Schönheits-OP: Die häufigsten Beauty-Eingriffe in Deutschland

Manche Korrekturmaßnahmen kann man einfach nur mit Schere und Skalpell machen. Die populärsten Eingriffe im Schnell-Check

Die Korrektur des Oberlids ist der unangefochtene Spitzenreiter unter den ästhetischplastischen Eingriffen

Lidkorrektur für Sie und Ihn

Die Korrektur des Oberlids ist der unangefochtene Spitzenreiter unter den ästhetischplastischen Eingriffen – bei Männern wie bei Frauen. Im Jahr 2017 legten sich laut Deutscher Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) 14,1 Prozent der ästhetischen Patienten für den jüngeren, frischeren Blick unters Messer. Die größte Problemzone: das Schlupflid. Ein Hautüberschuss zwischen dem beweglichen Lid und der Augenbraue wirkt nicht nur alt, sondern beeinträchtigt im Zweifelsfall auch die Sicht. "Wenn der Hautüberschuss ein gewisses Maß überschritten hat, muss er operativ entfernt werden", stellt Dr. med. Torsten Kantelhardt, Präsident der DGÄPC, fest.

Helfen konservative Maßnahmen?

Zum einen ist die Haut am Oberlid extrem dünn. Zum anderen, erklärt der Experte, kann ein großer Hautüberschuss vor allem bei älteren Patienten den Lichteinfall behindern und somit das Gesichtsfeld einschränken. Hier mit konservativen Maßnahmen zu arbeiten, würde nicht den gewünschten Effekt bringen. Allerdings: Ist der Hautüberschuss noch gering und wird durch die abgesunkenen Augenbrauen bedingt, lässt sich ein leichtes (!) Schlupflid auch mit einem Fadenlifting der Brauen korrigieren. Hier wird ein sich auflösender Faden mithilfe einer stumpfen Kanüle, an deren Ende ein Widerhaken ist, unter der Haut platziert, sodass der Hautüberschuss nach oben gezogen werden kann. Durch diesen Prozess wird die körpereigene Kollagenproduktion zusätzlich stimuliert, das sorgt für einen strafferen Look. Anders als bei dem operativen Eingriff einer Lidplastik, der bis zu zehn Jahre hält, schwächt sich die Wirkung beim Fadenlifting nach einem bis eineinhalb Jahren wieder ab.

Die operative Lidplastik 

Bei der operativen Lidplastik wird der Schnitt – bei örtlicher Betäubung oder in Dämmerschlafnarkose – in die Lidumschlagfalte gelegt, um die Narben möglichst zu kaschieren. Neben der überschüssigen Haut wird bei Bedarf auch überschüssiges Fettgewebe entfernt, die darunterliegende Muskulatur gestrafft und das Ganze mit einer nahezu unsichtbaren Naht in der Lidumschlagfalte geschlossen.

  • Risiken: Bei ungenügender OP-Planung ist eine Lidschlussstörung möglich, außerdem kann es zu einem Lymphstau kommen. Nebenwirkungen wie Lichtempfindlichkeit klingen meist nach ein paar Tagen wieder ab.
  • Ausfallzeiten: Nach dem Eingriff dürfen Patienten zwei bis drei Tage weder zu lang lesen noch fernsehen. Nach einer Woche werden die Fäden gezogen. Blutergüsse und Schwellungen heilen fünf bis zehn Tage nach dem Eingriff ab. Sport sollte drei bis vier Wochen gemieden werden.
  • Kosten: Eine Lidstraffung gibt es ab ca. 2.000 Euro. Ist aufgrund des Schlupflides die Sicht stark beeinträchtigt, kann die Operation von der Krankenkasse übernommen werden.

Die Nasenkorrektur

Ob schief, zu spitz oder zu breit – Makel an der Nase lassen sich nicht verstecken. Vor allem die Korrektur eines Höckers wird häufig vorgenommen. Kleinere Unebenheiten können mit Hyaluronsäure-Fillern optisch weggeschummelt werden. Wer allerdings nach einer dauerhaften Lösung sucht, kommt um den Gang zum Chirurgen nicht herum. Bei den Eingriffstechniken geht es darum, die knorpelige und knochige Substanz der Nase zu bearbeiten. Bei einer Höckernase beispielsweise werden überschüssige Knorpel- und Knochenanteile mithilfe eines Meißels, Raspels oder Skalpells abgetragen. Soll eine schiefe Nase begradigt werden, muss neben der Knochenstruktur auch die Nasenscheidewand bearbeitet werden. Häufig werden hier Knorpel und Knochen aus anderen Körperteilen, beispielsweise der Ohrmuschel, entnommen. Der Eingriff erfolgt meist unter Vollnarkose.

Im GALA Interview

Deshalb ließ sie ihre Nase operieren

Marina The Moss über Botox und Schönheits-OPs


  • Risiken: Es kann zu sichtbaren Narben am Nasensteg, Asymmetrien der Nasenspitze und Unregelmäßigkeiten am Nasenrücken kommen.
  • Ausfallzeiten: Eine Woche lang trägt der Patient einen Gips und muss bis zu drei Wochen nach dem Eingriff mit Blutergüssen unter den Augen und im Wangenbereich rechnen. Die Schwellungen der operierten Nasenweichteile können bis sechs Monate andauern.
  • Kosten: Eine Nasenkorrektur wird ab ca. 4.500 Euro durchgeführt.

Ohren anlegen lasen

Der Kampf gegen abstehende Ohren fängt früh an. Tatsächlich gehören Kinder im Vorschulalter zur größten Patientengruppe. Aber auch Erwachsene versuchen, blöden Sprüchen mithilfe einer OP zu entkommen. "Wichtig bei dem Eingriff ist, dass der extrem elastische Ohrknorpel operativ geschwächt wird – sonst dehnt sich dieser, ähnlich wie ein Gummiband, zurück", so Dr. med. Torsten Kantelhardt. Bei der Operation werden deshalb nach der Knorpelschwächung Fäden hinter dem Ohr eingebracht und der Knorpel mit einer speziellen Nahttechnik in Position gehalten. Außerdem gibt es neue Trends: Bei der "earFold"-Methode wird der Knorpel unter lokaler Betäubung mit vergoldeten Metallklammern gefaltet und der äußere Rand der Ohrmuschel näher zum Kopf gebunden. Vorteil: Schwellungen klingen bei diesem minimalinvasiven Eingriff, anders als bei der traditionellen OP, relativ schnell ab.

  • Risiken: Da es sich um einen kleinen Eingriff handelt, sind Risiken vergleichsweise gering. Es kann aber zu Knorpelinfektionen, überschießende Narbenbildung und Wundheilungsstörungen kommen.
  • Ausfallzeiten: Schwellungen verheilen nach rund einer Woche. Um die Ohren zu schützen und die Wundheilung zu beschleunigen, sollte der Patient bis zu drei Wochen nach der OP ein Stirnband tragen. Sport und Saunabesuche sollten bis zu sechs Wochen nach dem Eingriff gemieden werden.
  • Kosten: Die Ohrenkorrektur kostet ab 2.500 Euro. Bis zum 14. Lebensjahr übernimmt die Krankenkasse den Eingriff bei stark abstehenden Ohren.

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