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Cara Delevingne "Ziemlich verlogen"


Vom Model zur Schauspielerin: Cara Delevingne spricht über ihre neue Leidenschaft, erklärt die Hassliebe zum Laufsteg und sagt, warum sie gern seltsam ist

Buschige Augenbrauen, stechend-grüne Katzenaugen und eine eher burschikose Persönlichkeit – nutzte ihre außergewöhnliche Ausstrahlung bislang überwiegend als Model und Muse von Karl Lagerfeld. Im "Gala"-Interview rechnet sie mit der Branche ab und spricht über ihre neue Leidenschaft, die Schauspielerei.

Sie sind der Durchstarter des Jahres in Hollywood: 2015 werden Sie in fünf Filmen zu sehen sein. Kommt das nicht alles ein bisschen plötzlich für Sie?

Nein, ich kann es gar nicht erwarten, bis meine Filme in die Kinos kommen. Obwohl, ich werde sie nicht gucken, ich kann mich selbst nicht auf der Leinwand sehen – das macht mich verrückt.

Sie wurden als Model bekannt. War die Schauspielerei als nächster Karriereschritt so geplant?

Absolut, schon seit dem vierten Lebensjahr wusste ich, dass ich Schauspielerin sein will. Ich habe schon damals Dialekte nachgemacht, Stimmen imitiert und die ganze Familie mit Aufführungen unterhalten.

Wollen Sie das Modeln dann ganz an denNagel hängen?

Ich habe eine Art Hassliebe zum Modeln. Das ist schon eine seltsame Sache, man wird bestarrt und ist eine Art laufende Puppe. Ich wurde oft wie der letzte Dreck behandelt, seit ich bekannter bin, hat sich das alles geändert. Heute machen sie alle einen Bückling vor mir. Dieses Geschäft ist schon ziemlich verlogen.

Sie haben fast zwei Millionen Twitter-Follower und sind ein Idol für viele jüngere Fans. Sind Sie ein gutes Vorbild?

Wahrscheinlich nicht. Ich war kein besonders vorbildlicher Teenager, hatte meine Probleme während der Pubertät wie viele andere auch. Wenn jemand ein Vorbild in mir sehen will, ist das okay – aber ich möchte mich deshalb nicht verbiegen müssen. Ich habe meine Ecken und Kanten und möchte gar nicht perfekt sein. Ich bin total vernarrt in Computer und Technik, und zwar so extrem, dass man mich getrost als "Nerd" bezeichnen könnte. Wenn man mich also als seltsam bezeichnet, wäre das keine Beleidigung, sondern ein Kompliment.

Andreas Renner Gala


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