VG-Wort Pixel

Nachhaltigkeit Mit gutem Gewissen Mode und Kosmetik kaufen

Mit gutem Gewissen Mode und Kosmetik kaufen
Mit gutem Gewissen Mode und Kosmetik kaufen
© Shutterstock
Konsum ja, aber nicht auf Kosten der Umwelt. So kann man heute mit gutem Gewissen Kosmetik und Mode kaufen
Hand aufs Herz: Wann haben Sie das letzte Mal ein Kleidungsstück getragen, bis es fadenscheinig wurde, oder einen Lippenstift bis zum letzten Cremekrümelchen aufgebraucht?

Kleine Veränderungen bewirken Großes

Klar, wir lieben es, neue Mode- und Beautytrends auszuprobieren. Aber wir alle wissen auch, dass die ökologischen Auswirkungen des hemmungslosen Shoppens nicht wirklich absehbar sind. Denn Umweltschäden lassen sich, im Gegensatz zu einem löchrigen Pulli, nun einmal nicht reparieren. Das Umdenken hat längst auch in der Konsumbranche eingesetzt. Immer mehr große und kleine Labels – konventionell oder nischig – tüftlen an nachhaltigen Lösungen. Allein über die Nachfüllstationen des Parfumhauses Thierry Mugler konnten bereits 14 Millionen Flakons eingespart werden. Und Fashion-Riese H&M setzt auf neue Materialien wie Econyl. Dieser Stoff besteht zu 100 Prozent aus recycelten Fasern alter Fischernetze und anderen Nylonabfällen. 

Deutschland produziert zu viel Müll

Vintage-Jeansjacke mit Applikationen aus alten Teppichen von Tassel Tales, ca. 260 Euro 
Vintage-Jeansjacke mit Applikationen aus alten Teppichen von Tassel Tales, ca. 260 Euro 
© PR
Wir Deutschen produzieren jährlich 37 Kilogramm Plastikmüll – pro Kopf, versteht sich. Damit liegen wir sechs Kilo über dem europäischen Durchschnitt. Diese beschämenden Zahlen gehen aus einer Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft hervor. Nun ist Plastik nicht per se schlecht, da aber nur rund die Hälfte des Kunststoffs recycelt wird, ist es an uns, ihn dort einzusparen, wo es möglich ist. So sieht es auch das österreichische Luxus-Pflegelabel Vinoble, das sich jetzt einem umfangreichen Rebranding unterzogen hat. Nach wie vor setzt das Unternehmen auf natürliche und vegane Inhaltsstoffe,verzichtet aber bei der Verpackung von nun an konsequent auf Kunststoff. Stattdessen sind die Cremes in mit Stoffetiketten versehenen Glastiegeln mit Holzverschluss, und auch auf eine Umverpackung wird verzichtet. Ähnlich kreativ versucht auch die Modebranche den allgemeinen Müllberg zu verkleinern: Immer mehr Designer und Labels, wie zum Beispiel Hessnatur, setzen auf Zero-Waste-Design. Es werden mit neuen Schnitttechniken spannende Silhouetten geschaffen, die weniger Stoffreste nach dem Zuschnitt hinterlassen. 
Nachfüllpack: "The Ritual Of Happy Buddha Body Cream" von Rituals, 220 ml, ca. 16 Euro 
Nachfüllpack: "The Ritual Of Happy Buddha Body Cream" von Rituals, 220 ml, ca. 16 Euro 
© PR

Hollywood engagiert sich

Die Riege der Stars, die sich für den Umweltschutz stark macht, wird immer größer. Schauspielerin Nikki Reed liegt die Schmuckkollektion "Bayou with Love" am Herzen. Das dafür verwendete Gold stammt aus recycelten Produkten von IT-Gerätehersteller Dell. Kollegin Olivia Wilde sagt, sie benutze nur Beauty-Produkte, die sie auch essen könne. Veganerin Natalie Portman produzierte die Doku "Eating Animals" (nach dem Bestseller von Jonathan Safran Foer), die kürzlich beim Telluride Film Festival in Colorado gezeigt wurde, und erhielt von der Environmental Media Association (EMA) sogar einen Preis für ihr jahrelanges Engagement in Sachen Tierschutz.

"Wir müssen nicht unser ganzes Leben ändern, nur einige Dinge im Alltag", sagt Natalie Portman.
"Wir müssen nicht unser ganzes Leben ändern, nur einige Dinge im Alltag", sagt Natalie Portman.
© Getty Images
Gala

>> News und Wissenswertes zum Thema Nachhaltigkeit


Mehr zum Thema


Gala entdecken