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Schwangerschaftsglow Mythos oder Wahrheit: Das steckt dahinter

Herzogin Meghan während ihrer Schwangerschaft mit Archie im Januar 2019
Herzogin Meghan während ihrer Schwangerschaft mit Archie im Januar 2019
© Getty Images
Vielen Schwangeren wird der sogenannte Baby-Glow nachgesagt. Doch was steckt dahinter? Gibt es ihn wirklich oder ist er vielleicht nur ein Beauty-Mythos? Wir haben bei einer Expertin nachgefragt. 

Vielleicht haben Sie es während Ihrer Schwangerschaft selbst einmal zu hören bekommen, denn tatsächlich sind Aussagen wie "Mensch, du strahlst aber", bei Schwangeren keine Seltenheit. Auch Stars und Royals, wie beispielsweise Herzogin Meghan, Prinzessin Eugenie oder Schauspielerin Blake Lively wurden während ihrer Schwangerschaften das "Baby-Glühen" nachgesagt. Aber gibt es das wirklich? Die bessere Haut, den gesünderen Teint, die rosigeren Wangen? Oder ist das doch alles nur Einbildung? Wir haben bei unserer Expertin, die Fachärztin für Dermatologie Dr. Miriam Rehbein, nachgefragt. 

Im GALA-Interview: Dr. Miriam Rehbein über den sogenannten "Schwangerschaftsglow"

Dr. Miriam Rehbein, Fachärztin der Dermatologie und Spezialistin für ästhetische Medizin in München
Dr. Miriam Rehbein, Fachärztin der Dermatologie und Spezialistin für ästhetische Medizin in München
© PR

GALA: Ist dieser Glow real, oder nur ein Mythos?
Dr. med. Rehbein: Eine Schwangerschaft hat unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper der Frau. Eine positive Eigenschaft ist das "Schwangerschaftsglühen“ oder besser bekannt als der Schwangerschaftsglow.

Dieser Glow entsteht durch die erhöhte Durchblutung des Körpers, um das wachsende Baby mit ausreichend Blut zu versorgen.

Die Blutgefäße weiten sich – dadurch wird gleichzeitig die Durchblutung der Haut angeregt. Zusätzlich ist die Talgproduktion der Haut durch Schwangerschaftshormone angeregt, der sich als hauchdünner, öliger Film absetzt und sich dadurch der Effekt des Glows verstärkt.

Gibt es Hormone oder ähnliches, die diesen Glow besonders stark begünstigen?
Grundsätzlich sind Hormone für alle Zellen des menschlichen Organismus wichtig. Auch unsere Hautzellen haben gewisse Rezeptoren, die es Hormonen erlauben anzudocken. Was speziell die Hautalterung angeht, spielt das Hormon Östrogen eine zentrale Rolle. Sie beeinflussen den Stoffwechsel von Hautzellen, die Neubildung von Kollagen und somit auch die Elastizität der Haut. 

Gibt es einen Schwangerschaftsmonat, in der dieser Glow besonders stark ist?
Die Haut ist ab dem 2.Trimester der Schwangerschaft besonders gut durchblutet und verleiht der Haut somit eine schöne Ausstrahlung und diesen besonderen Glow.

Woran liegt es, dass manche Frauen mehr glühen und andere weniger?
Durch die hormonelle Umstellung kann es zu einer vermehrten Fettproduktion der Haut kommen, so dass die Haut stärker verhornt und sich dadurch auch Akne bilden kann. Somit bleibt der erhoffte Glow aus.

Welche Veränderungen können Frauen während ihrer Schwangerschaft ebenfalls an ihrer Haut feststellen?
Durch eine Schwangerschaft erhöht sich die Blutzirkulation und auch die Flüssigkeitseinlagerung im Bindegewebe und sorgt somit für eine glattere, rosige Haut. Gleichzeitig kann es auch dazu kommen, dass die Haut empfindlicher gegenüber UV-Licht wird, die somit eine Pigmentstörung der Haut auslösen kann.

Retinol als Wunderwaffe für den perfekten Glow

Kann ich als Nicht-Schwangere diesen Glow durch Präparate o.ä. versuchen, nachzuahmen?
Um diesen Glow ganz ohne Hormonpräparate zu erzielen, ist Retinol die Lösung.

Durch Retinol, auch bekannt als Vitamin A1, wird Kollagen und Hyaluron neugebildet, Falten werden reduziert, Feuchtigkeit gespeichert und ungleichmäßige Pigmentierung reduziert. So erhält man nicht nur eine gesunde, gepflegte Haut, sondern gleichzeitig den langersehnten Glow.

Verwendete Quellen: Experteninterview mit Dr. Miriam Rehbein

Gala


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