Naturkosmetik für den Mann: Leonard Diepenbrock steigt in die Beauty-Branche ein

Der frühere RTL-Moderator Leonard Diepenbrock hat sich ein neues Standbein in der Beauty-Industrie aufgebaut. Mit seiner Marke "Jean & Len" verdeutlicht er, wie sehr sich das Pflegebedürfnis von Männern verändert hat und wie begehrt Naturkosmetik ist

Leonard Diepenbrock.

Leonard Diepenbrock, 46, stand mehrere Jahre für den Privatsender RTL vor der Kamera und moderierte unteranderem die Formate "Exclusiv" und "Punkt 6". Eigentlich ist er aber studierter Betriebswirtschaftler mit großen Visionen. "Mein Ziel war es, eine große Firma zu gründen", erklärt er gegenüber "Welt". Seine Marke "Jean & Len" soll bald auch den britischen Markt erobern. Diepenbrock ist zuversichtlich und genau diesen Gründermut möchte er auch seinen Kindern mitgeben: "Ich möchte keine Erben großziehen, die sich nie getraut haben, ihren Traum zu leben und dann unglücklich werden." Daher ging es für ihn raus aus dem Fernsehstudio und rein in den Beauty-Salon.

Zielgruppe Mann: einfach und effizient 

Unmännlich sei das für ihn ganz und gar nicht. In den letzten Jahren hat die Beauty-Industrie nämlich ein Geheimnis gelüftet: Nicht nur Frauen feilen, peelen und schmieren im Badezimmer. Männer tun es auch und müssen dafür längst nicht mehr die Tagescreme der Ehefrau stibitzen. Der Beauty-Markt für Männer boomt und unterscheidet sich gar nicht so sehr von dem der Frauen. Eine Studie der "Schwenniger Krankenkasse" hat im vergangenen Jahr ergeben, dass 55 Prozent der deutschen Männer nie ohne Styling aus dem Haus gehen würden. Die Quote der Frauen liegt mit 56 Prozent nur minimal höher.

Wie viele Kerle benötigt auch Leonard Diepenbrock morgens nur elf Minuten im Bad. Es muss schnell, einfach und effizient sein. In dieser kurzen Zeit fällt der prüfende Blick in den Spiegel: Falten und tiefe Ringe unter den Augen, erste graue Haare und auch der Bart glänzt nicht mehr wie noch vor einem Jahrzehnt. Damit breiten sich intensive Pflege und Eitelkeit auch bei den Heeren der Schöpfung aus. Mit sogenannten Alleskönnern ziehen die Kerle in den Kampf. Zum Beispiel soll das Duschgel sowohl für Körper als auch fürs Haar geeignet sein. 

Leonard Diepenbrock schwört bei "Jean & Len" auf Naturkosmetik 

Der Moderator hat erkannt, dass beide Geschlechter vermehrt auf natürliche Produkte setzen. Daher kommen die "Jean & Len"-Produkte ohne Mineralöle, Parabene und Silikone aus – alles rein vegan und natürlich gut riechend. Die Philosophie des Unternehmers lautet:

"Was deine Haut berührt, wird ein Teil von dir."

Diepenbrock schätzt die Haltung der Deutschen richtig ein, denn allein in den vergangenen zwei Jahren griffen 1,2 Millionen Konsumenten mehr zu Naturkosmetik. Der Markt wächst und so weiß der 46-Jährige: "Es war nie einfach ein Start-Up zu gründen."
Das sorgt allerdings auch für viele schwarze Schafe. Die Hersteller drängen sich in den Drogeriemärkten derzeit um die "grünen Regale" und versuchen auf den Öko-Zug zu springen. Der Kunde wird dabei oft verschaukelt, denn nicht jede mit Blättern verzierte Flasche bedeutet Naturkosmetik. 

Naturkosmetik

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Naturkosmetik

Vegan & grün? Worauf bei Naturkosmetik zu achten ist

  • Eine übergreifende Definition von Naturkosmetik gibt es nicht. Das Label "ohne Tierversuche" bedeutet zum Beispiel lediglich, dass die Beauty-Firma selbst keine Tierversuche durchführt. Allerdings werden die Inhaltsstoffe oft extern eingekauft, wodurch die Transparenz verloren geht. Käufer sollten allgemein skeptisch werden, sobald das Produkt mit Ländern wie China in Verbindung steht. Dort gibt es keinen Tierschutz und es kann nicht nachgewiesen werden, ob tatsächlich nicht an Tieren getestet wurde.
  • Siegel wie EcoCert, NaTrue und EcoControl  sollen den Kunden bei dem Kauf echter Naturkosmetik helfen. Allerdings ist die Bedeutung der Siegel nicht einheitlich, wodurch schnell Verwirrung entstehen kann. Es lohnt sich oft im Drogeriemarkt nochmal das Handy zu zücken und zu googeln, was das Siegel auf dem Produkt wirklich aussagt. 
  • Hautirritationen sind bei Naturkosmetik verblüffender Weise keine Seltenheit, da die Stoffe intensiver sind. Die Produkte sollten also vor regelmäßigem Gebrauch an einer Körperstelle getestet werden. Das Handgelenk oder die Stelle unterm Ohr eignen sich dafür immer gut. 
  • Durch die fehlenden Konservierungsstoffe ist Naturkosmetik nicht ganz so lange haltbar. Verbraucher sollten daher stets das Verfallsdatum im Auge behalten. 

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Quelle: Verbraucherzentrale.de WELT, Bio.markt.info, Schwenniger Krankenkasse, jeanlen.de

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