Barron Trump : Amerika empört: Reporter attackiert Präsidentensohn

Kritik an Donald Trump gehört in Amerika zum Tagesgeschäft. Jetzt vergreift sich ein Reporter an dessen Sohn Barron - und die Amerikaner gehen auf die Barrikaden 

Dieses Foto von Melania, Donald und Barron Trump vom 20. August 2017 sorgt derzeit für Aufregung in den USA. Grund ist die Kleidung des Präsidentensohnes 

Dass US-Präsident Donald Trump, 71, und Ehefrau Melania Trump, 47, fast täglich mit Negativ-Schlagzeilen in der Presse vertreten sind, ist in den sieben Monaten seiner Präsidentschaft zur Gewohnheit geworden. Doch dass ein Reporter jetzt den elfjährigen Sohn des Paares attackiert, stößt den Amerikanern übel auf. 

Reporter kritisiert Barron Trump 

Wie US-Medien übereinstimmend berichten, hat ein Reporter der News-Website "Daily Caller" am Montag (21. August) fragwürdige Zeilen über den Jungen veröffentlicht. "Es ist höchste Zeit, dass Barron anfängt sich zu kleiden, wie es sich für das Weiße Haus gehört", lautet die Überschrift eines Artikels, der für Wirbel sorgt. Anlass für die Kritik von Autor Ford Springer ist ein Foto der Familie, das sie am Tag zuvor (20. August) beim Abflug von New Jersey nach Washington zeigt. Dabei missfällt dem Reporter die Garderobe von Barron Trump. Während sich der Präsident und seine Frau stets perfekt gekleidet präsentieren würden - er in "feinen, maßgeschneiderten Anzügen", sie in "eleganten Kleidern" - zeige sich der Trump-Srpössling "in T-Shirt, Khaki-Hose und Wildleder-Loafers". Ein Unding für den Reporter. "Der junge Trump hat als Sohn des Präsidenten keinerlei Verantwortung. Aber das Mindeste, was er tun könnte, wäre, sich in der Öffentlichkeit angemessen zu kleiden", lautet sein Vorwurf an den Elfjährigen. 

Sturm der Entrüstung 

Dass Ford Springer von einem Kind öffentlich fordert, sich schicker zu kleiden, empört die Amerikaner. Über 1.000 Twitter-User haben den Artikel, den Springer auf seinem Twitter-Account teilte, kommentiert. Sie verteidigen Barron Trump und fordern den Respekt seiner Privatsphäre. 

  • "Elfährige haben genug, mit dem sie klarkommen müssen. Auch ohne, dass sie wegen ihrer Kleidung gemobbt werden. Besonders von einem 'erwachsenen Mann'!"
  • "Es ist höchste Zeit, den jungen Mann aus der Presse herauszulassen"
  • "Das ist respektlos! Er ist elf Jahre alt!"
  • "Lass das Kind ein Kind sein. Es nichts falsch an dem, was er trägt. Niemals schäbig. Er sieht selbstbewusst aus und ist ein feiner Junge. Sie gehen doch nicht zu einem Staatsbankett!"
  • "Das ist widerlich! Er sieht super aus für ein elfjähriges Kind. Lass' den Präsidentensohn in Ruhe! Zeige Respekt!"

Barron Trump

Der Präsidentensohn - ein ganz normaler Teenager!

Vor den Augen der Weltöffentlichkeit winkt Barron Trump während einer Rede seines Vaters Donald Trump im April 2017 vom Balkon des Weißen Hauses. Mutter Melania schaut dem Teenager stolz dabei zu. Doch der 12-Jährige, der hier so souverän wirkt, ist im Herzen ein Teenie wie jeder andere. 
Auch ein Milliardärssohn wie Barron Trump kennt mehr Begrüßungsrituale als das gediegene Händeschütteln. Hier gibt er seinem Halbbruder Donald Trump Jr. bei der "Republican National Convention" am 22. Juli 2016 die "Ghetto-Faust". Mama Melania gefällt es und schenkt ihrem Sohn ein strahlendes Lachen.
So ein Termin mit Papa auf der Arbeit kann ganz schön langweilig sein!
"Mama, hör' doch auf, an mir herum zu zupfen!" Ob sich Barron Trump das in dieser Situation gedacht haben mag? Bei der Amtseinführung von Vater Donald Trump als 45. US-Präsident der USA am 20. Januar 2017 rückt Melania Trump ihrem Sohn vor einem Millionenpublikum die Krawatte zurecht. Das Mama die Kleidung ordnet, dürfte er mit vielen Teenagern gemeinsam haben. 

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Einige weisen darauf hin, dass sich Barron Trump zu öffentlichen Terminen im Weißen Haus stets angemessen in einem Anzug kleidet. Und: Auch Malia Obama, 19, und Sasha Obama, 16, die Kinder von Trumps Vorgänger Barack Obama, 56, sind wiederholt in sportlicher Kleidung fotografiert wurden. "Hast du das gleiche auch über die Obamas gesagt, als sie aus der Air Force One stiegen?", fragt eine Userin Ford Springer und postet ein Foto von Michelle Obama, 53, und Tochter Sasha in Khaki-Hose und Top.  

Das Weiße Haus reagiert

Der empörende Artikel von Ford Springer ist auch Donald Trump nicht verborgen geblieben. Wie die Nachrichten-Agentur "Bloomberg" berichtet, hat das Weiße Haus seine Forderung nach dem Schutz des "First Kid" erneuert.

"Wie alle vorherigen Administrationen [in Bezug auf Präsidentenkinder] bitten wir die Medien, die Privatsphäre von Barron zu respektieren. Er ist ein minderjähriges Kind und verdient jede Möglichkeit auf eine private Kindheit",

sagt Trump-Sprecherin Stephanie Gisham. Der "Daily Caller" zeig sich von der Kritik unterdessen unbeeindruckt: "Lasst uns doch nicht so tun, als würde sich die Presse plötzlich darum kümmern, die Trumps zu verteidigen", sagt Editorial Director Vince Coglianese. Mit dieser Meinung steht er in den USA allerdings alleine da. 


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