VG-Wort Pixel

Volles Haar Mit Mikro-Pigmentierung gegen lichte Stellen

Ob Jude Law und Prinz Harry eine Mikro-Pigmentierung ins Auge fassen?
Ob Jude Law und Prinz Harry eine Mikro-Pigmentierung ins Auge fassen?
© Reuters / Getty Images
Neues Haar in Hülle und ­Fülle ­verspricht die Mikro-­Pigmentierung. Aber können Tattoo-Punkte lichte Stellen ­wirklich ­unauffällig schließen?

Wunsch nach vollem Haar

Jeder Junge ist irgendwann mal neidisch auf Ken, diesen tollen Typen an der ­Seite von Superfrau Barbie. Spä­testens mit dem Ende der Pubertät wird aber nur noch gespöttelt über den hyperperfekten Schönling. Wobei … Wenn man seinen ­Wuschel-Schopf ­betrachtet, da kann auch bei einem ganzen Kerl ein Hauch von Haben-Wollen aufkommen.

Die Methode

Völlig verständlich: Auch Männer wünschen sich volles Haar, dicht statt licht. Gemein, wenn irgendwann erste ­Lücken sichtbar ­werden, bei ­Frisur, Koteletten oder Bart. Ist der Ausfall nicht mehr zu ver­tuschen und dazu noch erblich bedingt, hilft meist nur noch eine klassische Haar­trans­­plan­tation, um Ge­heim­rats­ecken à la Jude Law auf­zufüllen. Ken hat es einfacher. Ein paar Farb­striche mit dem Filzer und sein Haar ist wieder da. Die gute Nachricht: So ähnlich funktioniert das mittlerweile auch bei ­echten Menschen. Hier spricht man von der Mikro-Pigmentierung.

So geht’s:

Nachwachsede Follikel werden nicht eingepflanzt, sondern lediglich optisch imitiert. Eine Täto­wierung mit sehr ­vielen ­kleinen Punkten also. Zwar wächst auf diese Weise kein einziges Haar nach. Dafür sieht der Schopf oder die Barttracht im Idealfall jedoch wieder so schön aus wie gemalt. Und man hat das Treatment deutlich schneller über­stan­den als eine Transplantation. Außerdem schmerzt es ­weniger. Auch Narben können weg­geschum­melt werden. Kurzhaarschnitte sind die beste Voraus­setzung für eine Mikro-Pigmentierung, denn da lässt sich eine Frisur am einfachsten nachahmen. Ist das lichte Haar länger, schimmern nach der ­Behandlung die pigmentierten Stellen schneller mal durch.

Aber Achtung: Diese Tattoos halten in der Regel drei bis fünf Jahre, je nach Hauttyp und Sonneneinstrahlung. Das ist Fluch und Segen zugleich. Man sollte sich vorab sehr gut über­legen, welche ­Stellen nachgearbeitet werden. Auf den Bart- oder Koteletten-Style, auf Haarschnitt oder tätowierte Haarlinie ist man dann nämlich lange festgelegt. Einmal gesetzte Farbpunkte können nur durch eine weitere Pigmen­tierung verändert werden.

Vor der ersten Behandlung bestimmt der Experte durch einen Farbtest, welche Nuancen am besten zu Haut und Haar passen. Tätowiert wird in mehreren Sitzungen. Zunächst werden meist die dunkleren Töne gesetzt, nach und nach hellere ergänzt. All das, damit das Ergebnis möglichst natürlich erscheint. Mann will ja nachher nicht aussehen wie ein gelackter Ken.

Zahlen und Fakten:

Für eine Behandlung ­wendet man sich an Ärzte oder wahlweise an Fachkräfte in spezia­lisierten Kos­metik­salons. Beratung ist wichtig, denn es stehen mehrere Techniken und Tools zur Auswahl. Generell gilt: Die Farb­pigmente ­werden 0,6 bis 1,2 Millimeter tief in die oberste Schicht der Kopfhaut ein­gebracht. Die Behandlung zieht sich über mehrere Stunden und Sitzungen. Je nach Größe der Fläche liegen die Kosten bei 500 bis 5.000 Euro.

Bettina Hetzenecker Gala


Mehr zum Thema


Gala entdecken