VIP-Diät: Judith Kriener testet die Ursula-Karven-Diät

"Fitter, entspannter und zwei, drei Kilo weniger - genau das wär's"

Mach dich leicht

Zehn Wochen lang geht das "Mach-dich-leicht"- Programm von . Es basiert auf Yoga, Mentaltraining und gesunder Ernährung wie Green Smoothies und der Eiweißbombe Quinoa. GALABeauty-Redakteurin arbeitet sich dafür durch 30 Yoga-Videos, sechs Stunden Meditationen und 60 Iss-dich-schlank-Rezepte. Man soll dabei aber abschalten und entspannen können!

Nach Woche 10 heißt es für mich "Geschafft!"

In den zehn Wochen "Mach dich leicht" habe ich insgesamt 30 verschiedene Yoga-Videos nachgeturnt, etwa 20 Smoothie-Varianten gemixt und hatte dabei eine Menge Spaß. Mein Wunsch war es, fitter und drei Kilo leichter zu werden. Das hat hundertprozentig geklappt. Auch weil ich seit Beginn des Programms ganz viel Lust auf Bewegung habe, ständig mit dem Rad unterwegs bin und häufiger als sonst morgens in die Laufschuhe schlüpfe. Mehr Entspannung war ein weiteres Ziel, auch das hat hingehauen. Und das, obwohl ich die Meditations-Sessions nach der Hälfte der Zeit an den Nagel gehängt habe. Die Videos dazu fand ich okay, richtig abzuschalten, ist mir dabei nicht gelungen. Vom Yoga konnte ich dagegen nicht genug bekommen: Mindestens drei Mal die Woche 15 Minuten war die Ansage, ich habe während der 10 Wochen fast jeden Tag eine Session eingelegt. Die Videos sind abwechslungsreich und selbst für Anfänger wie mich nachzuvollziehen, da Ursula Karven wirklich gut erklärt. Ein weiterer Pluspunkt: Sie kommt sehr sympathisch rüber. Auch das motiviert.

Unter den 60 "Mach dich leicht"-Rezepten habe ich einige entdeckt, die ich auch weiterhin gerne nachkochen werde. Ab Woche 4 des Programms habe ich aber nicht jeden Tag, sondern nur zwei, drei Mal die Woche abends danach gekocht, insgesamt aber auf weniger Kohlenhydrate und mehr Gemüse gesetzt. Beim Frühstück war ich Ursula Karvens Konzept fast jeden Tag treu, denn die Rezepte für Smoothies, Omelett, Müsli und Porridge sind einfach sensationell.

Fazit: Das volle "Mach dich leicht"-Programm habe ich nicht durchgezogen, sondern mir nach und nach meine "Mach dich leicht"-Rosinen rausgepickt. Die sind dafür jetzt bereits so fest in meinem Alltag verankert, dass ich auch nach den zehn Wochen auf keinen Fall mehr darauf verzichten möchte.

Woche neun: Namaste auf italienisch

Kaum zu glauben, meine vorletzte "Mach dich leicht"-Woche hat bereits begonnen. Zufälligerweise endet das Programm genau dann, wenn ich mich in meinen Toskana-Urlaub verabschiede. Das ist einerseits großartig, denn unter gar keinen Umständen werde ich auf Gelage mit Pasta, Fenchelsalami und Chianti verzichten. Andererseits: Wie komme ich inmitten von Zypressenhainen an meine Smoothies? In unserem toskanischen Traumhaus befindet sich zwar eine ausgezeichnet ausgestattete Küche – nur eben kein geeigneter Standmixer. Jetzt bitte nicht lachen (das hat meine Reisebegleitung schon zur Genüge getan): Ich habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, meinen Mixer im Gepäck zu verstauen. Auf meine heiß geliebte Frühstücksroutine möchte ich im Urlaub nämlich ebenso ungern verzichten, wie auf die regionalen Spezialitäten. Dass der Smoothie-Maker allerdings nicht nur wahnsinnig sperrig, sondern auch irre schwer ist, versteht sich von selbst. Da werde ich wohl noch eine gewichtige Entscheidung treffen müssen. Was meine weitere Planung dagegen erleichtert: Ich habe soeben festgestellt, dass ich nicht nur zehn, sondern insgesamt 24 Wochen Zugriff auf die "Mach dich leicht"-Online-Videos habe. Das heißt, ich kann auch noch während meiner Reise ganz entspannt die Yoga- und Meditations-Sessions streamen.

