Oscar-Look: Cate Blanchett in "Carol"

Wie stark Make-ups und Frisuren Filme prägen können, führen uns Oscar-Anwärterinnen wie Cate Blanchett in ihrer Rolle in "Carol" vor

Cate Blanchett in "Carol"

Perfekt manikürte Nägel, ein korallfarben geschminkter Mund – in der Romanze "Carol" sehen wir das alles in Großaufnahme. Zum Beispiel wenn die Titelheldin Carol Aird, gespielt von Cate Blanchett, nach ihren Handschuhen greift, graziös eine Olive aus ihrem Martiniglas fischt oder sich eine Zigarette anzündet. Lack und Lippenstift sind hier die Insignien der zur Upper Class gehörenden New Yorkerin. Wann immer wir Carol und ihrem Mann auf dem Weg zu einer Cocktailparty begegnen, sehen wir, wie sie sich im Auto die Lippen nachzieht. Diese Frau weiß um ihre Eleganz, aber auch, dass sie ein Accessoire ihres Gatten ist. Ihr Look ist stets tadellos.

Entsprechend der Mode der Fünzigerjahre, in denen das Drama spielt, trägt Carol ihre Haare schulterlang und zum typischen Brushed-under-Bob frisiert. Ein Hairstyle, den sich die Damen der feinen Gesellschaft von den Filmgöttinen aus Hollywood abschauten und der danach verlangte, mehrfach in der Woche im Salon in Form gebracht zu werden.

Schmink-Tutorial

Schritt für Schritt zu den perfekten Augenbrauen

Cara Delevingne
©Gala

1. "Le Vernis – 617 Holiday" von Chanel, ca. 25 Euro; 2. "Liberty Print Compact – Tom A"-Lipbalm von Andrea Garland, ca. 20 Euro, über www.andreagarland.co.uk; 3. Carols Lippenstift: "Rouge Allure – Nr. 96 Excentrique" von Chanel, ca. 35 Euro; 4. "All in One Panoramic Mascara" von Artdeco, ca. 15 Euro; 5. Handgefertigte Pinzette von Anastasia Beverly Hills, ca. 26 Euro, z. B. über www.net-a-porter.com

Der Look von Grace Kelly war augenscheinlich Referenz für diesen Film, was auch Makeup-Artist Morag Ross bestätigt. Ross hat Cate Blanchett bereits vor diesem Projekt in zahlreiche Figuren verwandelt, z. B. in Katherine Hepburn für "The Aviator". Für "Carol" befasste sich die schottische Maskenbildner wieder intensiv mit zeittypischen Make-ups: "Mir fiel auf, dass in den Fünfzigern sehr blasse Lidschattentöne und zarte, präzise Lidstriche verwendet wurden. Zusammen ergeben sie einen aufregenden, leicht verschleierten Blick. Und dann ist da die Farbe Koralle. Die war in den Fünfzigern ganz groß in Mode", berichtet Morag Ross. "Als Lippenstift-Nuance gibt sie Carols makellosem Look etwas Weicheres."

Wie elementar Makellosigkeit und Perfektion für den Film sind, unterstreicht Cate Blanchett: "Ich habe mir während der Dreharbeiten jeden Tag die Brauen gezupft, um Carols strengen Ausdruck noch stärker hervorzuheben." Und so erzählt in "Carol" jedes aus der Reihe tanzende Härchen von den inneren Zuständen seiner Heldin: Als Carol in einer einzigen Szene keinerlei Nagellack trägt, spüren wir als Zuschauer nicht nur, dass etwas aus den Fugen geraten ist; wir sehen ganz unmittelbar, dass die schöne Fassade zu bröckeln beginnt …

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