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Tattoo-Pflege So bleibt Ihre Tätowierung lange schön

Tattoo-Pflege
© Shutterstock
Sie haben sich ein neues Tattoo stechen lassen und möchten wissen, wie Sie Ihre Haut danach am besten pflegen? Hier erfahren Sie alles über die richtige Tattoo-Pflege, damit Ihre neue Tätowierung möglichst lange schön bleibt.

Die richtige Tattoo-Pflege ist das A und O, nachdem man sich beim Tätowierer ein neues Bildchen stechen lassen hat. Denn je besser Sie die tätowierte Haut pflegen, desto eher klappt es mit dem Abheilen und desto länger bleibt die Tätowierung in Form und Farbe perfekt. 

Tattoo-Pflege: Wie pflege ich die Tätowierung direkt nach dem Stechen?

Meistens bekommen Sie im Tattoo-Studio Hinweise darauf, wie Sie Ihr Tattoo in den Tagen direkt nach dem Stechen behandeln und versorgen sollten. Normalerweise wird Ihre frische Tätowierung desinfiziert und eingecremt sowie mit einer Folie überzogen. Diese sollte ca. drei Stunden auf der Haut bleiben. Aber erkundigen Sie sich lieber noch mal bei Ihrem Tätowierer, denn es gibt mittlerweile spezielle Folien und Pflaster, die unterschiedlich gehandhabt werden.

Folie entfernen

Wenn Sie die Folie entfernen, wundern Sie sich nicht: Es handelt sich bei dem Tattoo erst einmal um eine Art Schürfwunde, die abheilen muss. Hierbei entwickelt sich Wundflüssigkeit, die Stelle nässt also. Oftmals blutet sie auch noch ein wenig nach. Wie bei anderen Wunden können sich auch hier schnell Infektionen entwickeln. Daher ist es wichtig, gerade in den ersten Tagen auf absolute Hygiene bei der Tattoo-Pflege zu achten. Waschen Sie sich gründlich die Hände und desinfizieren Sie sie, bevor Sie das Tattoo berühren.

Wunde versorgen

Wundwasser und Blut können Sie mit lauwarmem Wasser vorsichtig abwaschen und die tätowierte Stelle trocken tupfen (nicht reiben!). Anschließend sollten Sie das Tattoo eincremen. Hierfür eignet sich beispielsweise eine Panthenolsalbe (zinkfrei!). Es gibt für diesen Zweck sogar spezielle Tattoo-Cremes. Damit die tätowierte Haut nicht austrocknet und juckt, sollten Sie sie am besten fünfmal täglich mit der Pflege-Creme einreiben.

Wundschorf

Sie kennen es sicherlich von Schürfwunden: Nach einiger Zeit bildet sich fester Wundschorf auf der Stelle. Hier sollten Sie geduldig sein und unbedingt abwarten, bis dieser von allein abfällt. Wenn Sie daran kratzen, ihn abpulen oder abreiben, kann es nicht nur schneller zu einer Entzündung kommen, Sie gefährden damit auch die Schönheit Ihrer Tätowierung.

Die ersten Nächte

In den ersten Nächten können Sie das Tattoo weiterhin mit Frischhaltefolie oder einem speziellen Pflaster abdecken, damit es geschützt ist. Zuvor sollten Sie es mit der Creme einreiben. Morgens das Tattoo wieder, wie oben beschrieben, waschen und eincremen.

Zur Übersicht die Do's and Dont's für die Tattoo-Pflege nach dem Stechen:

  • Möglichst keine enge Kleidung tragen, sodass nichts am Tattoo reibt und die wunde Stelle atmen kann.
  • Finger weg und nicht kratzen, auch wenn die Haut juckt! Ansonsten kann es zu Narbenbildung kommen und der neue Körperschmuck an Form und Farbe verlieren. 
  • Nachts das Tattoo lieber abdecken (Folie oder Pflaster), damit es nicht an der Bettdecke reibt oder sogar daran haften bleibt. 
  • Die frisch tätowierte Stelle ist besonders sonnenempfindlich. Daher am besten vor direkter Sonneneinstrahlung schützen und mit Lichtschutzfaktor eincremen. Denken Sie daran: Zu viel UV-Licht kann auf Dauer die Farben des Tattoos verblassen lassen.
  • In den ersten Tagen auf Sport verzichten, damit die wunde Haut nicht zusätzlich schwitzt.
  • Die ersten drei Wochen auf Solarium, Sauna und Schwimmbad verzichten.
  • Langes heißes Duschen oder baden in den ersten Tagen vermeiden.

Das Tattoo sollte möglichst immer mit Folie abgedeckt werden, wenn ...

  • Sie enge Kleidung tragen
  • Sie unterwegs sind und nicht zuhause
  • Sie schlafen
  • Sie viel in Kontakt mit anderen Menschen sind

Tattoo-Pflege: Wie pflege ich die Tätowierung langfristig?

Tattoo vor der Sonne schützen

Es ist wichtig zu wissen, dass die Haut auch Jahre nach der Tätowierung empfindlich insbesondere gegenüber UV-Strahlung bleibt. Die Gefahr sind Sonnenbrand und der Verlust von Farbpigmenten. Wenn Letzteres passiert, sieht das Tattoo nach und nach unschöner aus, da es an Konturen verlieren und verblassen kann. Natürlich könnte man das Bild dann nachstechen lassen, schlauer (und günstiger) ist es jedoch, die Haut von Anfang an ausreichend vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen, damit es schön bleibt.

Ein möglichst hoher Sonnenschutzfaktor sollte also Teil Ihrer regelmäßigen Tattoo-Pflege sein. Hierfür gibt es mittlerweile sogar spezielle Tattoo-Sonnencremes. Eine herkömmliche Sonnencreme ist allerdings völlig ausreichend.

Feuchtigkeit für die Tattoo-Haut

Weiter sollten Sie bei der Tattoo-Pflege auf eine gute Feuchtigkeitsversorgung der Haut achten. Regelmäßiges eincremen ist absolute Pflicht, besonders an Stellen, die schnell austrocknen, wie Ellenbogen, Knie, Hände oder Füße. Auch für die Feuchtigkeitspflege von Tattoos gibt es spezielle Produkte. Meist sind diese jedoch nicht unbedingt besser als herkömmliche Bodylotions oder Bodymilks.

So pflegt man trockene Haut.

Tattoo-Pflege selber machen

Die Tattoo-Pflege lässt sich sogar ganz einfach selber machen. Hierfür braucht man lediglich zwei Zutaten:

  • Kokosöl
  • Kakaobutter (beides im Biomarkt erhältlich)

Die beiden Zutaten im Verhältnis 1:1 erwärmen (im Wasserbad oder auf der Heizung) und mischen. Dann portionsweise in kleine Eiswürfelbehälter füllen und in den Kühlschrank stellen. Hier wird die Masse fest. Danach kann Sie umgefüllt werden und entweder weiter im Kühlschrank oder auch im Bad aufbewahrt werden.

Zur Anwendung: Regelmäßig einen der Würfel langsam über die Haut gleiten lassen. Durch die Körperwärme schmilzt die feste Masse wieder leicht und spendet der Haut Feuchtigkeit.

Kleiner Tipp: Auch pures Kokosnussöl eignet sich gut für die tägliche Tattoo-Pflege. Es ist natürlich und kommt - sofern man auf Bioqualität achtet - ohne schädliche Zusatzstoffe aus.


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