Mehr Power durch Fifty Shades of Grey

Ich habe jetzt einen Trainingspartner, es ist – tadaa – mein neues Rad! Mit dem geht’s jeden Tag zur Arbeit (insgesamt immerhin knapp 13 Kilometer). Auch sonst lege ich fast alle Wege, für die ich sonst die Bahn nehme damit zurück. Irgendwo muss die Energie ja hin, die mir meine frischen Power-Drinks einflößen. Meine Küche ist nämlich mittlerweile zum reinsten Versuchslabor für neue Smoothie-Mixturen geworden. Meine jüngste Kreation ähnelt farblich dabei erstaunlicherweise meinem Fahrrad – dessen Ton der Hersteller als Delfin-Grau (!) bezeichnet.

Rein optisch kann mein Rad definitiv mehr überzeugen. Doch der Drink ist einfach köstlich: Etwa 40 g Blaubeeren, 40 g Spinat, zwei Stängel Koriander, eine kleine Banane und eine Messerspitze Zimt mixe ich dafür mit 200 ml Wasser. Auf der „Mach dich leicht“-Facebook-Seite postet Ursula Karven übrigens auch immer wieder neue Smoothie-Rezepte. Den mit Kiwi, Himbeeren und Minze probiere ich morgen gleich mal aus. Das könnte eine schöne Abwechslung zu meinen Fifty Shades of Grey sein. Er nennt sich "Pinkes Power Märchen" …

Was kostet der Spaß?

Immer wieder werde ich gefragt, ob es nicht eigentlich ziemlich teuer sei, bei einem Programm wie „Mach dich leicht“ mitzumachen. Allein die ganzen exotischen Zutaten, die man anschaffen müsse … Und dann noch möglichst alles in Bio-Qualität … Dazu fällt mir nur ein: Es hat genau die richtige in der GALA-Redaktion getroffen. Ich kaufe ohnehin fast ausschließlich im Bio-Supermarkt bei mir um die Ecke ein und Quinoa, Kreuzkümmel, Koriander & Co. hatten auch vorher schon einen festen Platz in meiner Küche. Die einzige Zutat, die Ursula Karven neu in mein Leben gebracht hat – wofür ich ihr für immer zu Dank verpflichtet sein werde – ist Mandelmus. Zugegeben ein Glas davon kostet im Lebensmittelgeschäft meines Vertrauens 9 Euro. Aber, glauben Sie mir, diese Investition macht glücklich!

Nur ein einziges Mal habe ich beim Einkaufen bisher kurz gezuckt. Das war beim Matcha-Tee. Stolze 13 Euro für 30 Gramm! In den Wagen gepackt habe ich ihn trotzdem. Und er gibt meinen Detox-Smoothies ein spezielles, aber wirklich tolles Aroma.

Auf dem Kassenbon kann ich insgesamt also keinen großen Unterschied zum Einkaufen vor „Mach dich leicht“ feststellen. Und auch sonst sind die Ausgaben überschaubar. Die Teilnahme am 10-wöchigen Online-Programm selbst kostet 79 Euro. Außerdem musste mir einen Standmixer zum Zubereiten der Smoothies anschaffen. Kauftipp von Ursula Karven: Das Gefäß sollte möglichst aus Glas sein und der Mixer mindestens 800 Watt haben. Ein entsprechendes Gerät habe ich für ca. 75 Euro gefunden. Was braucht man sonst noch? Ach ja, eine Yoga-Matte (die hatte ich schon) und eine Personenwaage. Die habe ich mir von einer Freundin geliehen. Und ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass sie die in den nächsten sechs Wochen schmerzlich vermissen wird.

