Pflege: Eiskalt erwischt

Klimawandel für Falten und Fettpölsterchen: Die neuen Kälte-Treatments versetzen die Problemzonen in den Winterschlaf – oder lassen sie gleich ganz verschwinden

Faltenkiller: Frotox

Amerikas coolster Schönheitstrend heißt Frotox. Die neue Kältespritze soll, genau wie Botox, ungeliebte Stirnfalten glatt bügeln. Aber ganz ohne Nervengift! Darin liegt auch für Dr. , ärztlicher Direktor der Rosenpark Klinik in Darmstadt und einer von vier deutschen Frotox-Pionieren, die größte Innovation: "Frotox eignet sich für alle Patienten, die bisher vor einer Botox- Behandlung zurückschrecken. Zudem setzt hier der Effekt sofort ein, während Botulinumtoxin fünf bis sieben Tage benötigt, um seine volle Wirkung zu entfalten."

Und so friert man Falten weg: Von den Schläfen aus wird die Stirn mit einer geschlossenen stickstoffdurchfluteten Nadel auf minus 70 Grad heruntergekühlt. Dadurch werden die Nerven in diesem Bereich vorübergehend geschädigt und die Mimik-Muskeln lahmgelegt. Das Ergebnis ist eine deutlich straffere Haut - für zwei bis drei Monate, dann ist eine Wiederholung fällig.

Good-Bye Botoxspritze? Für einen Abgesang scheint es noch zu früh, da Frotox - der medizinische Name des US-Produkts lautet "Iovera" - erst seit April in Deutschland zugelassen ist. Im Beautywunderland Amerika wartet Hersteller Myoscience sogar noch auf das "Go" der Gesundheitsbehörde FDA. Star-Dermatologe Dr. Frederic Brandt, der und zu seinen Kundinnen zählt, sieht Frotox (noch) nicht als Alternative für seine Hollywood-Klientel: "Wir brauchen auf jeden Fall mehr Zeit, um zu sehen, wie sich Frotox entwickelt." In Schönheit erstarrte Mienen à la werde die neue Methode nicht vorbeugen können, vermutet der Antifalten-Guru mit Praxen in New York und Miami.

Auch die Jenaer Dermatologin Dr. Marion Runnebaum, die seit vielen Jahren Botox einsetzt, sieht gerade hier einen entscheidenden Nachteil. "Bei Frotox folgt die Mimik dem 'Alles-oder-nichts-Gesetz'. Es ist kein Feintuning möglich wie bei Botulinumtoxin."

Trotz Risiken, die die eiskalte Nadel mit sich bringt, verspricht die neue Methode Ärzten wie Patienten ein "ungiftiges" Anti-Aging. Dr. Sattler ergänzt:" Die Kältebehandlung stellt zukünftig eine echte Alternative zu Botox dar." Schönfrieren könnte also das Zeug zum Trend haben.

Botox + OPs

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Fett weg:Cool Sculpting

Schrumpf, Taille, schrumpf! Diesen Wunsch von Models, Stars und Sternchen will die Kryolipolyse erfüllen, besser bekannt unter dem Markennamen Cool Sculpting. Promi-Doc Frederic Brandt nennt das Verfahren bereits euphorisch "the greatest thing ever". Um love handles und andere hartnäckige Problemzonen in den Griff zu bekommen, werden Pölsterchen (zum Beispiel die im Hüftbereich) von einer Art Hightech-Saugglocke zwischen zwei Kühlplatten gezogen. Die extreme Kälte stoppt die Blutversorgung der Fettzellen, die absterben und vom Stoffwechsel abtransportiert werden.

Die erste einstündige Sitzung ist meist so erfolgreich, dass eine erneute Tiefkühlung unnötig wird. Bisher beschränkte sich der Einsatz des Cool Sculptings auf den ungeliebten Speckgürtel, bei schwerer erreichbaren Problemzonen stieß das klobige Gerät an seine Grenzen. Dank kleinerer Applikatoren können jetzt aber auch die Innenseiten der Oberschenkel sowie Knie und Oberarme wirksam behandelt werden.

Und was sagen die Experten? Dr. Gerhard Sattler: "Mit der Kryolipolyse lassen wir kleinere und größere Problemzonen von ansonsten schlanken Menschen dauerhaft verschwinden." Beim Cool Sculpting geht es also nicht darum, schweres Übergewicht kurz mal wegzufrosten. Auch für Perfektionisten, die lediglich härteres Profil auf dem Waschbrett wollen, ist die Methode ungeeignet. "Der Vakuumkopf muss schon genügend Fettgewebe einsaugen können um es herunterzukühlen."

"Gala"-Redakteurin Britta Kröpke wagte die Zitterpartie

"Brrr, ich soll mir die Arme in Form frieren? Erst bin ich skeptisch: Ein Applikator, der meine Problemzone "Winkearm" wie ein Staubsauger einsaugt und auf vier Grad kühlt, soll meine Fettzellen zum Schmelzen bringen. Klingt skurril und auch schmerzhaft. Doch von Schmerz keine Spur! Weder fühle ich ein Ziehen noch die vorausgesagten Kälteschauer oder unangenehmen Druck. Nur ein leichtes Taubheitsgefühl in den Fingern. Und die Haut ist nach der Behandlung eiskalt. Tatsächlich winke ich meinen Freunden nach dem Freezing viel lieber zu als vorher - trotz der blauen Flecken, die sich bereits am ersten Abend zeigen. Nach vier Wochen dann die zweite Sitzung. Wieder ohne Schmerzen und dieses Mal auch ohne Blutergüsse. Zwar können meine Arme mit denen von Jennifer Aniston noch immer nicht konkurrieren, jetzt schlüpfe ich aber mit Freude ins Tank-Top."

Anwendungen können bei www.kryoform.de gebucht werden und sind geeignet für schlanke Menschen mit einem guten Stoffwechsel. Sport und eine gesunde Ernährung sind mit maßgebend für einen sichtbaren Erfolg.

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