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Trend-Kolumne: Fashion-Friday Eine Hommage an das Gucci-Shirt

Chiara Ferragni
© instagram.com/chiaraferragni
Ein weißes T-Shirt kann mindestens genauso sexy sein wie ein Negligée-Top. Steffen von GALA erklärt, warum die angesagten Gucci-Logo-Shirts ihren durchaus stolzen Preis wert sind und warum jeder Girl Boss eines braucht 

G-U-G-G-I spricht James Franco überzeugt ins Mikrofon. „James, es heißt G-U-C-C-I“, wird der Hollywood-Rebell prompt aus dem Off korrigiert. „No way!“

Eine Szene aus den „Commercial Outtakes“ zur Duft-Kampagne von „Gucci by Gucci pour Homme“. Momentaufnahmen, die neben Selbstironie und Charme vor allem eines zeigen: Traditionellen Luxus in seiner lässigsten Form. Kurz: Gucci. 

Mehr als 300 Euro für ein bedrucktes Baumwollshirt?

"No way!"  Das dürfte wohl auch der gängige Gedanke beim Blick aufs Preisschild sein, wenn man das neueste Musthave des italienischen Luxuslabels betrachtet. Es handelt sich nämlich um ein bedrucktes Shirt, das schlicht und ergreifend der Markenname ziert.  Andererseits geben wir für Schuhe und Taschen auch gerne mal ein paar Hunderter mehr aus. Und Statement-Piece bleibt Statement-Piece.

Ob es nun aus Leder, Seide oder eben Baumwolle ist – schließlich zahlt man für seinen persönlichen Mode-Moment. Und wenn wir ehrlich sind, für das ein oder andere Kompliment von Freunden, Kollegen und der eigenen Instagram-Community. 

Apropos Instagram: Auf der Foto-Plattform werden die It-Shirts von schmeichelnden Hashtags umgarnt. Auch wenn It-Bloggerin Chiara Ferragni oder German-Blogger-Darling Caro Daur ihre Kreditkarte sicherlich nicht durch den Schlitz der Gucci-Ladenkasse ziehen mussten. 

Vom Unterhemd zum Alleskönner

Logo- oder Statement-Shirts sind eine Art Detox-Kur vom Modetrubel. Ohne viel Schnickschnack lässt uns das Kult-Kleidungsstück immer gleich gut aussehen. Seinen Unterwäsche-Ruf hat das T-Shirt in den Vierziger Jahren verloren, als es in hoher Stückzahl für US-Soldaten produziert wurde. Übrigens aus dem gleichen Baumwoll-Stoff, aus dem Coco ihre Chanel-Kleider schneiderte. 

An Marlon Brando in „Der Wilde“ und James Dean in „Sie wissen nicht, was sie tun“ wurde das Shirt in Kombination zur Blue Jeans schließlich zum Aushängeschild des Rebellen-Chics. Heute ist das einst der Männerwelt vorbehaltene Kleidungsstück zum Musthave für toughe und unabhängige Frauen avanciert.

Wie meine Mutter zu pflegen sagt: "Kind, kauf dir Klamotten aus Baumwolle. Die kann man bei 60 Grad waschen und danach in den Wäschetrockner packen." Und ich kenne niemanden, der mehr Girl Boss ist, als meine Mutter.
Gala


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