James Franco "Ich gehe gern an meine Grenzen"


Schauspieler, Regisseur, Maler, Schriftsteller – und Duft-Model: James Franco kann (fast) alles. "Gala" traf den Hollywood-Rebellen in Mailand auf der Fashion-Week

Zum Interview im Hotel "Four Seasons" erscheint James Franco lässig in Jeans und Lederjacke, die braunen Locken professionell verwuschelt. Der anstrengende Vormittag - erst die Gucci Menswear Show, dann ein Fotoshooting - hat Spuren hinterlassen, der 35-Jährige wirkt ein wenig erschöpft. Trotzdem beantwortet er geduldig alle Fragen.

Was Sie noch wissen sollten: James Franco besitzt einen Master of Fine Arts und lehrt seit 2013 das Fach Film an zwei kalifornischen Universitäten. Seit September ziert er die Anzeigenmotive von "Made to Measure", dem neuen Gucci-Herrenduft. EdT, 50 ml, ca. 68 Euro
Was Sie noch wissen sollten: James Franco besitzt einen Master of Fine Arts und lehrt seit 2013 das Fach Film an zwei kalifornischen Universitäten. Seit September ziert er die Anzeigenmotive von "Made to Measure", dem neuen Gucci-Herrenduft. EdT, 50 ml, ca. 68 Euro
© PR

Gibt es einen Duft, der Sie an Ihre Kindheit erinnert?

Vor unserem Haus standen zwei große Kiefern, also auf jeden Fall der Geruch von Kiefernnadeln. Und natürlich Spaghetti al pomodoro, die sind bis heute mein Lieblingsessen.

Gerade haben Sie mit Frida Giannini, Creative Director von Gucci, die Dokumentation "The Director" gedreht. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Ich kenne Frida schon seit fünf Jahren. Wir teilen viele Interessen und haben immer eine Menge Spaß. Als ich einen Film über Modedesigner machen wollte, fragte ich sie natürlich.

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Schon zum dritten Mal werben Sie für ein Gucci-Parfüm. Dabei ist Kosmetik nicht gerade Ihr Lieblingsthema ...

Ich kann einfach über Düfte nicht so gut und lange sprechen wie über ein neues Filmprojekt oder einen tollen Song aus dem Radio.

Unter anderem haben Sie kreatives Schreiben studiert. Was zieht Sie immer wieder zurück an die Universität?

Als Student definiert man Erfolg noch anders und spürt weniger Druck. Für mich ist das wie eine Flucht aus Hollywood. Nicht, dass Hollywood schlimm wäre - ich liebe die Filmgeschichte und die Arbeit am Set. Wäre das allerdings alles in meinem Leben, würde ich mich etwas verloren fühlen.

Sie drehen ein Märchenabenteuer wie "Die fantastische Welt von Oz" und gleich danach das Schwulendrama "Interior Leather Bar". Schockieren Sie gern Ihr Publikum?

Ich glaube an alle meine Projekte, ob Studio- Blockbuster oder unabhängiger Kunstfilm. Das Publikum spürt offenbar, dass mich immer nur meine Neugier antreibt und nicht Ruhm oder mein Ego. Ich gehe gern an meine Grenzen, weil ich dadurch neue Welten entdecken kann. Und die Zuschauer mit mir.

Matthias Hinz

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