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Alica Schmidt Die Leichtathletin über den Spagat zwischen Sport und Social Media

Alica Schmidt in einem schwarzen Ensemble von Boss bei der Kitz Race Party im Rahmen des Hahnenkammrennens in Kitzbühel.
Alica Schmidt in einem schwarzen Ensemble von Boss bei der Kitz Race Party im Rahmen des Hahnenkammrennens in Kitzbühel.
© PR
Profi-Leichtathletin, Ambassador, Model, Instagram-Größe und Studentin: Alica Schmidt ist gerade auf der Überholspur. Wir haben das Allround-Talent zum Interview getroffen. 

Wenn Kitzbühel zum alljährlichen Hahnenkammrennen ruft, dann strömen Sportler:innen aus der ganzen Welt in die romantische Kleinstadt in Österreich. Darunter auch Profi-Leichtathletin und Ambassador der Marke Boss Alica Schmidt, 24. In einem gemütlichen Berg-Chalet, in dem das Label seine neue Kooperation "Boss x Perfect Moment" vorstellt, sprechen wir mit der Profi-Sportlerin über ihr Leben als Sportlerin, Social-Media-Größe und Studentin. Außerdem verrät die gebürtige Wormserin, wie sie es schafft, trotz schweißtreibenden Trainingseinheiten so gut auszusehen und was wahre Schönheit für sie bedeutet. 

Alica Schmidt im GALA-Interview

GALA: Normalerweise bist du als Leichtathletin weniger auf der Streif und mehr auf der Tartanbahn heimisch. Interessierst du dich auch für den Wintersport?
Alica Schmidt: Ja, ich fahre selbst auch gerne Ski. Leider komme ich derzeit nicht häufig dazu, denn gerade in der Wettkampfphase darf ich keine Verletzungen riskieren. Einen Ski-Anzug anziehen, geht aber trotzdem (lacht). 

Ist das auch dein Lieblingspiece aus der "Boss x Perfect Moment"-Kollektion?
Ja, den Einteiler mit den Sternen und Monogrammen finde ich mega cool. Den habe ich schon auf Instagram gepostet und viele Komplimente dafür bekommen.   

Apropos Instagram. Dir folgen mittlerweile 3,4 Millionen Menschen auf Instagram. Eine Reichweite, mit der dir viele Türen offen stehen. 
Früher war Instagram noch nicht so populär, als dass man damit Jobs hätte machen können. Ich selbst habe es zum Beispiel nicht angestrebt, viele Follower zu bekommen – das kam einfach so. Ich hatte zwar auch schon immer Spaß daran Bilder zu machen und die dann auch zu posten, aber dass ich damit irgendwann Geld verdienen würde, hätte ich nie gedacht. 

Gab es einen bestimmten Schlüssel-Moment bezüglich deiner Reichweite?
Während den Olympischen Spielen war die Medienpräsenz natürlich größer – und das habe ich auch auf Instagram gemerkt: Danach hatte ich ca. 500.000 mehr Follower.

Hast du viele Sportler:innen, die dir folgen?
Ich glaube es sind schon viele sportbegeisterte Leute unter meinen Followern. Nicht unbedingt Profis, aber Interesse an Sport und den Themen drum herum haben die meisten. 

Nic Kaufmann, Alica Schmidt und Carlos Böttcher feiern im Boss-Chalet in Kitzbühel. 
Nic Kaufmann, Alica Schmidt und Carlos Böttcher feiern im Boss-Chalet in Kitzbühel. 
© PR

Fällt es dir leicht, Sport und Social Media unter einen Hut zu bringen?
Es kommt drauf an. Ich versuche das so gut wie es geht zu kombinieren, aber gerade in den Trainingsphasen habe ich mein Handy nicht immer zur Hand. Und Sport steht gerade an erster Stelle. 

Alica Schmidt über Schönheit und ihr Beauty-Geheimnis

Unter deinen Training-Reels häufen sich die Komplimente. Das sieht bei dir alles so einfach aus – und ganz nebenbei sitzen Haare und Make-up noch perfekt. Was ist dein Geheimnis?
Ich benutze fast immer wasserfesten Mascara und wasserfesten Eyeliner. Das hilft enorm. Und ansonsten benutze ich ein bisschen Concealer, mehr nicht. Meine Haare wasche ich alle drei bis fünf Tage. Dazwischen ist Trockenshampoo mein bester Freund (lacht). 

