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Kristin Zirnsak Kieferbruch! Wie die Moderatorin für ihr Lächeln kämpfte

Kristin Zirnsak vor ihrer Operation. 
Kristin Zirnsak vor ihrer Operation. 
© Christin Klose
Der Traumjob zum Greifen nah, doch dann kommt einem das eigene Aussehen in die Quere. Ein Martyrium, das Model und Moderatorin Kristin Zirnsak endlich beenden wollte

Seit langer Zeit verfolgt Kristin Zirnsak, 31, ihren Traum als Model und TV-Moderatorin durchzustarten. Trotz passender Ausbildung, Zirnsak ist studierte Moderatorin, hagelte es zahlreiche Jobabsagen. Die Beweggründe waren meist die gleichen: Zirnsak litt unter einem extremen Kreuzbiss, konnte kein typisches TV-Lächeln vorweisen. Um ihr Manko endlich loszuwerden, entschied sie sich zu einem radikalen Schritt - sie ließ sich den Kiefer brechen. Im Gespräch mit GALA sprach die 31-Jährige über die Operation, die Schmerzen und warum sie diese immer wieder in Kauf nehmen würde.

GALA: Frau Zirnsak, was waren Ihre Beweggründe für den Eingriff?

Kristin Zirnsak: Ich habe 30 Jahre mit der Fehlstellung gelebt, da ich einfach zu große Angst vor der Operation hatte, mich aber oft für mein Lächeln geschämt habe. Beruflich bin ich mehrmals an dem Kreuzbiss gescheitert. Dass mir dieses optische Manko als Moderatorin so im Weg stand, das hat mich zum Nachdenken gebracht und ich habe mich mit dem Thema auseinandergesetzt. Als der Arzt mir auch aus medizinischen Gründen dazu riet die Korrektur vornehmen zu lassen, beschloss ich mich der schweren Operation und damit einer meiner größten Ängste zu stellen.

Kristin Zirnsak im April 2013. Die Fehlstellung der beiden Kiefer und der daraus resultierende Kreuzbiss sind deutlich zu erkennen.
Kristin Zirnsak im April 2013. Die Fehlstellung der beiden Kiefer und der daraus resultierende Kreuzbiss sind deutlich zu erkennen.
© Privat, Kristin Zirnsak

GALA: Wie schmerzhaft war es, sich den Kiefer operativ brechen zu lassen?

Kristin Zirnsak: Ich litt unter einem recht schwierigen Kreuzbiss, der nur durch einen operativen Eingriff des Ober- und Unterkiefers korrigiert werden konnte. Daher musste der Kiefer mehrfach zertrennt werden. Die ersten 3-4 Tage hatte ich stärkere Schmerzen, die aber durch die Medikamente und die Versorgung im Krankenhaus gut auszuhalten waren. In den ersten 14 Tagen nach der Operation konnte ich die leichten Schmerzen mit einem Schmerzmittel zu Hause gut in den Griff bekommen.

GALA: Würden Sie die Schmerzen noch einmal in Kauf nehmen?

Kristin Zirnsak: Absolut. Die Operation wurde mir auch als medizinisch notwendig angeraten. Durch die Fehlstellung nutzte sich das Kiefergelenk unregelmäßig ab und es kam zu ersten Beschwerden an Tagen, an denen ich viel redete. Davon mal abgesehen, mein Gesicht und mein Lächeln wirken jetzt endlich positiv und symmetrisch. Ende Januar 2019 kommt die Zahnspange endlich raus. Ich habe bald das TV-Lächeln, welches ich mir immer gewünscht habe.

Kristin Zirnsak zeigt ihren begradigten Kiefer im September 2018. Bis Ende Januar 2019 muss sie eine Zahnspange tragen. 
Kristin Zirnsak zeigt ihren begradigten Kiefer im September 2018. Bis Ende Januar 2019 muss sie eine Zahnspange tragen. 
© Privat, Kristin Zirnsak

GALA: Was erhoffen Sie sich von dem Eingriff?

Kristin Zirnsak: Ich erhoffe mir, nun mit dem Fernsehlächeln und meiner fachlichen Kompetenz in den großen Sendegruppen moderieren zu können und nicht mehr aufgrund der Fehlstellung Absagen zu erhalten. Vor allem in der Sportmoderation habe ich schon viel moderiert und möchte in dem Bereich gerne bei einem großen Sender tätig werden. Und natürlich freue ich mich endlich lächeln zu können, ohne mich unwohl zu fühlen.

Verwendete Quellen:Eigenrecherche, Bild

ame Gala

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