Die dritte Woche: Grüner Smoothie trifft Butterbrezel

Die Woche ist fast geschafft und ich muss gestehen: Die kleinen Schummeleien beim Essen nehmen zu. Klar, ich könnte behaupten, dass das an den vielen beruflichen Lunchterminen liegt, die ich derzeit habe. Das wäre aber nur die halbe Wahrheit. Nehmen wir den gestrigen Tag als Beispiel. Bei meinem Termin in München wurden morgens tatsächlich Chia-Samen in Kokosmilch (lecker!) und grüne Smoothies serviert. Auch an dem leichten Mittagessen mit Bulgur-Salat hätte Ursula Karven sicher ihre Freude gehabt. Doch kaum am Flughafen angekommen steuere ich nicht direkt auf mein Gate, sondern den Stand mit den Butterbrezeln zu. Gewohnheitsfalle? Ja, sicher. Für mich aber auch eine schöne Tradition, die ich mir gern erhalten möchte. Mir geht es nicht darum, mir in kurzer Zeit möglichst viele Kilos runterzuhungern (momentan schwankt die Waage je nach Häufigkeit der Butterbrezel-Breaks zwischen einem und zwei verlorenen Kilos). Ich will mich langfristig gesünder und bewusster ernähren und durch Yoga und Meditation körperlich und mental fitter werden. Und da sich bislang die meisten der „Mach dich leicht“-Programmpunkte gut in meinen Alltag haben integrieren lassen, und ich trotzdem nicht das Gefühl habe mir ständig etwas verkneifen zu müssen, fühlt sich das alles erstaunlich leicht an. Beste Aussichten also für die bevorstehenden sieben Wochen. Und die Zeit danach.

Strand statt Herd: am Ende von Woche Zwei

Ich könnte dafür wetten, dass ich gegen Ende dieser Woche nicht die einzige meiner Test-Kolleginnen bin, die schwächelt. Das Wetter ist einfach zu schön, um sich zu Hause den Rezepten zu widmen. Statt an den Herd, geht’s für mich nach der Arbeit lieber direkt an den Elbstrand. Und da serviert man mir keine Weißkohlpfanne mit Soja-Hack, dafür aber die besten Fischbrötchen der Stadt. Doch das heißt nicht, dass ich mir gerade komplett hitzefrei vom "Mach dich leicht"-Programm nehme.

Morgens versuche ich weiter bei Ursulas Yoga-Sessions mitzuhalten. Das gelingt nicht auf Anhieb bei allen Übungen und ich habe das Gefühl, dass sich totale Yoga-Neulinge wie ich die Videos dieser Woche besser einmal in Gänze anschauen sollten, bevor sie dann selbst loslegen. Dazu fehlt mir aber die Zeit. Doch selbst wenn es auf der Matte bei einigen Übungen noch hapert, bei anderen spüre ich deutliche Fortschritte. Und: Ich habe derzeit so viel Lust auf Sport, wie schon lange nicht mehr. Nach dem Aufstehen 15 Minuten Yoga, dann eine gute halbe Stunde Joggen, Duschen, Frühstücken und dann ab aufs Rad zur Arbeit. Das habe ich diese Woche zwei Mal geschafft und mich danach blendend gefühlt. Klar, dass auch das tolle Wetter eine Rolle dabei spielte. Apropos, ich muss jetzt dringend los. Wohin? Na an die Elbe natürlich …!

