Model Molly Bair: Gefährliches Vorbild

Zwischen Luxuslabel-Glamour und Magersucht-Verherrlichung: Für die Londoner Fashionweek gebucht, polarisiert das 18-jährige Model Molly Bair gerade mit seiner bedrohlich dünnen Figur

Molly Bair

Es ist ein äußerst heikles Thema: Mit Bildern des extrem dünnen Models Molly Bair, einer 18-jährigen Amerikanerin, die seit letztem Jahr auch für Luxuslabels wie Chanel, Gucci und Alexander Wang "en vogue" ist, hat die Verherrlichung der Magersucht erneut auf Webseiten Einzug gefunden, die unter dem Motto "Thinspiration" einem gefährlichen Trend folgen.

Für die "Haute Couture"-Schau von Chanel trug die 18-jährige Molly Bair das Hochzeitskleid. Das kostbare Gewirk aus Perlen und feinen Stoffen wog sicher schwer auf dem zarten, großen Körper des Models.

Niemand weiß genau, was der Hintergrund für Molly Bairs extrem dünnen Körper ist, wie sie sich ernährt und ob ihre Lebensweise noch gesund ist. Fakt ist jedoch, dass der Body-Mass-Index des gehypten Laufstegmodels auf jeden Fall unter dem Wert von 18 liegt, einer Grenze, die für viele Länder inzwischen per Gesetz den Einsatz von Models mit einem Mindestgewicht auf Modenschauen regelt.

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In Großbritannien ist dies noch nicht der Fall, was bezüglich der am Freitag (18. September) startenden Fashion Week in London erneut heftig diskutiert wird, denn Molly Bair ist offensichtlich für einen Catwalk-Auftritt gebucht. Doch nicht nur auf dem Laufsteg gilt ihre Erscheinung als fragwürdig.

#Thinspiration, #ThyGap und #BikiniBridge lauten die heroisierten Mager-Hashtags

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Mit ihrer Attitüde und ihrem Körperbau ist Molly Bair kein konventionelles Laufstegmodel. Der extrem knochige Körper polarisiert und erhitzt die Gemüter. Auf Websites, die einen Lebensstil verherrlichen, der sich rund um das Thema Magersucht dreht, werden auch Bilder und Filme des Models eingebunden.

Der Begriff "Thinspiration", eine Verknüpfung der englischen Wörter "thin" (auf Deutsch: dünn) und "inspiration" (auf Deutsch: Eingebung) boomt mit Inhalten in den Social-Media-Kanälen, die gerade sehr junge Mädchen und Frauen beeinflussen könnten.

Ebenso wie der "Thy-Gap-Trend", bei dem die Oberschenkellücke verherrlicht wird, wenn also die Oberschenkel so dünn sind, dass sie sich beim Stehen nicht berühren.

Verstörend auch die Postings, die unter dem Hashtag #bikinibridge einen einfallenden Bauch unter dem Bikinihöschen zeigen. Als gäbe es keine wichtigeren Themen, werden diese ausgeemergelten Körperdarstellungen verherrlicht. Mit Hilfe der berühmten Vorbilder wird eine verzerrte Art der Körperwahrnehmung glorifiziert. Dieser Trend sollte nicht noch angefeuert werden.

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