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Achtland Göttliches Duo aus Berlin


Oliver Lühr und Thomas Bentz sind mit dem Label Achtland auf dem Weg nach ganz oben. "Gala" sprach mit ihnen über Träume, Selbstkritik – und den Unterschied zu weiblichen Designern

Sie nennen sich Achtland, nach einer Königin aus der irisch-keltischen Mythologie, die durch Heirat in den Götterstatus erhoben wurde. Auf dem Mode-Olymp könnten sich auch Oliver Lühr und Thomas Bentz bald wiederfinden: Ihre erste Show, diesen Sommer bei der Berliner Fashion Week, war ein Riesenerfolg. "Gala" sprach mit den beiden Überfliegern.

Hoffnungsträger der jungen deutschen Mode: Oliver Lühr (l.) ist der kreative Kopf, Thomas Bentz kümmert sich vor allem ums Management. Alle wichtigen Entscheidungen treffen sie gemeinsam
Hoffnungsträger der jungen deutschen Mode: Oliver Lühr (l.) ist der kreative Kopf, Thomas Bentz kümmert sich vor allem ums Management. Alle wichtigen Entscheidungen treffen sie gemeinsam
© Sabrina Theissen/ Achtland

Wie haben Sie die großartige Resonanz in Berlin empfunden?

Thomas Bentz Das hat uns total gefreut. Wir hatten aber auch großes Glück, dass der Fokus mehr auf den kleineren Labels lag, da ja viele der großen diesmal nicht gezeigt haben.

Haben Sie sich nach diesem Erfolg zufrieden zurückgelehnt – oder doch eher nach kleinen Fehlern gesucht?

Thomas Bentz Selbstkritik ist immer ein ganz wichtiger Motor. Wenn man merkt, dass man sich selbst nur noch auf die Schulter klopft, sollte man sich sofort einen anderen Job suchen.

Oliver Lühr Außerdem ist Mode ja subjektiv. Es wird immer Leute geben, denen nicht gefällt, was man tut. Aus dieser Erkenntnis kann man eine gewisse Gelassenheit ziehen.

Bekommen junge Labels genug Unterstützung?

Thomas Bentz Jein. Auf journalistischer Seite gibt es zwar ein großes Interesse für junge Mode. Es hapert aber an der Experimentierfreudigkeit der Einzelhändler, am Mut, Neues auszuprobieren.

Sie machen ausschließlich Mode für Frauen. Was können männliche Designer da besser als ihre Kolleginnen?

Oliver Lühr Eine Designerin hat immer das Bild von sich selbst im Kopf und zieht im Prinzip sich selbst an. Als Mann kann man einen Typ Frau erschaffen und daher wahrscheinlich verspielter mit der Mode umgehen. Manchmal funktioniert's, manchmal auch nicht.

Wie würden Sie das perfekte Outfit beschreiben?

Thomas Bentz Auf alle Fälle ist es keine Verkleidung. Es lebt von der Trägerin - und umgekehrt.

Oliver Lühr Ein Outfit ist perfekt, wenn sich die Trägerin darin absolut wohlfühlt. Und im besten Fall ist es von uns. (lacht)

Verspielt und feminin, modern geschnitten und mit vielen Details versehen: die Looks von Achtland
Verspielt und feminin, modern geschnitten und mit vielen Details versehen: die Looks von Achtland
© Sabrina Theissen/ Achtland
Sebastian Stein

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