Der Schummeltag

"Höre nie auf anzufangen, fange nie an aufzuhören" - Mit diesem Zitat läutet Ursula Karven meine zweite "Mach dich leicht"-Woche ein. Ich denke zwar ganz und gar nicht ans Aufhören, genehmige mir aber dennoch meinen ersten Schummeltag. Der ist im Programm auch explizit vorgesehen: "Einen Tag die Woche darfst du beim Essen schummeln und alles essen, wozu du Lust hast. Das regt deinen Stoffwechsel an. Hierzu bieten sich der Samstag oder auch der Sonntag an." Klar, dass mein Stoffwechsel am Wochenende entsprechend auf Unterstützung von Pasta, Kaffee und Weinschorle zählen konnte! Ansonsten habe ich die Woche über gut durchgehalten, mich aber nicht sklavisch an den Plan gehalten. Morgens hatte ich jeweils einen der zehn verschiedenen Smoothies. Favorit der Woche: "der Sattmacher" mit Rucola, Gurke, Banane, Rosenkohl und Petersilie. Auch abends wurde nach Rezept gekocht. Highlight der Woche dort: das Lachsfilet mit Spinat-Sprossensalat. Zum Lunch allerdings gab’s nichts Selbstgemachtes, sondern Salat in der Kantine. Mein Mittagessen am Abend vorher oder morgens zu Hause zuzubereiten und dann mitzunehmen, habe ich bislang zeitlich noch nicht hinbekommen. Das würde ich in den nächsten Tagen gerne ausprobieren.

Her mit den Kohlrabiblättern

In dieser Woche sind Koch-Videos neu hinzugekommen, für die sich Ursula Karven die Ernährungsexperten ins Studio holt, die das "Mach dich leicht"-Konzept mit ihr entwickelt haben und die beim Kochen interessante Zusatz-Infos zu den Lebensmitteln liefern. Zum Beispiel, dass die meisten Vitamine bei der Kohlrabi nicht der Knolle, sondern in den Blättern stecken, u. a. doppelt so viel Vitamin C.

Die drei neuen Yoga-Videos der Woche sind bereits etwas anspruchsvoller, ich merke, dass ich eher an meine Grenzen stoße, aber das finde ich motivierend. An der ein oder anderen Stelle hänge ich allerdings auf der Matte und muss mir den Kopf verrenken um den genauen Ablauf der Asana bei meiner Vorturnerin am Monitor abgucken zu können. Da könnten die Anweisungen etwas konkreter sein. Und bei meinem Schwachpunkt der Meditation habe ich mich noch nicht merklich verbessert, noch immer schwirren meine Gedanken nach kurzer Zeit ab – zum Beispiel zu den 27 neuen "Mach dich fit"-Grillrezepten, die ich zusätzlich bekommen habe …

Die ersten Tage sind geschafft

Morgens komme ich noch ganz schön ins Schwitzen. Statt wie sonst schnell ein belegtes Brötchen aus der Kantine mit an den Schreibtisch zu nehmen, röste ich jetzt vor der Arbeit Nüsse für mein Ayurveda Müsli und wiege Blattwerk für die grünen Smoothies ab. Da habe ich die erste Yoga-Einheit mit Ursula Karven am Bildschirm bereits hinter mir. Die Ruhe, die sie ausstrahlt, kann ich nach dem Morgenprogramm in meinem Gesicht allerdings noch nicht entdecken. Aber ein kleines kämpferisches Lächeln. Das "Macht dich leicht"-Programm fordert mich heraus und das tut mir gut – das merke ich jetzt schon. Die Belegte-Brötchen-Routine ist bereits Geschichte. Und mein ewig aufgeschobenes Vorhaben täglich Dehnübungen zu machen, endlich in die Tat umgesetzt. Dafür sorgen die 15-minütigen Yoga-Einheiten, die auch ein Anfänger wie ich bestens bewältigen kann. Den Baum jedenfalls habe ich heute Morgen perfekt gestanden. Nur mit dem Meditations-Part tue ich mich derzeit noch schwer. Da schweifen meine Gedanken sehr schnell ab. Aber dieser Herausforderung stelle ich mich in den nächsten Wochen gern. Auch, weil ich danach mit etwas Leckerem belohnt werde: Ob Waldorf-Salat, Wok Gemüse oder Kräuter-Omelett mit Ziegenfrischkäse, bislang fand ich alle Rezepte unkompliziert und richtig gut. Und mit gutem Essen kriegt man mich immer.

Themen

Mehr zum Thema

Star-News der Woche