Pigmentflecken: Schön, aber gefährlich

Viele wünschen sich jetzt Sommersprossen. Wir sagen: Vorsicht – und erklären stattdessen, wie Sie der Hyperpigmentierung vorbeugen

Es ist schon verrückt: Seit Jahren forschen die Labore nach effektiven Mitteln gegen Pigmentflecken – und nun reden alle davon, wie man Flecken bekommt, statt sie loszuwerden! Tatsächlich lassen sich Beauty-Victims jetzt Sommersprossen kontrolliert ins Gesicht tätowieren, die zwei bis drei Jahre halten sollen. Beim "Freckling" ("freckles" = Sommersprossen auf Englisch) werden der Haut im Tattoostudio mit Nadeln kleine Verletzungen zugefügt. "Damit die Haut schneller heilt, produzieren die Melanozyten verstärkt Melanin", erklärt Elsa Devillechabrolle, wissenschaftliche Leiterin bei La Roche Posay.

Der Haken an diesem Trend: Süß wirken die tätowierten Sommersprossen spätestens dann nicht mehr, wenn dank ihnen größere, unregelmäßige Pigmentflecken entstehen. Betroffen sind hier vor allem diejenigen, die ohnehin zu Hyperpigmentierung neigen. Deshalb konzentrieren wir uns lieber darauf, vorzubeugen, statt neue Pünktchen zu produzieren.

Auch wenn Pigmentflecken oft erst später sichtbar werden – im Kampf gegen sonnenbedingte Hyperpigmentierung gilt: Je früher Sie in den Ring steigen, desto besser! 

Ab dem 25. Lebensjahr sollten Sie auf Pflegeprodukte umsteigen, in denen auch Antioxidantien enthalten sind

rät Dermatologin Dr. med Susanne Steinkraus. Achten Sie auf Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Rucinol oder Polyphenole. Die hemmen die Bildung der sogenannten Tyrosinase, des Enzyms, das die Melaninproduktion stimuliert.

1. Korrigiert Flecken und verfeinert den Teint: "Vinoperfect Fluid" von Caudalie, 40 ml, ca. 29 Euro; 2. Sun Protection speziell für unreine Haut: "Ultra Light Daily Defense Mineral SPF 50" von Kiehl's, 50 ml ca. 40 Euro; 3. UV-Schutz für die Hände: "Protection Hand" von Dr. Grandel, 50 ml, ca. 13 Euro

Vermeiden sollten Sie dagegen die Bleaching-Stoffe Hydrochinon, Kojisäure und Arbutin. Die hemmen zwar auch die Melaninsynthese, stehen aber im Verdacht, die Melanozyten zu zerstören. Da alle aufhellenden Substanzen den Melaningehalt reduzieren und den hauteigenen UV-Schutz angreifen, ist ein hoher Lichtschutzfaktor das Nonplusultra.

Übrigens: Pigmentflecken, die schon sehr lange bestehen und sich z. B. in der Größe verändern, sollten unbedingt von einem Dermatologen untersucht werden. Nicht nur im Sonnenlicht an sich ist ein Flecken-Booster, sondern auch das Zusammenspiel mit Hormonen. Melasma oder Chloasma werden Hyperpigmentierungen genannt, die durch Östrogen- und Gestagene getriggert werden, etwa in der Schwangerschaft oder durch die Pille.

Typisch für die "Schwangerschaftsmaske" sind Flecken an Stirn, Kinn und der Mundpartie. Verwenden Sie auch hier unbedingt einen hohen Lichtschutzfaktor und tragen Sie morgens und abends eine Pflege gegen Pigmentflecken auf. 

Wird die Anti-Spot-Creme morgens und abends aufgetragen, werden tagsüber die Melaninbildung unter UV-Bestrahlung gehemmt und über Nacht bereits gebildete Pigmente schonend aus der Haut gelöst

so die Expertin.

Teint

Stars und ihre Sommersprossen

So haben wir Kesha noch nie gesehen! Auf ihrem Instagram-Account ruft die Sängerin zu mehr Selbstliebe auf - und geht selbst als bestes Beispiel voran: Auf einer Nahaufnahme zeigt sie ihre wunderschönen Sommersprossen, die sie bislang in der Öffentlichkeit immer überschminkt hatte. Diese mit Stolz der Welt zu zeigen ist einer ihrer Vorsätze für das neue Jahr, so Kesha in ihrem Posting.
Herzogin Meghan
Neu-Mama Kylie Jenner zeigt ihre niedlichen Sommersprossen auf diesem Instagram-Schnappschuss. Inklusive Photobomb von Töchterchen Stormi.
Supermodel Bella Hadid postet sich ungeschminkt auf Instagram und schreibt dazu: "Silence" (z.dt.: Stille). Und wir müssen zugeben: Ja, bei diesem Anblick stockt uns der Atem.

12


Themen

Mehr zum Thema

Star-News der Woche