Kylie Jenner: Sie verkauft 51 Prozent ihres Unternehmens

Kylie Jenner trennt sich von der Mehrheit ihres Beauty-Unternehmens "Kylie Cosmetics" und verkauft ihn an den Konzern Coty. Ein Experte erklärt diese Business-Entscheidung gegenüber GALA. 

Kylie Jenner, 22, ist laut "Forbes" die jüngste Selfmade-Milliardärin der Welt. Zu ihrem Vermögen kommt jetzt ein dicker Batzen Geld dazu: Sie hat dem Beauty-Konzern Coty 51 Prozent, also die Mehrheit ihres Unternehmens "Kylie Cosmetics" überlassen. Natürlich nicht umsonst: Die Halbschwester von Kim Kardashian bekommt dafür knapp 540 Millionen Euro.

Kylie Cosmetics: Käufer ist der Mega-Konzern Coty

Was steckt hinter diesem Mega-Deal, warum verkauft Kylie ihr mega erfolgreiches Herzensprojekt, das einen Umsatz von knapp 180 Millionen Euro im Jahr erzielt?

Käufer ist der riesige Beauty-Konzern Coty – mehrheitlicher Besitzer ist die deutsche Milliardärsfamilie Reimann. Dem Konzern gehören unter anderem die Marken Wella und Max Factor und Parfums von Marken wie Adidas, Balenciaga und Calvin Klein.

Coty kauft 51 % von Kylie Cosmetics - keine feindliche Übernahme

Heißt das nun, dass Kylie im eigenen Unternehmen nichts mehr zu sagen hat? Nein, erklärt Gernot Kramper, Wirtschafts-Experte für Stern.de gegenüber GALA. "Das wäre sehr unwahrscheinlich, denn die Beautylinie lebt von ihrer Inspiration und ihrem Gesicht." Er nennt es keine feindliche Übernahme, sondern "eine Liebeshochzeit".  

Für Coty ist der Deal lukrativ, weil sie so im jungen, sehr erfolgreichen Influencer-Business mitmischen können. Und auch Kylie hat einmal mehr bewiesen, dass sie gerne unterschätzt wird und durchaus eine sehr clevere Geschäftsfrau ist. Kramper erklärt: "Durch den Teilverkauf ihrer Marke vergoldet sie nun ihre Beauty-Aktivitäten der vergangenen Jahre. Und das ist klug. Denn ihre Beautyfirma hat einen glänzenden Start hingelegt, aber das muss nicht immer so weiter gehen."

Was der Experte aber auch spannend findet: Die Kombination der beiden Firmen. "Die Reimanns sind so Öffentlichkeitsscheu, dass man kaum etwas von ihnen weiß – während es bei Kylie Jenner und dem Kardashian-Klan keinen Konflikt gibt, der noch nicht vor aller Öffentlichkeit breitgetreten wurde", weiß er. 

Unternehmerin Kylie Jenner

"Kylie Cosmetics" ist nur eins ihrer vielen Standbeine: Modeljobs, Mode-Kollektionen und Apps gehören auch dazu. Und falls der Beauty-Trend eben doch mal abebbt, ist Kylie nicht mehr Alleinverantwortliche des Unternehmens. Zusätzlich sind die halbe Milliarde Euro natürlich auch ein sehr sicheres Polster für die Zukunft der jungen Unternehmerin, die durch den Erfolg ihrer Familie zusätzlich abgesichert zu sein scheint.

"Geschickt hat Jenner bisher ihre enorme Reichweite über Social-Media-Kanäle genutzt, um ihre Lippenstifte und Rouge-Töpfchen zu bewerben. Und das wird sie auch weiter so machen, denn ohne sie wäre 'Kylie Cosmetics' nichts wert", erklärt der Experte gegenüber GALA. 

Win-Win-Situation

Kylie ist Vorbild für Millionen Millenials, allein bei Instagram folgen ihr 151 Millionen User. "Umgekehrt kann sich der Einstieg von Coty auf für "Kylie Cosmetics" positiv auswirken. Denn es könnte nun ein neuer Vertriebsweg für ihre Kosmetik dazukommen: Der stationäre Handel. Und der internationale Ausbau. Hier hapert es noch, doch Coty könnte zum perfekten Türöffner für Kylie Cosmetics werden", resümiert Kramper.

Klingt also nach einem ganz smarten Schritt der Milliardärin.

Verwendete Quellen: Stern.de

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