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Doutzen Kroes Ganz entspannt über den Wolken

Doutzen Kroes
© Gala
Im Privatjet mit dem Supermodel: "Gala" sprach mit Doutzen Kroes über Familie, Luxus und Tandemsprünge

Die Aufregung war groß

, als an der VIP-Sicherheitsschleuse am Flughafen Tegel nach den Tickets gefragt wurde: "Tickets? Sie ist unser Ticket!", hatte ihr Stylist gerufen und auf Doutzen Kroes gezeigt. Auf das holländische Supermodel mit den Maßen 88-62-88 und der damit verbundenen Wirkung auf Männer - aber das war in dem Moment gar nicht das Thema. Es ging darum, dass Doutzen und ihr Team für diesen Tag einen Jet gechartert hatten. Keine Tickets, keine Bordkarten, keine nummerierten Sitzplätze.

Mittags in München, die Frisur sitzt: Doutzen Kroes steigt aus der Gulfstream 200. Ihr nächster Termin für Repeat Cashmere steht
Mittags in München, die Frisur sitzt: Doutzen Kroes steigt aus der Gulfstream 200. Ihr nächster Termin für Repeat Cashmere steht an, am frühen Abend will sie weiter nach Amsterdam.
© Gala

Exklusiv über den Wolken. Da redet es sich entspannter. Und so sitzt mir Doutzen - in etwa "Dauzen" ausgesprochen - nun gegenüber, in einem cremefarbenen Ledersessel, während hinter ihr ein Monitor unsere Position anzeigt: 9144 Meter über der Erde, 818 Stundenkilometer schnell, auf dem Weg von Berlin nach Oberpfaffenhofen bei München. Sie hat ihren Gurt gelöst. Es ist angenehm leise im Jet, und Doutzen erklärt mir begeistert, dass diese Art des Reisens auch für sie ungewöhnlich ist: "Ich bin erst rund zehnmal so geflogen." Heute ist sie unterwegs für Repeat Cashmere. Die Luxusmarke präsentiert mit Doutzen eine Kollektion, an der das Model mitgearbeitet hat. Vormittags im KaDeWe in Berlin, nachmittags bei Konen in München, und am frühen Abend will sie wieder bei ihrem Mann und dem Baby in Amsterdam sein. Also musste der 20-Millionen-Dollar-Jet gemietet werden. "Efficiency Class" nennt das die holländische Charter-Firma. Privat, sagt Doutzen, würde sie nur Linie fliegen, und zwar Business. Ein einziges Mal habe sie fürs reine Vergnügen ein Privatflugzeug gemietet: um zu einem Beyoncé-Konzert zu kommen.

Vorhin, beim Event im KaDeWe, hatte ein älterer Herr sie interessiert angeschaut und ausgerufen: "Mensch, da ist die Claudia Schiffer!" Seine Frau korrigierte: "Nee, die da ist doch viel jünger!" Das stimmt, aber Doutzen ist auf eine ganz ähnliche Art sagenhaft attraktiv. Sie wirkt im besten Sinne makellos. Wenn sie posiert, dann wirkt das nie angestrengt, weil sie keine auch nur ansatzweise schlechte Seite verbergen muss. Und weil sie verdammt stark ist: "Es wäre schön, wenn ich erzählen könnte, dass ich irgendwo auf der Straße von einem Model- Scout entdeckt wurde, aber so war es nicht." Stattdessen schickte die Ehrgeizige mit 17 Jahren Fotos von sich an Agenturen und half dem Glück so auf die Sprünge. Inzwischen gilt sie als eines der bestverdienenden Models weltweit, sechs Millionen Dollar sollen es allein im vergangenen Jahr gewesen sein.

L’Oréal, Victoria’s Secret, Calvin Klein: Doutzen arbeitet nur mit den Top-Labels. Mädchen mit dem Berufswunsch "Model!" sollten Doutzen als Idol wählen. Aber ausgerechnet sie warnt vor dem Job. "Früher hatte ich ständig Heimweh", sagt sie und rät: "Seid euch sicher, ob ihr es wirklich wollt! Außerdem braucht man für den Beruf eine gewisse Reife. Es ist schrecklich, wenn Jugendliche damit zu früh anfangen." Unter dem Mahagoni-Tischchen vor sich hat Doutzen ihre Givenchy- Tasche abgelegt. Ihr iPhone lugt heraus. Ob das Handy ausgeschaltet ist, danach hat hier niemand gefragt. Ist es nicht. Und so bleibt sie stets erreichbar für Ehemann Sunnery James. Die beiden kennen sich erst zwei Jahre, im Sturm hat der holländische DJ sie erobert. Im Januar kam Sohn Phyllon auf die Welt. Doutzen sagt. "Ja, es ging schnell. Aber bei meinem Mann wusste ich sofort, dass da zwischen uns etwas besonderes ist." Gemeinsam kümmern sich beide um den Sohn, längst ist sie wieder topfit, viel Sport und lebenslanger Disziplin sei dank.

Die Gulfstream geht in den Landeanflug. Doutzen plaudert über einen Tandem-Fallschirmsprung, den sie mal gemacht hat: "Bei dem einen Mal bleibt es, man soll sein Glück nicht überstrapazieren …" Der Jet landet, ein Wagen mit abgedunkelten Scheiben wartet auf dem Rollfeld. PR-Agenten kündigen telefonisch die baldige Ankunft des Models in München an, bestellen Earl Grey Tee für sie. Doutzen lächelt. Sie mag die Einsamkeit über den Wolken. Aber sie genießt es auch, im Mittelpunkt zu stehen.

Das Model und sein Gast: Doutzen Kroes mit GALA-Redakteur Alexander Stilcken.
Das Model und sein Gast: Doutzen Kroes mit Gala-Redakteur Alexander Stilcken.
© Gala

Alexander Stilcken

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