Kolumne: Call of Beauty : Ein Gerät, fünf Looks - der Dyson Airwrap im Test

Er soll die Hair-Styling-Innovation des Jahres sein: Der Airwrap von Dyson. Doch hält er wirklich, was er verspricht? Wir machen den Test

Eine Seite ihrer Haare hat Tabea mit dem 30mm-Lockenaufsatz des Airwraps von Dyson gestylt, die anderen einfach nur gekämmt. Der Unterschied ist enorm, das Ergebnis lässt sich sehen.

Kein anderes Beauty-Produkt ist momentan so in aller Munde - und Haare - wie der Airwrap von Dyson. Alle reden über den neuen Wunder-Styler, probieren ihn vor laufender Kamera aus oder versuchen ihn mit PET-Flaschen selber nach zu bauen. Der Hype ist enorm. Und so auch unsere Neugier: Was kann der Airwrap denn nun wirklich? Und wie funktioniert er überhaupt?
Unsere Redakteurin Tabea hat ein Gerät von Dyson zur Verfügung gestellt bekommen und ihn eine Woche lang getestet. Tag für Tag gab es bei ihr eine neue Frisur. Denn so viel kann man schon einmal verraten: Mit dem Styler ist einfach alles möglich.

Der Selbsttest

Als ich die lederne Aufbewahrungsbox zum ersten Mal öffne, mache ich große Augen. "Das sind ja mehr Köpfe und Bürsten als so mancher Friseur hat", denke ich mir und nehme daraufhin alle neun Teile unter die Lupe.
Da hätten wir zum einen das Herzstück des Ganzen, den Airwrap samt patentiertem Spezial-Motor, sowie acht Aufsätze für die unterschiedlichsten Looks. Ob große Locken, viel Volumen, glattes Haar oder aber leichte Wellen - für jeden Frisurenwunsch gibt es das passende Tool.

Der Airwrap von Dyson - der Test kann beginnen

Ohne lange zu zögern greife ich erst einmal zum Föhn. Ich komme gerade aus der Dusche, meine Haare sind nass. Das Timing ist also perfekt, um mich erstmals mit dem Gerät vertraut zumachen. "Beim Haare trocknen kann ich ja nichts falsch machen", überlege ich und bewege den Einschalter nach oben. Nun kann ich mit zwei anderen Reglern auswählen, wie warm und wie stark gepustet werden soll. 

Die Complete Ausstattung: In einem hübschen Koffer steckt der Airwrap mit seinen acht unterschiedlichen Aufsätzen. Redakteurin Tabea hat sonst glattes Haar, jetzt kann sie sich austoben.

Was mir als allererstes auffällt: Der Föhn ist im Gegensatz zu anderen seiner Art ziemlich leise. Und: Der Luftstrom ist relativ breit, sodass nicht nur eine Stelle von der Hitze getroffen wird, sondern sich die Wärme gleichmäßig um mein Haar legt. Es dauert nicht lang, da ist mein Haar nur noch leicht feucht. Höchste Zeit also, zum nächsten Aufsatz zu greifen.

Ich entscheide mich für die weiche Smoothingbürste und kämme damit durch mein Haar. Ich beginne am Ansatz und setze die Bürste leicht schräg an. So versuche ich, etwas Volumen zu kreieren. Bei den Spitzen versuche ich es dann mit einem leichten Twist. Heißt: Ich schlage mein Haar leicht nach innen ein und gehe mit der Bürste in einer Art Bogen dadurch. 

Das Ergebnis lässt sich sehen. Mein Haar sieht sehr geschmeidig aus, zu den Enden hin wölbt es sich leicht nach innen. Generell wirkt es schön voll und liegt nicht einfach platt an meinem Kopf an. Das erste Styling ist fertig. Ohne Probleme. Ohne viel Schnickschnack. Einfacher geht es kaum.

Mit der weichen Smoothing-Bürste gleitet Tabea durch ihr Haar. Die Spitzen föhnt sie leicht nach innen, indem sie den Airwrap in einer Art Bogen bewegt.

Von der Löwenmähne zum Seidenglanz

Am zweiten Tag - mein Haar braucht jetzt definitiv mehr "Bändigung" - greife ich zu der zweiten Bürste, die entwickelt wurde, um widerspenstiges, gröberes Haar in den Griff zu bekommen und ein geschmeidigeres Styling zu kreieren. Die Handhabung gestaltet sich so einfach wie am Vortag. Ich kann nach nur wenigen Minuten mit einer glatten Alltagsfrisur zur Arbeit. Wunderbar!

Ich klappe mein hübsches Lederköfferchen ein drittes Mal auf. Heute möchte ich mich steigern. Die letzten zwei Tage waren zu einfach. Jetzt möchte ich mich wenigstens ein bisschen herausfordern. Statt zur "einfachen" greife ich zur Rundbürste. Ich merke jedoch nach nur wenigen Sekunden, dass ich auch mit diesem Aufsatz sofort klarkomme:
Ich nehme mir eine Haarsträhne kämme an ihr bis zu den Spitzen herunter und beginne anschließend damit, sie Richtung Ansatz einzurollen. Dann halte ich einige Sekunden inne, schalte den Airwrap aus und "befreie" meine neuen leichten Locken. Was ich an diesem Aufsatz besonders liebe: Ich habe direkt mehr Volumen.

Der magische Moment, über den jetzt alle sprechen!

Morgens im Badezimmer: Tabea macht sich zum ersten Mal Locken mit dem Airwrap. Dafür teilt sie ihr Haar in Strähnen auf und arbeitet sich dann langsam vor. Für ihren gesamten Kopf braucht sie etwa 20 Minuten. Davor hat sie sich ein Tutorial angeguckt.

