bald ja auch ein bisschen in der -Frontrow in der Elbphilharmonie.

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