Experten-Einschätzung: Wie giftig sind Haarfärbemittel wirklich?

Keanu Reeves' neue Freundin Alexandra Grant offenbarte vor wenigen Tagen, dass giftige Farbstoffe in Haarfärbemittel der Grund seien, warum sie ihre Haare nicht färbe. Wie giftig sind Haarcolorationen & Co. wirklich? Wir haben einen Experten befragt.

Alexandra Grant, Keanu Reeves

Alexandra Grant, 46, die Freundin des Hollywood-Schauspielers Keanu Reeves, 55, steht trotz fieser Kommentare zu ihren grauen Haaren. Dabei trägt sie den Silberton nicht nur als Style-Statement. Der eigentliche Grund, warum sie ihre Haare nicht mehr färbt, hat einen ganz ernsten Hintergrund - der, wie unser Experte sagt, auch zum Teil berechtigt ist.

Krebs-Risiko: Darum färbt Alexandra Grant nicht mehr ihre Haare

Auf Instagram teilte die Künstlerin kürzlich einen Artikel des "Newsweek Magazines", der über eine neue Studie berichtete, bei der der Frage nach dem Zusammenhang zwischen Brustkrebs und Haarfärbemitteln beziehungsweise glättenden Haarprodukten nachgegangen wurde. Laut dieser Studie kann sich bei regelmäßigem Konsum von permanenten Haarfärbemitteln und glättenden Produkten das Risiko einer Krebserkrankung um ca. 60 Prozent erhöhen. 

Unter das Bild schreibt Alexandra Grant:

"Ich wurde in meinen frühen 20ern vorzeitig grau und färbte meine Haare in jeder beliebigen Farbe, so lange, bis ich die giftigen Farbstoffe nicht mehr ertragen konnte."

In ihren 30ern entschied sie sich dann für ihren natürlichen grauen Look. 

Wie gefährlich sind Haarfärbemittel?

Haarfärbemittel stehen immer wieder in der Kritik, aber wie giftig sind die chemischen Produkte denn wirklich? Wir haben Dr. Bruce Reith, Chefarzt und Leiter des Haarzentrums Medical Hair & Estehtic der Bodenseeklinik Prof. Mang zu dem Thema befragt. 

Experteninterview mit Dr. Bruce Reith von der Bodenseeklinik Prof. Mang

GALA: Sind Färbemittel und oder glättende Haarprodukte wirklich krebserregend?
Dr. Reith: "Forscher haben den möglichen Zusammenhang zwischen Haarfärbemitteln und Krebs lange Zeit untersucht, aber die Ergebnisse waren inkonsistent.

Jetzt haben Wissenschaftler der National Institutes of Health aber festgestellt, dass Frauen, die permanente Haarfärbemittel und chemische Haarglätter verwenden, ein höheres Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken, als Frauen, die diese Produkte nicht verwenden.

Die Studien zeigen, dass zwar ein Zusammenhang besteht, nicht aber deren Ursache. Vielleicht verursachen diese Produkte Krebs, vielleicht auch nicht."
(Die Studie wurde am 4. Dezember 19 im International Journal of Cancer online veröffentlicht und deutet darauf hin, dass das Brustkrebsrisiko mit der häufigeren Verwendung dieser chemischen Haarprodukte steigt.)

Welche Substanzen sind so gefährlich?
"Welche Stoffe genau den Krebs verursachen, kann nicht genau bestimmt werden. Man vermutet aromatische Amine und Chemikalien, die auch in Tabakrauch und industriellen Nebenprodukten enthalten sind. Es wurde festgestellt, dass einige dieser Farbstoffe bei Ratten Tumore in den Milchdrüsen auslösen."

Wir sind vielen Dingen ausgesetzt, die möglicherweise zu Brustkrebs führen können, und es ist unwahrscheinlich, dass ein einzelner Faktor das Krebsrisiko einer Frau erklärt.