Am Donnerstag folgt der krönende Abschluss. Ich stecke die Lockenaufsätze auf den Airwrap. Was kurz darauf beim Stylen passiert, lässt mich erst einmal verblüfft in den Spiegel starren.
Ich habe mir eine feuchte Strähne ausgesucht und glatt gekämmt. Diese halte ich nun zwischen Daumen und Zeigefinger etwa in Höhe meiner Ohren fest und bewege den Airwrap in Richtung der Spitzen. Jetzt kommt es zu dem Magic Moment. Wie von Zauberhand wickelt sich meine Haarsträhne langsam um den Aufsatz. Ich muss ihn nur noch entlang der Strähne bewegen und schon hat sie sich komplett um ihn gelegt. Jetzt halte ich nur noch etwa 15 Sekunden und schalte - ganz wichtig! - noch einmal die kalte Luft ein. Der sogenannte "Cool Shot" ersetzt nämlich alle weiteren Stylingprodukte und sorgt dafür, dass die Locken anschließend lange halten. 

Mein Ergebnis kann sich sehen lassen: Ich bekomme Strähne für Strähne schöne Locken und langsam den Bogen raus. Die Handhabung wird immer einfacher. Nach einer Weile verstehe ich, wie ich mein Haar wo anfassen und den Lockenstab bewegen muss. Bei meinen ersten Versuchen hilft mir übrigens ein Video von Mrs. Bella, das ich auf YouTube aufrufe.

Mein Lockenkopf ist nach etwa 20 Minuten fertig. Jetzt ist nur noch eine Frage offen: Wie geht das bloß? Der Magic Moment wird ja wohl kaum etwas mit Magie zu tun haben?!
Tatsächlich steckt dahinter keine Hexerei, sondern ein physikalisches Phänomen, nämlich der Coanda-Effekt. Keine Angst, ich werde jetzt nicht zu sehr in Tiefe gehen. Das überlasse ich dann doch lieber den Ingenieuren von Dyson, die sich bereits seit 25 Jahren mit Aerodynamik beschäftigen. Aber ich kann euch schnell verraten, dass die Zauberwörter hier Luftdruck und Hochgeschwindigkeitsluftstrom heißen. Gestylt wird also ausschließlich mit warmer Luft und nicht etwa mit extremer Hitze (wie es ja meist bei anderen Produkten der Fall ist). Das Haar wird folglich schonend in Form gebracht und nicht geschädigt.
Ich bin zwar kein Physik-Pro, aber das finde ich dann doch schon ziemlich spannend!

Weiche Wellen lassen sich mit dem "großen" Lockenaufsatz zaubern. Tabea entscheidet sich dafür, lediglich die Längen und Spitzen mit dem Airwrap zu bearbeiten. Das ist bei langem Haar definitiv einfacher und geht schneller.

Kommen wir zurück zu meiner Frisur am vierten Tag. Meine Löckchen sind ziemlich feine "Kringel" und halten bis ich ins Bett gehe. Da liege ich sie dann leicht platt. Aber das ist ja auch ganz klar!
Die Hilfe am nächsten Morgen: Ich greife zu den Lockenaufsätzen mit größerem Durchmesser. Hiermit soll man weiche Locken kreieren können. Ich frische meine Frisur schnell auf. Naja okay, in Lichtgeschwindigkeit bekomme ich es noch nicht hin. Aber: Ich bin schon etwas geübter als am Vortag. Man muss eben nur etwas Geduld mit sich haben.

Ist der Airwrap wirklich 500 Euro wert?

Meine "Airwrap-Testwoche" ist nun rum. Ich habe alle Aufsätze aus dem Komplettset ausprobiert. Müsste ich mich jetzt für einen Liebling entscheiden, ich würde den großen Lockenaufsatz vom letzten Tag wählen. Es benötigt zwar echt etwas Training, aber wenn man erst einmal zur "Meisterin des Coanda-Effekts" geworden ist, kann man sich wirklich tolle Locken machen. Und das eben ohne Hitzeschäden am Haar zu verursachen.
Das merke ich übrigens schon: Mein Spitzen, die sonst gerne etwas fizzy sind, fühlen sich geschmeidiger an und stehen nicht mehr in alle Richtungen ab. Mein Haar hat einen natürlichen Glanz bekommen und fässt sich generell gesünder an. Außerdem ist es weniger statisch geladen - und das obwohl ich meine geliebten "Blitzschlag-Pullis" trage.

Klar, mit 500 Euro ist das Set kein Schnäppchen. Wenn ich aber überlege, wie viel Technik und Innovation in diesem kleinen Gerät stecken, empfinde ich den Preis für absolut angemessen. Man spart sich ja schließlich auch alle weiteren Gadgets wie Lockenstäbe und Glätteisen. Außerdem habe ich auch das Gefühl, dass ich mir jetzt sogar jegliche Conditioner sparen kann. Samtig fühlt sich mein Haar nämlich auch so schon an. 

verlockend schön

Locken-Frisuren: Die schönsten Looks

Ciao Bella! Michelle Hunziker erfreut ihre Instagram-Follower mit diesem verführerischen Glamour-Locken-Selfie.
Traumfrau mit Traumlocken: Topmodel Shanina Shaik macht mit diesem Foto ihrer perfekten Lockenpracht ihre Instagram-Fans neidisch. 
Ganz prächtig finden wir diesen Locken-Look von Cathy Hummels. Die freut sich auf ihrem Instagram-Profil auch über ihren frischen Beach Waves-
Nicht nur Chrissy Teigen selbst verbreitet bei der Signierstunde ihres Buches gute Laune, sondern auch ihre schwungvollen, großen Locken.

74

Themen

Mehr zum Thema

Star-News der Woche