Brad Goreski: Der neue King of Style

Wer ist der Mann, der den Kampf mit Rachel Zoe aufgenommen hat und Hollywood-Stars wie Demi Moore und Cameron Diaz berät?

Brad Goreski

Sie hat ihn beschimpft. Kleingemacht.

Inzwischen redet sie kein Wort mehr mit ihm. Trotzdem ist Brad Goreski seiner Lehr- oder besser: Zuchtmeisterin Rachel Zoe dankbar.

Modische Stars

Style-Zoom 2012

Model Agyness Deyn kuschelt sich in einen  Cardigan. Farblich passend dazu wird ein langer Schal kombiniert.
Über dem pinken Kleid von Narcisco Rodriguez trägt Katie Holmes einen Mantel in Military-Grün von Balenciaga.
January Jones mit Kuschelpulli. Dazu ein schlichter Mantel und Blue Jeans.
Amanda Seyfried in einem Kleid von Michael Kors.

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Brad Goreski startete seine Karriere als Assistent bei der "Vogue". 2008 begann er, für Rachel Zoe zu arbeiten. Heute hat er seine eigene Show.

Als ihr Assistent hat er von der Pike auf gelernt, was ihm heute als selbstständiger Fashion-Berater nützlich ist: Wie man Stars umschmeichelt etwa und ihre Problemzönchen in ein kaschierendes Outfit verpackt. Diese Kunst beherrscht der Kanadier mittlerweile so gut, dass High-Class- Kundinnen wie Demi Moore, Jessica Alba, Cameron Diaz und Noomi Rapace auf ihn vertrauen. Christina Ricci schwärmte jüngst, er habe es geschafft, dass sie sich wie Marilyn Monroe fühle.

Blöd nur, dass der Ex-Chefin Brads Aufstieg gar nicht gefällt. Er habe sich mit einem Teil ihrer Kundinnen davongemacht, ätzte Rachel Zoe in der US-Presse. Ein Lügner sei er auch: Brad habe sie mit der fadenscheinigen Begründung verlassen, er wolle sich zur Ruhe setzen. Und schwups - kurz darauf gab's sein eigenes Business. Der Geschmähte erwidert die Vorwürfe geschmeidig: "Sie ist so erfolgreich. Ich weiß nicht, was ich für eine Bedrohung sein soll. Vielleicht denkt sie ja, dass ich unglaublich talentiert bin", sagte er dem Onlineportal "Daily Beast". Kunden habe er ihr keinesfalls geklaut. Aber wenn Demi Moore - Zoes Kundin - ihn anrufe und um Rat bitte, helfe er natürlich...

Brad Goreski hat sich zur veritablen Konkurrenz für Rachel Zoe entwickelt: Auf dem gleichen Sender, bei dem er früher in ihrer Realityshow "The Rachel Zoe Project" über den Bildschirm hüpfte, startete Anfang Januar sein eigenes Format "It's A Brad, Brad World". Und kürzlich zog er einen lukrativen Auftrag für das Accessoires-Label "Kate Spade New York" an Land, der sicher auch seiner früheren Chefin gefallen hätte. Als Brand-Stylist poliert er das Image der Marke auf. Um sein eigenes muss er sich nicht sorgen: Allen, denen die diktatorische Rachel Zoe auf die Nerven geht, ist er auf jeden Fall sympathisch. Und die werden immer zahlreicher.

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