 

Radikaler Haarschnitt

Stars mit Glatze

Und dann kam der Rasierer - Pink postet auf Instagram ein Bild ihrer neuen, raspelkurzen Mähne. Der Glatzen-Look sorgt bei Schauspiel-Kolleginnen für Begeisterung. Kate Hudson kommentiert, ein Radikalschlag bei Haaren sei das befreiendste überhaupt. Selma Blair wiederum spielt auf ihre eigenen kurzen Haare an und schreibt: "Zwillinge". Kurze Haare sind bei der Sängerin nicht ungewöhnlich, diese rigorose Typveränderung aber dennoch nicht minder spannend. 
Hätten Sie diese Schauspielerin auf den ersten Blick erkannt? "Lost"-Star Evangeline Lilly zeigt sich auf Instagram mit einer Fast-Glatze. Die 40-Jährige hat sich von ihren langen, lockigen Haaren verabschiedet. 
Zack, und ab! Musiker Zayn Malik hat sich von seinen kurzen Haarstoppeln getrennt und trägt jetzt Komplettglatze. Modelfreundin Gigi Hadid scheint es jedoch sehr gut zu gefallen - und Mama Trisha Malik ebenfalls.
Der beliebte Sänger feiert Comeback! Helmut Lotti, 46, (13. Millionen verkaufte Platten) kommt nach 5-jähriger Auszeit zurück auf die Bühne. Eines hat er allerdings vergessen: Seine Haare. Jahrelang trug Lotti auf Nachdruck seiner Plattenfirma nämlich ein Tupet - damit ist jetzt Schluss!

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Worauf sollten Frauen bei Haarfärbemittel generell achten?
"Haarpflegeprodukte enthalten mehr als 5.000 Chemikalien. Die meisten Farbstoffe und Inhaltsstoffe sind auf dem Etikett nicht "zuverlässig dokumentiert". In Studien wurde festgestellt, dass das Brustkrebsrisiko bei Frauen geringer ist, die sich in einem professionellen Umfeld, wie einem beispielsweise einem Salon mit Experten, dauerhaft die Haare gefärbt haben."

Wie sieht das in der Schwangerschaft aus? Ist das Haarefärben wirklich risikobehaftet für das Kind?
"Sofern keine Aufnahme der Inhaltsstoffe in großem Umfang, zum Beispiel orale Aufnahme, stattfindet, ist eine kindliche Schädigung durch Haarfärbemittel in der Schwangerschaft nicht zu befürchten. Ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko lässt sich aus den aktuellen Daten beim Menschen nicht ableiten. Da jedoch für zahlreiche Wirkstoffe keine ausreichenden Untersuchungen beim Menschen existieren, sollte die Anwendung im ersten Schwangerschaftsdrittel mit Zurückhaltung erfolgen." 

Schwangere Stars

Glücklich für zwei

Lena Gercke im Schnee
Lena Gercke zeigt ihren Babybauch
Gleich zwei Premieren feiert Michelle Williams auf dem roten Teppich der Golden Globes: Zum einen stellt sie sich erstmals gemeinsam mit ihrem neuen Partner Thomas Kail den Fotografen, zum anderen lässt ihr maßgeschneidertes Louis Vuitton den heranwachsenden Babybauch erahnen. Schöner könnte das Jahr für die talentierte Schauspielerin nicht anfangen. 
Kugelrund und glitzernd startet Petra Ecclestone ins neue Jahr. Sie erwartet ihr viertes Kind, es ist das erste mit Partner Sam Palmer.

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Wie kann es sein, dass manche Frauen schon in ihren 20er Jahren ergrauen und manche gar nicht?
"Ein frühzeitiges Ergrauen kann Ursache einer Erkrankung, einer Fehlernährung, einem Vitamin B12 Mangel, Nikotinkonsum, bestimmter Medikamente, Stress oder genetische Veranlagung sein. Letzteres ist auch die Ursache, wieso manche Frauen gar nicht ergrauen."

Verwendete Quellen: Instagram, Newsweek, Experteninterview

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