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Karlie Kloss Dicker retuschiert

Karlie Kloss auf dem Cover des Modemagazins "Numéro"
Karlie Kloss auf dem Cover des Modemagazins "Numéro"
© www.cheezburger.com
Längst gehört es zum Standardprogramm, Models und Werbestars schöner, schlanker oder jünger zu retuschieren. Überraschend ist jedoch, dass Topmodels wie Karlie Kloss mit Photoshop fülliger gemacht werden müssen, damit sie gesund aussehen

Photoshop mal umgekehrt: Wie "cheezburger.com" berichtet, werden Supermodels wie Karlie Kloss für Fotoshootings dicker retuschiert. Dies ist in Zeiten von Magermodels und Essstörungen eine echte Neuheit im sonst so strikten Modebusiness.

Auf dem Cover des Modemagazins "Numéro" räkelt sich das amerikanische Model Karlie Kloss oben ohne und betont lasziv. Erst der Abgleich zwischen Originalbild und dem gedruckten Cover macht deutlich: Kloss wurde eindeutig dicker retuschiert. Um gesünder auszusehen und die scharf hervorstechenden Rippenbögen zu vertuschen, wurden dem Model kurzerhand mit Photoshop einige extra Gramm Körpermasse verpasst.

Erstmals öffentlich angesprochen hat diese Praxis die ehemalige "Cosmopolitan"-Redakteurin Leah Hardy. Sie gab zu, Models im Nachhinein rundlicher bearbeiten zu lassen, damit diese gesünder aussehen. Wie verbreitet diese Methode wirklich ist, haben mehrere ihrer Kolleginnen inzwischen bestätigt.

Wie "dailymail.co.uk" berichtet, gaben unter anderem auch Jane Druker, Redakteurin beim britischen "Healthy"-Magazin, und Alexandra Shulman von der englischen Vogue zu, Models im Nachhinein dicker zu retuschieren. Robin Derrick, Kreativdirektor der Vogue UK, sagte dazu: "Ich habe die ersten zehn Jahre meiner Karriere damit verbracht, die Mädchen dünner aussehen zu lassen - und die letzten zehn, sie dicker erscheinen zu lassen".

Weniger gefährlich ist diese virtuelle Gewichtszunahme nicht. Wurden Modemagazine und Werbekampagnen früher dafür kritisiert, ein schier unerrreichbares Schönheitsideal durch retuschierte Fotos vorzugeben, werden nun die bedenklichen körperlichen Zustände der Magermodels abgeschwächt. Der anhaltenden Diskussion, Magermodels keine lukrativen Verträge oder Laufstegjobs mehr zu geben, tut dies sicherlich nicht gut.

Hervorstechende Rippen und sehnige Achselhöhlen: Karlie Kloss wurde für das Cover des "Numéro"-Magazins sichtbar retuschiert. Selbst nach dem Einsatz von Photoshop sieht das Model jedoch erschreckend mager und runterhungert aus.
Hervorstechende Rippen und sehnige Achselhöhlen: Karlie Kloss wurde für das Cover des "Numéro"-Magazins sichtbar retuschiert. Selbst nach dem Einsatz von Photoshop sieht das Model jedoch erschreckend mager und runterhungert aus.
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kst Gala


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