Deutsches Modehaus: Strenesse meldet Insolvenz an

Nach langen Jahren mit sinkenden Verkaufszahlen musste das deutsche Modehaus Strenesse einen Insolvenzantrag stellen. Für die Eigentümerfamilie Strehle ist dies eine persönliche Niederlage, auch wenn das Ende des Unternehmens noch abgewendet werden soll

Es geht hoch her in der deutschen Modeindustrie: Wie unter anderem "spiegel.de" vermeldet, hat das Modeunternehmen Strenesse am Montag (14. April) einen Insolvenzantrag gestellt. Nach schweren Jahren mit hohen Verlusten ist dies der vorläufige Höhepunkt im Abwärtstrend des Labels - und eine persönliche Niederlage für die Eigentümerfamilie.

Gerd und Gabriele Strehle galten lange Zeit als Dreamteam im hart umkämpften Modemarkt, ihre private Trennung mit anschließendem Rosenkrieg sorgte allerdings auch auf unternehmerischer Seite für schweren Schaden. Im Dezember 2012 verließ die Designerin das Label, dessen Erfolg sie in den zurückliegenden knapp 40 Jahren maßgeblich mitbestimmt hatte. Der gemeinsame Sohn Luca übernahm als Vorstandsvorsitzender die Leitung des Familienbetriebs, weil auch seine Schwester Viktoria dem Unternehmen den Rücken kehrte.

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Wie "handelsblatt.de" und "spiegel.de" übereinstimmend berichten, kommt der Insolvenzantrag nicht überraschend. Bereits im Februar habe das Modelabel vor der Zahlungsunfähigkeit gestanden und nur durch die Verlängerung einer Zwölf-Millionen-Euro-Anleihe bis 2017 überleben können. Laut "manager-magazin.de" schreibt Strenesse seit Jahren rote Zahlen, der einstige Glanz der Labels ist längst verblasst.

Für die Familie Strehle und die knapp 350 Beschäftigten von Strenesse brechen nun harte Zeiten an. Hohe Verluste und erdrückende finanzielle Altlasten sollen die Sanierung des Hauses behindert haben, teilte Strenesse am Mittwoch (16. April) mit. Bei dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, das nun eingeleitet wurde, bleibt die alte Geschäftsleitung im Amt, ihr wird allerdings ein unabhängiger Sachverwalter und Sanierungsexperte zur Seite gestellt. Ziel sei eine erfolgreiche Sanierung und nicht die Auflösung der deutschen Modemarke.

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