VG-Wort Pixel

Pflege + Hyperpigmentierung Oh Schreck, ein Fleck!


Sommersprossen sind süß, besonders bei Stars wie Caroline Herfurth. Was gegen andere Pigmentstörungen hilft, zeigen wir hier

Häufige Ursachen

Fleck ist nicht gleich Fleck.

Sommersprossen sind genetisch bedingt, Altersflecken gehören ebenfalls zu den ungefährlichen Pigmentstörungen. Muttermale allerdings können sich bösartig verändern. Hier haben bleichende Mittel nichts verloren. Generell gilt, dass auffällige Veränderungen auf der Haut immer von einem Dermatologen begutachtet werden sollten. Wo kommt der Fleck denn her? "Verantwortlich für Hyperpigmentierungen ist das Melanin", erklärt Linda Blahr, wissenschaftliche Leitung bei Skin Ceuticals. "Hierbei handelt es sich um ein natürliches Pigment, das der Haut ihre Farbe verleiht und in normalem Umfang wichtig für ihren Schutz ist." Die Pigmentzellen werden auf Grund einer Wechselwirkung aus hormonellen Einflüssen (Pille, Schwangerschaft) oder Medikamenten mit UV-Strahlung übermäßig aktiviert. Ist zu viel Melanin im Spiel, wandert der Überschuss an die Hautoberfläche und wird dort als Pigmentfleck sichtbar. Die dunklen Areale treten meist bei rothaarigen Frauen mit heller, empfindlicher Haut auf. Aber auch südländische und asiatische Typen sind betroffen. Ob fotosensible Inhaltsstoffe in der Kosmetik, z. B. Bergamottöl in Düften, die Bildung von dunklen Flecken fördern, ist umstritten. Wer sichergehen will, sprüht sein Parfum lieber ins Haar und nicht direkt auf die Haut.

Wirksame Fleckenteufel

Zu Hyperpigmentierungen kommt es bevorzugt an solchen Körperstellen, die der Sonne ausgesetzt sind: Gesicht, Dekolleté, Hände. Darum täglich Sonnenschutz verwenden - auch bei einem kurzen Spaziergang. Und Solarien lieber meiden. Auch wenn sie gesundheitlich unbedenklich sind, können die dunklen Hautareale "kosmetisch und psychosozial störend" sein, wie es Dr. Tatjana Pavicic, Leiterin der Ästhetischen Dermatologie an der Ludwig-Maximilian-Universität in München, formuliert. Vollständig ausradieren kann man sie zwar nicht, aber durch spezielle Cremeformulierungen zumindest aufhellen. Wirksame Mittel, die die Anhäufung der Pigmentzellen aufsprengen, enthalten schälende Ingredienzen wie Vitamin A, bleichende Inhaltsstoffe wie Hydrochinon und Antioxidantien wie zum Beispiel Vitamin B. Wichtig: Wer Erfolge sehen möchte, muss täglich cremen.

image

1 Das "Skin Vivo Uniformity"-Serum aktiviert mit reinem Thermalplankton die Zellerneuerung. Von Biotherm, 15 ml, ca. 35 Euro
2 Im "Sérum Capital Lumière" ist ein Molekül namens Hexylresorcin für den Radiergummi- Effekt verantwortlich. Von Clarins, 30 ml, ca. 80 Euro
3 Die "Hyaluron Anti- Pigment"-Handcreme sollte nach jedem Händewaschen aufgetragen werden. Von Eubos, 15 ml, ca. 14 Euro
4 Hemmt die Pigmentbildung auf Hals und Dekolleté: "White Lucency Brightening Serum for Neck and Décolletage". Von Shiseido, 75 ml, ca. 76 Euro
5 Alters- und Pigmentflecken pinselt der "Re-Plasty Laserist Spot Shooter" einfach weg. Von Helena Rubinstein, 10 ml, ca. 85 Euro
6 Acht Minuten Einwirkzeit: "Enbrightenment Brightening Intensive Massage Masque". Von Aveda, 125 ml, ca. 59 Euro

image

Professionelle Treatments

Laser oder Peeling? Expertin Linda Blahr empfiehlt bei großflächigen Pigmentstörungen chemische Peelings, bei punktuellen den Einsatz von Laserstrahlen. Schrubbel-Einheiten mit Frucht- oder Salicylsäure eignen sich gut für Behandlungen im Gesicht. Dieses Peeling-Treatment muss über einen längeren Zeitraum sechs- bis zehnmal wiederholt und zwischendurch mit speziellen Cremes unterstützt werden, so Dr. Pavicic. Da während dieser Behandlungszeit die Sonne strikt gemieden werden soll, eignet sich dafür die Phase von September bis April ("Pigment Balancing Peel" von Skin Ceuticals, ab ca. 100 Euro; "Anti-Dark Spot Treatment" von Darphin, ab ca. 100 Euro). Mit Strahlenpower lassen Laser besonders Altersflecken verschwinden. Die gelaserte Stelle auch hier mindestens acht Wochen vor Sonnenstrahlen schützen, sonst kommen ganz schnell wieder neue Spots. Behandlung ab ca. 50 Euro, abhängig vom Hautareal und von der Anzahl der Pigmentflecken. 1 Der "Pigment Regulator" mit Kojisäure verhindert die Überproduktion von Melanin und wirkt aufhellend. Von Skin Ceuticals, 30 ml, ca. 85 Euro
2 Die Spezialpflege "Melaperfect"- Anti-Age-Spot soll mit Enzian und Kurkumin schützen. Von Darphin, 30 ml, ca. 62 Euro

image

Clever Kaschieren

Bevor das Make-up aufgelegt wird, braucht die Haut erst ausreichenden Sonnenschutz, so Make-up Artist Stephan Schmied von Max Factor. Denn Hautstellen, die mit Pigmenten übersät sind, sind nicht nur besonders pflegebedürftig, sie bräunen auch schneller als andere Regionen. Bei der Wahl des Make-ups unbedingt nach mittelstark deckenden Produkten mit mattem Finish fahnden! Außerdem rät der Spezialist, es flächig aufs gesamte Gesicht aufzutragen. Kein zu helles Make-up verwenden - das würde in Kombination mit braunen Spots den Teint schnell grau aussehen lassen. Die Nuance des Make-ups sollte möglichst zwischen dem eigenen Hautton und der Farbe des Pigmentflecks liegen. Einzelne Flecken lassen sich prima mit einem korallenfarbenem Concealer kaschieren. Tipp: Die Textur nach der Grundierung gezielt auftupfen und einklopfen. Nicht verreiben, dann deckt sie besser. 1 Der korallenfarbene "Couvrance Korrekturstick" kaschiert Pigment- und Leberflecken. Von Avène, ca. 14 Euro
2 Niacinamid und Glucosamin heißen die Wirkstoffe im "Ageless Elixir 2 in 1 Foundation + Serum". Sie vertreiben die dunklen Flecken. Von Max Factor, 30 ml, ca. 15 Euro, in vier Nuancen
3 Im "Even Better"- Make-up halten Antioxidantien die Melaninproduktion in Schach. Von Clinique, 30 ml, ca. 27 Euro

Irina Lange gala.de

Mehr zum Thema


Gala entdecken