Veränderungen auf der Haut Wie beeinflussen Hormone die Haut?


Heute gibt es für Sie eine kleine Lehrstunde in puncto Haut und wie Ihre Hormone Ihren Teint beeinflussen

Hormone sind ein großer Teil unseres Lebens, verändern permanent die Art, wie wir uns fühlen und ändern sich auch, wenn wir altern. Alle Frauen sind sich darüber bewusst, dass Hormone uns auch während unserer Periode beeinflussen - aber wissen wir wirklich, welchen Einfluss sie auf unsere Haut haben?

Was sind Hormone?

Lassen Sie uns die wissenschaftlichen Grundinfos zuerst abhandeln: Hormone sind chemische Botenstoffe, die gewisse Zellen im Körper auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Die Haut beinhaltet eine Reihe an Rezeptoren für unterschiedliche Hormon-Typen: östrogene und androgenetische Hormone sind zwei davon.

Wie beeinträchtigen mich Hormone?

Unterschiedliche Hormone haben auch einen unterschiedlichen Einfluss auf die Haut. Östrogen ist für den Zellaustausch verantwortlich und reduziert die Aktivität der Talgdrüsen, die Öl produzieren. Weil dies ein weibliches Hormon ist (obwohl auch Männer ein paar davon haben), kann man den Effekt bei Östrogen stärker bei Frauen wahrnehmen: Normalerweise haben sie feinere Poren als die Herren der Schöpfung und einen trockeneren Teint. Östrogen stimuliert außerdem die Produktion von Hyaluronsäure, was der Haut erlaubt, die Feuchtigkeit zu speichern, und verleiht ihr eine geschmeidige Beschaffenheit, die man mit weiblichen Gesichtern in Verbindung bringt.

Männer haben ein weitaus höheres Level von androgenetischen Hormonen als Frauen. Sie steigern die Häufigkeit des Zellaustauschs und die Größe der Talgdrüsen und erhöhen die Kollagen-Produktion. Männer haben allgemein größere Poren und ihre Haut wird auch nicht so weich wie die von Damen.

Wann treten Hormon-Veränderungen auf?

Hormone beeinträchtigen Ihre Haut über die Jahre auf vielerlei Weisen. Wenn Sie als Teenager inmitten der Pubertät stecken, wird Ihr Körper plötzlich von der Produktion der Sex-Hormone Östrogen und Androgen überrollt. Das kann sich verheerend auf Ihre Haut auswirken, sodass sie ölig sein kann oder Sie an Akne leiden. Östrogen und Androgen gipfeln kurz vor dem Eisprung, aber bei jungen Frauen, bei denen die Periode oft unregelmäßig auftritt, passiert dies nicht immer zur rechten Zeit. Daraus resultiert eine hormonelle Ungleichheit, die für größere Poren und ölige Haut sorgt - eine wunderbare Brutstätte für Bakterien, die wiederum an Akne Schuld sind.

Von Ihren 20ern bis zu Ihren frühen 40ern sollten sich die Dinge beruhigen, da Sie Ihre Periode regelmäßiger bekommen. Sie bemerken immer noch ein paar Veränderungen um die Zeit herum, wenn Sie Ihre Menstruation haben, aber diese sollte vorhersehbarer sein. Kurz nach Ihrer Periode sterben die Hormone etwas ab, was bedeutet, dass Ihre Haut nicht so geschmeidig wie normalerweise ist. Wenn der nächste Zyklus beginnt, erholt sich Ihre Haut aber wieder.

In Ihren späten 30ern und 40ern wird die Haut immer trockener. Der Höhepunkt Ihres Östrogen-Levels liegt bei 25 und danach beginnt er ganz langsam zu sinken. Die Haut beginnt, ihre Elastizität zu verlieren und die Zeichen der Sonnenbestrahlung und des Alters zeigen sich schneller. In ihren späten 40ern befinden sich Frauen in ihrer Perimenopause und die Veränderungen im hormonellen Zyklus könnte dafür sorgen, dass sie an Akne leiden.

Ab Ihren 50ern und weiter befinden sich Frauen in ihren Wechseljahren. Hormone werden immer noch produziert, jedoch ist das Level dabei viel tiefer als noch zuvor. Im Durchschnitt gibt es zwischen 50 und 60 Jahren ein Abnahme von 30 Prozent in puncto Kollagen, was die Hautelastizität drastisch beeinflusst. Die Menopause könnte auch für Akne und Rosazea [fleckenförmige, teils schuppende Rötungen, aber auch Schwellungen der Gesichtshaut] sorgen.

Wenn Sie an Ihrem Teint unerwartete Veränderungen erkennen, könnte es ein hormonelles Problem sein. Doch es schadet nie, Ihren Arzt zu Rate zu ziehen.

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