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Haarpflege Warum wir besser nicht mit nassen Haaren schlafen sollten

Frau nach dem Duschen im Handtuch: Warum wir besser nicht mit nassen Haaren schlafen sollten
© LIGHTFIELD STUDIOS / Adobe Stock
Vor allem in den Sommermonaten duschen viele Menschen gern abends. Das Problem: Wer keine Lust auf Föhnen hat, muss möglicherweise mit nassen Haaren ins Bett. Und das kann unerwünschte Folgen haben.

Eine alte Binsenweisheit lautet: Wenn wir mit nassen Haaren schlafen gehen, holen wir uns bestimmt eine Erkältung. Das ist allerdings nur halb wahr. Denn ja, mit nassen Haaren ins Bett zu gehen, kann unserer Gesundheit schaden – allerdings nicht unbedingt mit einer Erkältung. Denn die wird in der Regel von Viren ausgelöst und nicht von nassen Haaren.

Darum sollten Sie nicht mit nassen Haaren ins Bett gehen

1. Pilzinfektionen + Co.

Nasse Haare, genauer gesagt: nasse Kopfhaut, in Kombination mit unserem Bett und Kopfkissen bildet einen perfekten Nährboden für Pilze und Bakterien. Die Feuchtigkeit und die Wärme erhöhen das Risiko für Infektionen vor allem mit Pilzen. Eine Studie etwa hat nachgewiesen, wie viele Pilze sich in der Regel in unserem Bett tummeln. Gepaart mit der nassen Kopfhaut können diese Infektionen zu Schuppen, Ekzemen oder anderen Hauterkrankungen führen.

2. Haarbruch

Auch die Haare selbst können darunter leiden. Denn sie sind am empfindlichsten, wenn sie nass sind. So laufen sie die größte Gefahr, Kletten zu bilden, zu verknoten und abzubrechen. Vor allem, wenn wir uns im Schlaf auf dem Kissen drehen und wenden, kann unser Haar Schaden nehmen.

So können Sie das Risiko minimieren, wenn sich nasse Haare im Bett nicht vermeiden lassen

Manchmal geht es nicht anders, weil wir unbedingt abends duschen und unsere Haare waschen müssen. Und weil die Zeit es nicht zulässt, ist Föhnen dann keine Option und wir müssen tatsächlich mit nassen Haaren schlafen gehen. In diesem Fall können wir immerhin ein paar Dinge beachten, um unsere Haare und die Gesundheit nicht allzu stark zu gefährden:

  • Generell gilt: Je trockener die Haare, desto besser. Das heißt, jede Minute, die Sie Ihr Haar (luft-)trocknen können, bevor es in die Federn geht, hilft. Außerdem profitieren die Haare davon, wenn Sie sie vor dem Schlafengehen zumindest entwirren oder sehr vorsichtig durchkämmen. So verkletten die Strähnen weniger.
  • Kokosöl kann das Haar schützen und das Risiko für Haarbruch minimieren. Massieren Sie also am besten nach dem Waschen ein wenig Öl in die Haare. Es legt sich dann wie ein Schutzfilm um die äußere Schuppenschicht und verhindert, dass das Haar zu viel Wasser aufnimmt. Denn das überschüssige Wasser sorgt letztlich dafür, dass unsere Haare im nassen Zustand so empfindlich sind.
  • Ein Conditioner kann eine ähnliche Wirkung erzielen: Die Wirkstoffe schützen ebenfalls die Haare und sorgen dafür, dass sie nicht so leicht abbrechen und weniger Kletten bilden.
  • Beauty-Expert:innen schwören außerdem auf Kissenbezüge aus Seide. Der Naturstoff trocknet Haut und Haare weniger aus als Bezüge aus Baumwolle und Co. Hairstylistin Miko Branch erklärt gegenüber "mindbodygreen", warum besonders unsere Mähne von dem weichen Material profitiert: "Ein Kissenbezug aus Seide oder Satin sorgt dafür, dass das Haar sanft über die Oberfläche gleitet, wenn wir uns im Schlaf drehen. Anders als bei Baumwolle gibt es so viel weniger Reibung, die zu Haarbruch und Co. führen kann." Außerdem helfe Seide, die natürlichen Öle der Haare zu erhalten.

Verwendete Quellen: mindbodygreen.com, healthline.com

mbl Gala

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