Parfüm: Blaue Blume

Die feine englische Art, frisch interpretiert: Das neue Parfüm von Jo Malone setzt auf Glockenblumen

Jo Malone

Christine Nagel hat in ihrer 15-jährigen Laufbahn als Parfümeurin

fast 60 Düfte kreiert, darunter allein zwölf für Jo Malone. Gala traf die Schweizerin in London.

Christine Nagel, Parfümeurin

Was ist das Besondere an dem Duft "Wild Bluebell"?

Er ist völlig anders als alles, was Jo Malone bisher gemacht hat, irgendwie ein bisschen borderline - für Frauen, die große Prinzessinnen, aber manchmal auch kleine Monster sind. (lacht) Im Ernst: Er ist klassisch, authentisch und gleichzeitig etwas exzentrisch.

Klingt irgendwie typisch englisch...

Sehr typisch, und das sind Glockenblumen auch. Rund um London gibt es riesige wilde Glockenblumenfelder. Sie sind so etwas wie Nationalblumen und beliebte Ausflugsziele.

Der Duft hat in England Tradition?

Ja, allerdings eine mittlerweile etwas angestaubte. "Wild Bluebell" hat dagegen eine taufrische Note und ist ein sehr moderner Duft.

War er schwierig zu kreieren?

Das Problem war: Glockenblumen-Duft kann man aus der Pflanze nicht extrahieren. Man hätte seine Moleküle nur quasi absaugen und konservieren können - das war mir zu unpoetisch. Also habe ich ihn im Labor neu zusammengebaut, quasi neu interpretiert. Als ich den Kollegen die Proben unter die Nase hielt, haben sie sofort gelächelt.

Für die Kampagne verwandelte Fotograf Tim Walker die Holländerin Iekeliene Stange in eine Märchenbraut. "Wild Bluebell" von Jo Malone, 30 ml EdC, ca. 43 Euro. Passend dazu wird eine Duftkerze angeboten (ca. 52 Euro)

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