Ruth Moschner: Ehrlicher Facebook-Post gegen Bodyshaming

Ruth Moschner hat sich auf Facebook in einem langen Post gegen einen Kommentar zu ihrer Figur gewehrt. Sie wünscht sich eine Welt ohne Mobbing und Beleidigungen - und dankt ihrer Kritikerin

Ruth Moschner ist aus dem deutschen Fernsehen nicht mehr wegzudenken. Die hübsche Blondine gehört zu Deutschlands absoluten TV-Lieblingen. Trotzdem sieht auch sie sich als Person des öffentlichen Interesses ab und zu mit Kritik konfrontiert. Unter einem Foto, das die 41-Jährige bei Instagram postete, gab es jetzt heftige Diskussionen rund um das Thema Figur. 


Ruth Moschner: "Ich bin zu dick und zu alt!" 

Das Bild zeigt die Moderatorin in einem kurzen, pinken Romper. Dazu trägt sie eine gemusterte Strumpfhose und dunkle Stiefel. Obwohl das Foto fast 8.000 Mal geliked wurde, und sich überwiegend positive Kommentare darunter finden, äußert sich Ruth in einem separaten Facebook-Post zu einem negativen Kommentar: "Ich bin zu dick und zu alt! [...] Frauen jenseits der 30, die keine Kleidergröße 34 tragen können, haben selbstverständlich nichts im Fernsehen zu suchen. Daher musste es natürlich soweit kommen, dass ich aufgrund dieses Outfits Kritik einer Followerin einstecken musste", schreibt die Blondine nachdenklich. 

Daniela Katzenberger

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Daniela Katzenberger 
©Gala

Kritik am Schönheitsideal der westlichen Welt

Die Followerin habe festgestellt, dass Ruths Beine für den knappen Jumpsuit "zu dick" und sie "zu alt" sei. Ihr Kommentar hat unter dem Foto eine Diskussion entfacht und hunderte User mischen sich ein, um Ruth Moschner zu verteidigen. In einem langen Text wendet die sich jetzt an ihre Fan-Gemeinde: "Unsere westliche Welt hat ein klar definiertes Schönheitsideal, welches einem überall knackig entgegenwinkt. Wer sich nicht kaschiert, was kaschiert werden muss, braucht sich über Tadel nicht zu wundern. Zwar sieht die Durchschnittsdeutsche im echten Leben nicht so aus, wie die Zeitschriftenmädchen, trotzdem werden Angelina Kirsch, Maite Kelly, Barbara Schöneberger, Bahar Kizil, Miyabi Kawai, Motsi Mabuse und Rebecca Immanuel als glänzende Ausnahmen gefeiert." Sie bezieht sich hier auf deutsche Models und TV-Stars, die für ihre weiblichen Kurven bekannt sind und für ihre Schönheit zelebriert und bewundert werden. 

"Was wäre, wenn wir alle gleich aussehen würden?" 

In einem weiteren Abschnitt beruft sie sich auf Kolleginnen, wie Sophia Thomalla, Rebecca Mir, Jenny Elvers, Lena Meyer-Landrut und Lena Gercke, die für ihre schlanke Figur bekannt sind.

Was wäre, wenn wir wirklich alle gleich aussehen würden, also alle mit der gleichen Ausstattung zur Welt kämen? Wenn wir alle diesem einen hochgewachsenen, artigen, knackigen Ideal entsprächen? Natürlich nicht zu groß, und zu dünn, sonst würde man darüber auch wieder diskutieren. [...] Aber hätten wir alle die selbe Haar- und Hautfarbe, Nase, Lippen, Figur, Zehenform und Ellenbogenspitze... gäbe es dann endlich keine Debatten mehr? 

Kein Mobbing und keine Beleidigungen aufgrund eines anderen Aussehens - das wäre für die 41-Jährige "ein Traum", sie würde sich dann gerne wieder auf das Wesentliche - "Glück, Frieden, Gesundheit oder doch Liebe" - konzentrieren. 

Sie fordert ihre Follower auf, Fotos von sich zu posten und den Hashtag "#gerneanders" zu setzen. Außerdem bedankt sie sich bei der Kritikerin, "dass sie gezeigt hat, dass immer noch Redebedarf besteht." Ruth wird im Netz für ihre ehrlichen Worte und ihre offene Art gefeiert, der Post wurde über 30 Tausend Mal gelesen und in den über 500 Kommentaren äußern die Fans ihre Meinung. Klar ist, dass Ruth Moschner damit ein mal mehr ihren schönen Charakter gezeigt hat, und der ist wichtiger als jedes Schönheitsideal. 

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