Stefanie Giesinger über Beauty und Berühmtheit: "Ich finde es schrecklich, dass alle gleich aussehen"

Einst gewann sie "Germany's Next Topmodel", heute ist Stefanie Giesinger eines der gefragtesten deutschen Models, Unternehmensgründerin und Instagramstar. Wir trafen die sympathische Brünette im Rahmen der Berlinale zum Beauty-Talk.

Stefanie Giesinger bei der Eröffnung der "Room 311"-Bar von L'Oréal Paris in Berlin

Berlinale, das bedeutet Blitzlichtgewitter, internationale Megastars und Filmkunst auf allerhöchstem Niveau. Wir trafen Topmodel und Social-Media-Star Stefanie Giesinger, die seit Jahren als Ambassador von L'Oréal Paris tätig ist, im Rahmen des glamourösen Filmfestivals in der deutschen Hauptstadt.

Im Interview mit unseren Kollegen vom Heft haben Sie gesagt, dass Ihr Freund Marcus Butler stilvoller sei als Sie selbst. Dass überrascht uns, schließlich gelten Sie als eine der wichtigsten deutschen Stilikonen.

Service

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©Gala

Ich sage ihm sehr oft, dass er sich gut anziehen kann. Da ist er auch stolz drauf. Nicht viele Männer interessieren sich für Mode, ich finde es toll, dass mein Freund in diesem Metier so durchstartet.

Tragen Sie an freien Tagen überhaupt Make-up?

Das kommt drauf an. Wenn wir den Tag in Jogginghose - oder noch besser: Bademantel - auf der Couch verbringen, dann nicht. Aber ich genieße es auch sehr, mich privat 30, 40 Minuten für ein schönes Abendessen zurecht zu machen.

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Welchen Beauty-Trend würden Sie niemals mitmachen, egal wie angesagt er ist?

Wenn Schönheitsoperationen auch dazuzählen, dann das. Jeder sollte für sich selbst entscheiden, aber ich finde es schon etwas furchteinflößend, dass sich momentan selbst ganz junge Mädchen die Lippen aufspritzen lassen. Die Vorbilder, die diese Trends setzen, sind omnipräsent - aber am Ende sehen alle gleich aus. Das möchte ich nicht mitmachen. Dann habe ich lieber schmale Lippen, eine große Nase, bin aber ich selbst.

Momentan scheint es, als müssten sich Models ganz klar und deutlich positionieren und einem bestimmten Typ entsprechen. Curvy, ausgefallen - es fühlt sich komisch an, wie wichtig diese Kategorien geworden sind.

GALA-Redakteurin Kathrin mit Stefanie Giesinger in Berlin

Als Botschafterin von L’Oréal Paris werden Sie für Ihre Schönheit gleichermaßen gefeiert und beneidet. Worauf sind Sie, abseits davon, besonders stolz?

Dass ich empathisch bin und mich sehr gut in Menschen hineinfühlen kann. Ich mag an mir, dass ich - egal wie es mir geht, selbst an schlechten Tagen - freundlich zu Menschen bin. Positiv und freundlich zu sein ist mir extrem wichtig. Ich möchte, dass sich alle Menschen zu jeder Zeit in meiner Gegenwart wohlfühlen.

Vor den Augen der Öffentlichkeit sind Sie vom GNTM-Teenager zur Frau gereift, die auch schwierige Themen (Leistungsdruck, Krankheit etc.) anspricht. Was steht noch auf Ihrer Agenda, was beschäftigt Sie?

Das ändert sich häufig, aber mentale und körperliche Gesundheit zählen auf jeden Fall dazu. Ich möchte mich für mehr Realität in den sozialen Medien einsetzen und gegen einen falschen Perfektionismus. Wenn ich durch meinen Feed scrolle denke ich immer "Das sieht alles wieder so super und so perfekt aus", dabei kann es gar nicht jeden Tag so sein. Ich wünschte, die Menschen würden mehr zu ihren Schwächen stehen. Denn das Problem von Instagram ist ja, dass man sich mit dem, was man sieht, vergleicht. Und dann unter Umständen schlecht fühlt.

Stefanie Giesinger: Dieses Leben hätte sie sich nicht erträumt

Wenn man Sie mit 16 gefragt hätte, wo Sie sich mit Anfang 20 sehen, was wäre Ihre Antwort gewesen?

Damals hätte ich bestimmt gesagt: "Ich möchte gerne einmal nach Amerika reisen". Ich bin heute schon so viel weiter als ich es mir jemals hätte vorstellen können. Dieses Leben, das ich heute führe, war für mich so fern. Ich kann mich gar nicht mehr in meine 15-jährige Steffi hineinfühlen, das war ein ganz anderer Mensch. 

Berlinale 2020

Die Tops und Flops vom roten Teppich

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Klassisch-elegant in einem weißen Hosenanzug: Iris Berben.
Cate Blanchett bringt mit einem Print-Kleid Tropen-Feeling auf den Red Carpet.
Dunkle Eleganz bei Salma Hayek und Xavier Bardem.

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London oder Berlin – welche Stadt inspiriert Sie mehr? Und wo würde man Sie beim Shoppen antreffen?

Ich muss gestehen: London inspiriert mich sehr viel mehr! Der Bricklane Vintage Market ist mein absoluter Favorit, weil ich gerne Vintage shoppe. Shoreditch insgesamt ist unglaublich, ein beeindruckender Treffpunkt von Kreativen aus aller Welt. Ich weiß nicht, ob wir Deutschen nicht mutig genug sind, aber wir sehen alle zu ähnlich aus. In London traue ich mich mehr und habe zum Teil auch ganz verrückte Outfits an.

Was ist heute Ihr größter Traum?

Neuseeland, Australien - einfach mal wirklich zu reisen und die Welt zu erkunden. Bevor ich eine eigene Familie habe, möchte ich noch viel mehr von der Welt sehen. Und zwar nicht nur Flughäfen und Hotelzimmer.

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