Max Factor + Fashion Week Berlin: "Richtig Gas geben"

Für Michael Michalskys "StyleNite" konnte sich das Team von "Max Factor" in Sachen Make-up ordentlich austoben. Ein dunkles Beerenrot auf den Lippen und Smokey-Eyes machten den Look perfekt

Stephan Schmied

Unscheinbar, aber mit einem Lächeln auf dem Gesicht

sitzt sie auf einem weißen Plastikstuhl, die Haare zum schlichten Zopf gebunden: Toni Garrn, deutsches Fräuleinwunder und Topmodel, wird für Michalskys StyleNite von Top-Visagist Stephan Schmied der Kosmetikfirma "Max Factor" höchstpersönlich geschminkt. Zwischen Pinselstrichen und Haarspraywolken finden die beiden noch genug Zeit, um ein wenig Small-Talk zu halten. Zwischendurch muss Schmied seine Unterhaltung mit Toni allerdings unterbrechen: Im Interview mit Gala.de spricht er über die kommenden Make-up-Trends und den Look der StyleNite.

Wie wurde das Make-up für die neue Kollektion von Michael Michalsky umgesetzt?

Nachdem wir uns im Dezember letzten Jahres die Stoffe der Kollektion angesehen hatten, ging alles recht schnell. Wir haben uns noch von ein paar Filmen und Zeitschriften inspirieren lassen und dann zusammen ein Auge entwickelt, das wie ein modernes Smokey-Eye aussieht. Insgesamt hat das Make-up eine ganz futuristische Anmutung. Darum geht es ja auch in der Kollektion: Die Models sehen aus wie Kriegerinnen der Stadt.

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Welche Farben wurden für das Make-up eingesetzt?

Wir haben ein kräftiges Beerenrot für die Lippen verwendet. Die Wangen glänzen und wurden mit einem rosigen Rouge betont. Insgesamt ist es sehr bunt geworden. Nur die Augenbrauen wurden überschminkt, so dass es aussieht als hätten die Models keine. Michael hat zu mir gesagt: "Du kannst richtig Gas geben", und das habe ich auch gemacht.

Die Haare der Models wurden von den "Wella Professionals"-Trend-Coaches streng nach hinten gestylt. Das Deckhaar wurde als eine Art Stachel über den gesamten Look frisiert. Für einen fast schon künstlich wirkenden Acrylglanz sorgte "Shimmer Delight" aus der "Wella Professionals"-Styling-Serie.

Wie lange dauert der Prozess von der Ideenfindung bis zur Umsetzung des Make-ups?

Es dauert nicht so lange, insgesamt saßen wir nur circa fünf Stunden zusammen bis das Konzept stand. Wenn man einfach ein bisschen rumprobiert, geht das eigentlich immer relativ schnell. Am Ende werden dann nur noch Kleinigkeiten wie einzelne Farbnuancen abgestimmt. Es ist ein schöner Prozess, denn Michael und ich sprechen die gleiche Sprache.

Die neue Kollektion von Michael Michalsky beschäftigt sich unter anderem mit Künstlichkeit. Ist das auch ein Thema für kommende Make-up-Trends?

Eigentlich kann man tragen, was einem gefällt. Und wenn man gerne einen futuristischen Look probieren möchte, kann man das durchaus machen. Die Natürlichkeit wird allerdings immer bleiben. Nude-Looks funktionieren für jede Frau einfach jeden Tag.

Was ist das wichtigste Make-up-Utensil, ohne das eine Frau das Haus nicht verlassen sollte?

Eindeutig Mascara und Concealer, das sind schon zwei schöne Dinge. Von Max Factor gefällt mir besonders die "Xperience Mascara". Sie formt schöne, einzelne schwarze Wimpern mit viel Volumen.

Wie sehen die Make-up Trends für den Sommer 2011 aus?

Lippen sind natürlich ein großes Thema. Man kann gerne wieder Lippen und Augen gleichzeitig betonen und das wird auch weiterhin so bleiben. In Bezug auf die Farben kommt Apricot, gerne auch mal ein kräftiges Orange. Und für die Wimpern gilt natürlich: viel Mascara.

Andrea Zernial

Make-up-Skizzen (links) dienen den Visagisten als Vorlage für die Umsetzung am Model.

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