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Cartier Wilde Schönheit

Seit 100 Jahren steht der Panther im Mittelpunkt einer Schmucklinie von Cartier. Kreiert wurde er von einer Designerin, deren Ideen bis heute wegweisend sind

Sie schleichen sich so leise an, dass man sie nicht hört. Plötzlich tauchen sie auf, und niemand weiß, wo sie auf die Lauer lagen. Mit untrüglichem Gespür finden sie immer ihre Beute: Panther gehören zu den klügsten Raubkatzen.

Armreif aus Weißgold, Lack, Onyx, Chrysopras, Diamanten, 238.000 Euro. Ring aus Weißgold mit Smaragden und Diamanten, 65.500 Euro
Armreif aus Weißgold, Lack, Onyx, Chrysopras, Diamanten, 238.000 Euro. Ring aus Weißgold mit Smaragden und Diamanten, 65.500 Euro
© Cartier / PR

Die Schmuckdesignerin Jeanne Toussaint muss ähnliche Eigenschaften besessen haben. Oft wusste niemand, wo sie gerade steckte, während sie in ihren flachen Schuhen, die mit funkelnden Steinen besetzt waren, lautlos durch das Cartier- Stammhaus schlich. Und dann präsentierte sie plötzlich ihre Beute: einen neuen Juwelen-Entwurf. Jeanne Toussaint war der kreative Panther von Cartier.

Keinem Designer hat das französische Juwelenhaus so viel zu verdanken wie seiner ehemaligen Kreativdirektorin. Gerade feiert man in Paris den 100-jährigen Geburtstag der „Panthère“- Kollektion. Die Idee dazu stammt von Jeanne Toussaint, die von Mitte der Zwanzigerjahre bis 1967 für Cartier arbeitete. Sie zeigte ein untrügliches Gespür dafür, welche Preziosen gerade die richtigen waren. „Jeanne Toussaint hatte großen Einfluss darauf, dass sich Cartier vor dem Zweiten Weltkrieg weiterentwickelte sich Pierre Rainero, der als „Directeur de la Stratégie et du Patrimoine“ bei Cartier für die „Strategie und das Erbe“ verantwortlich ist.

Detailverliebte Skizze von einem Panther.
Detailverliebte Skizze von einem Panther.
© Cartier

Das Geheimnis ihres Erfolgs: Jeanne Toussaint brachte eine neue Leichtigkeit in die Juwelenwelt. Damit wollte sie vor allem Frauen erreichen, die es satt hatten, von ihren Männern mit Statussymbolen dekoriert zu werden. Viele Frauen liebten sinnlichen Schmuck, das wusste die Designerin aus eigener Erfahrung. Sie selbst bevorzugte bunte Steine und möglichst plastisch wirkende Kreationen. Dank ihrer Arbeit wurde Schmuck beweglich, spielerisch – und ihn umgab eine Aura des Gewagten.

Ende der Zwanzigerjahre begann Cartier damit, Tierkollektionen zu lancieren: Broschen, Ringe, Schmuckuhren. Die Panther-Linie war die Krönung dieses funkelnden Zoos. Und nur was Jeanne Toussaint gefiel, kam in den Verkauf, ungeachtet der Meinung anderer. Davon spricht man auch 38 Jahre nach ihrem Tod noch bei Cartier. Die aktuelle Kollektion beweist, wie zeitlos ihre Entwürfe sind. Cartier ehrt deren wilde Schönheit auf besondere Weise: Bis heute ist der Panther das Wappentier des Hauses.

Gala

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