Diana, Kate und Meghan: So blieben ihre Brautkleider bis zum Schluss geheim

Erst an ihrem großen Tag sehen wir erstmals die Brautkleider der royalen Schönheit. Doch wie haben Diana, Kate und Meghan ihre Roben so geheim halten können?

Bis zur letzten Sekunde wurde spekuliert, welches Brautkleid Herzogin Meghan an ihrem großen Tag wohl tragen würde. Doch erst als sie vor der "St George's Chapel" in Windsor aus dem Oldtimer steigt, enthüllt sie das große Geheimnis. 
Damit tritt sie in die Heel-Stapfen von Prinzessin Diana und , deren Traumroben ebenfalls unter dem Siegel größter Verschwiegenheit standen bis sie schließlich ihren großen Auftritt hatten.

Das Geheimnis royales Brautkleid

Doch wie haben alle drei Frauen es eigentlich geschafft, ihre Kleider bis zu dem großen Moment so geheim zu halten? Schließlich gibt es doch Designerinnen und Näherinnen, die an dem Entwurf mitarbeiten und neugierige Journalisten und Fotografen, die nur darauf warten, einen Fetzen Stoff vor die Linse zu bekommen.

23 Meter Seide, 92 Meter Tüll - das Brautkleid von Prinzessin Diana könnte ausladender nicht sein. Sie hat es aus 50 Entwürfen der Designer David und Elizabeth Emanuel ausgesucht.

Prinzessin Dianas Schleier bricht royale Rekorde

Fangen wir im Jahr 1981 bei Prinzessin Diana an. Die beauftragt damals das Designerpaar David und Elizabeth Emanuel etwa drei Monate vor ihrer Hochzeit mit .

Dieses macht sich zur Aufgabe, die längste royale Schleppe aller Zeiten zu kreieren. Dafür werden allerdings etliche Meter an Stoff benötigt, die man gar nicht so einfach verstecken kann. Deswegen wird die Klöppelspitze direkt im Buckingham Palace - im Schutz der Palastmauern - gefertigt. 

Die Seide, die für das Kleid benötigt wird, bestellt man hingegen. Doch setzt man hier ebenfalls auf einen Trick: David und Elizabeth bestellen den Stoff in zwei Farben - einmal in Weiß, einmal in Elfenbein -  bei dem Textilhersteller Walters & Sons. So bleibt der endgültige Ton bis zuletzt ein Rätsel.

Prinzessin Diana hatte ein zweites Brautkleid als Ersatz

Noch unglaublicher ist da nur die dritte Sicherheitsvorkehrung: Die Designer arbeiten damals auch Dianas zweite Wahl komplett aus. Wäre auch nur die kleinste Information über das tatsächliche Kleid an die Öffentlichkeit gedrungen, hätte die Braut einfach in ihr "Ersatzkleid" schlüpfen können.

Die Applikationen an Kates Brautkleid bestehen aus sechs unterschiedlichen Arten Spitze, die bei verschiedenen Lieferanten bestellt worden. So wusste keiner von ihnen über das gesamte Stoffkonzept Bescheid.

Kates Kleid wird im "Hochsicherheitstrakt" genäht

Ein zweites Kleid hat Herzogin Catherine in 2011 zwar nicht, dafür sorgt Designerin aber dafür, dass ihr Atelier zum sichersten Raum Großbritanniens wird. Für die Türen lässt sie sogar neue Codes einrichten. So hat nur noch eine bestimmte Anzahl an Näherinnen Zutritt. 

Darunter befindet sich auch Mandy Ewing, die im Nachhinein verrät: "Wir wussten, für wen das Kleid ist. Doch wir hielten es alle geheim. Wir arbeiteten mit zugezogenen Netzvorhängen. Außerdem musste das Reinigungspersonal draußen bleiben."

Brautmode

Royale Hochzeitskleider

Unterschiedlicher könnten Brautkleider wohl nicht sein: Nach ihrem traditionellen Gewand am Vormittag erscheint Japans Prinzessin Ayako zu den Feierlichkeiten in einem rosafarbenen Abendkleid. Die Robe ziert ein transparenter Überwurf mit zahlreichen weißen Blumenstickereien. Ihr Haar trägt Ayako halb hochgesteckt. Bräutigam Kei Moriya setzt auf einen klassischen schwarzen Smoking mit Fliege. 
Blick auf die Details: Feine Blumenapplikationen zieren den runden Ausschnitt des Kleides, die weit geschnittenen Ärmel sind ebenfalls transparent und mit Stickereien versehen. Ihre Frisur krönt Prinzessin Ayako mit einem Diadem und den dazu passenden Ohrringen. 
Tradition ist alles! Die japanische Prinzessin Ayako heiratet ihren bürgerlichen Verlobten Kei Moriya im Meiji-Schrein in Tokio, und dabei trägt sie als Brautgewand einen traditionellen Kimono mit Vogelmotiven. Ihr Verlobter hingegen bevorzugt mit seinem Frack den westlichen Bräutigamslook.
Besonders eindrucksvoll ist Prinzessin Ayakos Brautfrisur, hierbei verzichtet aber auf die in der Shintō-Tradition übliche weiße Haube für die Braut.

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So blieb Meghans Brautkleid ein Geheimnis

Anders sah es nun bei Meghan aus: Nicht einmal das Näherteam soll eingeweiht gewesen sein. "Es war ein Geheimnis, das lediglich Meghan und ich teilten", erzählte die Designerin wenige Stunden nach der Märchenhochzeit. Nicht einmal ihrem Mann und ihren Kindern hätte sie davon erzählt.

Meghan Markle und Designerin Clare Waight Keller haben bis zur letzten Sekunde geschwiegen. Am 19. Mai 2018 dürfen wir dann alle ihre Kreation bewundern.

Da die britische Modeschöpferin seit 2017 in Paris für das Haute-Couture-Haus Givenchy arbeitet, mussten sie und Meghan sich einen anderen Ort für den Designprozess einfallen lassen. Schließlich wäre es viel zu auffällig gewesen, wäre Meghan nach Frankreich geflogen.

Die Entscheidung fiel auf ihr Zuhause in Chelsea, das die frisch gebackene Herzogin inkognito aufsuchte. Mit Baseball-Cap und im Undercover-Look soll sie seit Januar heimlich zu Clare gereist sein.

All der Aufwand hat sich bei den drei royalen Bräuten gleichermaßen gelohnt: Sie alle erlebten ihren unvergesslichen Moment und schafften es, dass alle über ihr Kleid reden.

Alle Details und Fakten

Wir nehmen Meghan Markles Braut-Look unter die Lupe

Prinz Harry + Meghan Markle
Das Kleid besticht durch zeitlos schlichte Eleganz. Gemeinsam mit Clare Waight Keller hat sich Meghan komplett gegen auffällige Details entschieden. Keine Spitze, keine Rüschen, keine Stickereien - dafür überzeugt die bodenlange Robe durch allerhöchste Schneiderkunst. 
Mit nur sechs langen Nähten wird der extra angefertigte Seidenstoff zusammengehalten. Zwei davon befinden sich jeweils an der Seite. 
Zu der Silhouette gehört ebenfalls der U-Boot-Ausschnitt, der Meghan Markles Schlüsselbeine freilegt. Dieser sowie die Ärmel in 3/4-Länge geben dem Kleid einen modernen Touch.

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