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Susanne Vössing Tipps zur gesunden Ernährung


Köchin und Autorin Susanne Vössing ist Expertin für gesundes Essen. Im Interview gibt sie wertvolle Tipps für eine gesunde Ernährung.

Buchautorin und Sterneköchin Susanne Vössing weiß, was dem Körper gut tut. Mit ihrem Buch "Kochen ist die beste Medizin" bekämpft sie klassische Zivilisationskrankheiten mit leckeren Rezepten. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news gibt sie wertvolle Tipps für eine gesunde Ernährung.

Gesunde Ernährung für Anfänger - was muss ich beachten?

Susanne Vössing: Versuchen Sie immer, regionale und frische Produkte zu kaufen. Die haben den besten Nährwert und kurze Transportwege. Man sollte auch immer das Ampelsystem beachten. Das heißt, dass in unserem Essen immer etwas Grünes (z.B. Zucchini), etwas Rotes (z.B. Tomaten) und etwas Gelbes (z.B. Kartoffeln) enthalten sein sollte. Außerdem sollte die Ernährung abwechslungsreich sein.

Jeden Tag Salat zu essen wäre also nicht gesund?

Vössing: Nein. Der Stoffwechsel muss gefordert werden, sonst schläft er ein und wird träge. Zwischendurch eine richtig fettige Mahlzeit tut dem Körper sogar gut. Wenn wir immer reduziert essen, wird kein Gallensaft ausgeschüttet, weil kein Fett zugeführt wird - so kann es sogar zu Gallensteinen kommen. Eine ordentliche Portion Pommes spült also quasi den Magen richtig durch.

Keine Kohlenhydrate am Abend - das halten viele Menschen für gesund, welche Gesundheitsmythen kann man vergessen?

Vössing: Das kommt auf die Person an. Jeder Mensch hat einen anderen Stoffwechsel. Ich vertrage zum Beispiel Salat am Abend sehr gut, andere können das gar nicht verdauen. Ein bisschen ist es aber auch Trainingssache. Man muss einfach in sich hineinhören und schauen, was das Essen mit einem macht.

Erschöpfung - das Problem kennen viele. Was kann man in Sachen Ernährung tun?

Vössing: Grundsätzlich sollte man schauen, dass man vitaminreich isst. Viel Rohkost ist gut. Man sollte sich vor allem auch Zeit nehmen zum Essen, damit der Körper merkt: Aha, jetzt muss ich verdauen. Mein ganz persönlicher Tipp: So wenig Ablenkung beim Essen wie möglich. Erschöpfung entsteht, weil wir permanent beschallt und gefordert werden. Sei es das iPhone oder der Computer. Sich beim Essen Ruhe zu gönnen, um den Körper zu stärken, ist sehr wichtig.

Also nicht nur das Was, sondern auch das Wie ist entscheidend?

Vössing: Total. Wir haben ja überhaupt kein Verständnis mehr für das, was wir tun. Schnell am Arbeitsplatz vor dem PC oder zu Hause vor dem Fernseher zu essen, ist gar nicht gut. Die Aufmerksamkeit liegt dann nämlich ganz woanders und der Körper bekommt dabei gar nicht mit, dass er gerade gefüttert wird. Er weiß dann gar nicht, was er damit machen soll. Es ist sehr wichtig, richtig bewusst zu essen und die Zeit dafür sollte man sich auf jeden Fall nehmen - nicht nur fürs Essen sondern vor allem für uns selbst.

Ihre Rezepte in "Kochen ist die beste Medizin" sind auf Beschwerden abgestimmt - wie schnell merke ich eine Veränderung?

Vössing: Der Körper reagiert sofort. Es kommt natürlich auch etwas auf die Beschwerde an. Bei einem Gichtanfall oder Wechselsjahrs-Beschwerden kann das richtige Essen sofort Linderung herbeiführen. Bei einer lang herbeigeführten Erschöpfung dauert es vielleicht etwas länger, bis die Batterien des Körpers wieder aufgeladen sind. Wir empfehlen eine Sechs-Wochen-Plan, damit man die Umstellung auch ganzheitlich verinnerlicht hat und den Unterschied wirklich spürt.

SpotOnNews

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