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So Sue Schockverliebt in Julianne Moore


Julianne Moore gehört mit ihren roten Haaren und dem hellen Tein zu den schönsten Frauen Hollywoods. Auch Fashion-Expertin Sue hat die Mimin in ihren Bann gezogen

Als ich Julianne Moore das erste Mal in L.A. auf dem Set von "Jurassic Park" sah, war ich schockverliebt; diese tausend Sommersprossen auf ihrem Schneewittchen-Teint und dazu noch diese roten Haare! Sie war aufgekratzt wie ein Teenager, kein Wunder, gleich sollte sie ja wieder mit einem virtuellen Dinosaurier spielen gehen. Ihr Lachen war ansteckend und ihre kumpelhafte Art authentisch. Zurück in Deutschland rannte ich gleich in den Body Shop und kaufte mir rote Henna Farbe – so beeindruckt hatte mich ihre Frisur (das hatte zuletzt nur Audrey Hepburn bei mir geschafft und wie dieser kurze Pony meiner Naturwelle rauskam bleibt zum Glück nur noch in meiner Erinnerung haften). Auch der Rotschopf stand mir nicht so gut und als mich meine Freunde fragten, ob es mir nicht gut gehe, ich sei so blass und blutarm, hatte ich ein Einsehen: Ich werde niemals Julianne Moore auch nur das Wasser reichen können.

Julianne Moore: beeindruckende Frau in beeindruckenden Filmen

Als nächstes sah ich sie dann auf der Leinwand in "Boogie Nights", einer meiner Lieblingsfilme und ganz impulsgesteuert wäre ich nur für Julianne in die Rolle von Rollergirl geschlüpft, um mich in ihren Armen trösten zu lassen. Super sexy, weil zerbrechlich und voller Abgründe spielte sie auch in "Magnolia" an der Seite von Tom Cruise eine Frau, die in ihrem ganzen Sein so großartig ist, dass es mit körperlich weh tat, ihrem grandiosen Schauspiel zu zusehen. Bestimmt hatte das Scheitern ihrer ersten Ehe auch dazu beigetragen, dass sie, wie noch in Jurassic Park nicht nur Cowboy und Indianer spielen wollte. Und auch ihr Stil wurde über die Jahre von casual zu glamourös.

Grazil, sexy und gestylt nichtgestylt

Mein größtes Style-Ereignis mit ihr war Anfang des Jahres auf der "Mockingjay" Premiere in Berlin. Bei einem gesetzten Dinner im Hotel de Rome stahl sie Jennifer Lawrence nonchalance die Show: Mit einem schwarzen Hauch von Nichts und die Haare "totally out of bed"- Style schwebte sie ganz zuletzt in den Saal und doch war ihre Präsenz bis in den kleinsten Winkel zu spüren! Dieses gestylte Nichtstyling, diese Lässigkeit und Nachlässigkeit können doch sonst nur die Französinnen! Ich fand sie an diesem Abend so unglaublich sexy – nicht wegen ihrer Haare oder dem schwarzen Givenchy Fummel, sondern wegen ihrer Haltung: diese Bescheidenheit, wie sie auf Komplimente reagiert, fast kindlich schüchtern und sie ganz natürlich versucht sich in den Hintergrund zu stellen.

Julianne Morre begeistert mit "I've seen it all"-Haltung

So hatte ich sie schon einmal in dem New Yorker Restaurant Pastis erlebt. Da saß sie mit ihrer Familie so nah am Nachbartisch, ich konnte ihre Sommersprossen zählen. Ständig kamen Fans an ihren Tisch und wollten Autogramme und Aufmerksamkeit von ihr und auch noch mit dem größten Salatblatt im Mund blieb sie gelassen und nett und bedankte sich brav bei einem 18-jährigen Mädchen, dass ihr ein großes Talent attestierte. Dafür und noch viel mehr liebe ich Julianne Moore. In der Rolle, der Alzheimerkranken Alice bekam sie zurecht den lang verdienten Oscar und mit ihrem Style lacht sie den DYA – Modestrebern ins Gesicht. Bei Julianne Moore sind es nicht (die zumeist geliehenen Kleider), die diesen Star ausmachen – es ist diese "I've seen it all"-Haltung, gepaart mit einer Fragilität, die mich so für sie einnimmt. Da verzeiht man ihr auch mal eine kommerzielle L'Oreal Werbung, oder?

So Sue Gala


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