Was bedeutet Schönheit für dich?
Schönheit ist etwas, das von Innen kommt. Klar, auf den ersten Blick kann man jemanden optisch beurteilen, aber so richtig entscheidet sich erst, ob ein Mensch schön ist oder nicht, wenn man seinen Charakter kennt. Wenn man erstmal weiß, wie jemand tickt, ist es auch interessant zu sehen, wie sich das Äußere verändert.    

Obwohl du viel Zeit beim Training verbringst, nimmt Fashion einen großen Stellenwert in deinem Leben ein.
Ja, ich liebe es einfach, mich hübsch zu machen. Mein Go-To sind beispielsweise Lederhosen, die ich dann mit einem Blazer kombiniere. Außerdem lege ich viel Wert auf Basics – die lassen sich einfach immer gut stylen. 

Alica Schmidt in einem schwarzen Ensemble von Boss bei der Kitz Race Party im Rahmen des Hahnenkammrennens in Kitzbühel.
Alica Schmidt in einem schwarzen Ensemble von Boss bei der Kitz Race Party im Rahmen des Hahnenkammrennens in Kitzbühel.
© PR

Wie motivierst du dich an Tagen, an denen dir der Sport besonders schwerfällt?
Glücklicherweise kommt es äußerst selten vor, dass ich mal keine Lust auf Sport habe – vielleicht einmal im Jahr und dann auch meist zum Ende der Saison.

Was mich motiviert, ist der Prozess und die Vorstellung, am Ende des Jahres vielleicht bei der WM zu stehen.

Eine Hilfe ist, dass ich mit meinen Freunden und Trainingspartner trainiere. Zum Glück ist mein Umkreis sehr verständnisvoll. Das kommt wahrscheinlich auch daher, dass der Großteil meiner Freunde auch sehr gerne Sport macht oder im Leistungssport ist. Wo ich mich eher mal motivieren muss, ist der Alltag am Schreibtisch, beispielsweise, wenn ich etwas für die Uni machen muss.

Dann hast du mit deinem Studium sogar noch ein drittes Standbein.
Mir ist es wichtig, dass ich meinen Uni-Abschluss mache. Ich studiere nebenher Medien- und Kommunikationswissenschaften und es ist ein guter Ausgleich zum Sport. Denn ich weiß, dass ich den Leistungssport nicht ewig machen kann und mich permanent nur auf den Sport zu fokussieren, empfinde ich ebenfalls nicht als gesund. 

Gesundheit ist ein guter Stichpunkt. Denn gerade im Sport ist der Druck immens und die mentale Gesundheit kann leiden. Hast du ein bestimmtes Mindset, was dir hilft?
Ich mache mir selbst immer deutlich, dass nichts Schlimmes passiert, wenn ich heute nicht performe. Es bricht keine Welt zusammen. Wenn es heute nicht funktioniert, dann beim nächsten Mal. Aber wenn ich weiß, ich habe in den letzten Monaten alles in der Vorbereitung gegeben, habe kein Training ausfallen lassen, mich gesund ernährt und alles für die Regeneration gemacht, dann kann es früher oder später nur zum Erfolg führen.

Wie viel Druck aber wirklich auf mir lastet, merke ich dann meistens erst, wenn es vorbei ist und ich beispielsweise vor Erleichterung in Tränen ausbreche. Vorher lasse ich das meist persönlich gar nicht an mich herankommen. 

2022 wurdest du außerdem in die Liste der "Forbes 30 under 30“ aufgenommen. 
Die Liste wurde an meinem Geburtstag veröffentlicht und als mich mein Manager anrief und gesagt hat, dass ich dabei bin, liefen mir die Tränen übers Gesicht. Das war ein besonderer Moment in meinem Leben. 

Siehst du dich in zehn Jahren noch im Leistungssport?
Dann bin ich 34 Jahre alt und ich glaube, dann wird es schwer weiterhin Leistungssport zu treiben. Stand jetzt ist, dass ich bis 2028 Sport machen möchte. Mein Ziel sind die Olympischen Spiele nächstes Jahr in Paris – und dann schauen wir weiter. Das Wichtigste ist natürlich, dass ich bis dahin gesund bleibe und den Spaß am Sport nicht verliere. Alles andere lasse ich mir noch offen und schaue, wo es mich hintreibt. 

Gala

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