Iris Berben: Darum macht sie "eisern" keinen Sport mehr

Früher war sie die "Sportskanone", heute macht sie "eisern keinen Sport mehr", sagt Iris Berben im Interview.

Iris Berben bei den Filmfestspielen in Cannes

Iris Berben bei den Filmfestspielen in Cannes

war in der Schule "die Sportskanone", wie die Schauspielerin im Interview mit spot on news erzählt. "Das ist das Gegenteil von dem, was ich heute bin", sagt die 66-Jährige: "Ich behaupte immer, dass ich das alles in meiner Schulzeit erledigt habe. Darum mache ich heute eisern keinen Sport mehr. Damals habe ich aber wirklich gerne Sport getrieben, ich fand den Wettbewerb toll, sich mit anderen Schulen zu treffen und auszutauschen, war großartig. Da war ich ganz schön ehrgeizig. Aber wenn man gut in etwas ist, ist der Ehrgeiz relativ nah."

Auch ohne Sport wurde Berben in einer Umfrage von "Auf einen Blick" jüngst zu Deutschlands schönster Frau über 50 gewählt. Auf die Frage, ob ihr das etwas bedeutet, antwortete die Schauspielerin: "Nein. Das ist, als ob man eine schöne Torte hat und dann noch einen Schlag Sahne drauf bekommt. Natürlich ist das nett. Es hat aber nichts damit zu tun, wie man sich selbst sieht. Es ist schön, so wahrgenommen zu werden, aber es ist auch beruhigend, dass das Äußere nicht das ist, womit man die letzten sechs Jahrzehnte sein Leben verbracht hat. Ich denke, ich werde hauptsächlich für etwas anderes wahrgenommen. Daher sehe ich das einfach nur als Kompliment."

Einsatz war der Auslöser

Die Schauspielerin hat gerade einer bekannten Figur ihre Stimme geliehen, die ihre Sportlichkeit unter anderem in Schottland bei den Hochland-Spielen unter Beweis stellt: als Sprecherin des Hörbuchs " : Ein neues Abenteuer und zwei weitere Geschichten" (Der Audio Verlag, 11,99 Euro). Oscar-Preisträgerin Emma Thompson (57, " ") hat neue Geschichten rund um den beliebten Kinderbuchhelden geschrieben.

"Die Figur Peter Hase war mir immer ein Begriff und präsent, ohne dass ich sagen könnte, wodurch genau", erklärt Berben. "Ich habe das Gefühl, dass mich das über viele Jahrzehnte begleitet hat. Von Emma Thompsons Engagement für Peter Hase wusste ich allerdings zunächst nichts."

Aber sie sei dann schnell begeistert gewesen, sagt Berben: "Einerseits ist es ungewöhnlich, dass eine Schauspielerin eine solche Geschichte fortführt. Auf der anderen Seite: Auch sie wird Peter Hase begleitet haben. Sich hinzusetzen und das weiterzuschreiben, ist eine so liebevolle Idee von ihr. Emma Thompson und ihr Einsatz, diese Figur den Kindern wieder nahe zu bringen, war für mich auch der Anlass, dazu beizutragen, Peter Hase im deutschen Raum weiterzuverbreiten."

"Als Oma merke ich, mit was Kinder gefüttert werden"

Und was ist das Besondere an der Figur? "Ich bin inzwischen zweifache Großmutter und man merkt, mit was die Kinder heute gefüttert werden, vor allem medial", so Berben: "Oder mit Spielzeug, das mehr Ablenkung als Spielzeug ist... Eine Figur mit einer so langen Haltbarkeit anzunehmen, hat sicher auch mit der Sehnsucht der Eltern zu tun, so etwas weiter zu vermitteln. In dieser ungeheuren Schnelllebigkeit, die vorherrscht, die ständig neue Figuren und Ereignisse hervorbringt, sehnen wir uns nach diesen beständigen Figuren. Ich will mich nicht gegen Veränderung aussprechen. Aber es gibt diese tröstenden Figuren, die für Wärme stehen. Und dazu gehört Peter Hase. Dieses Weitergeben von Generation zu Generation ist entscheidend. "

Deshalb mag Iris Berben den "Struwwelpeter"

Über ihre Lieblings-Figuren aus Kinderbüchern erzählt Berben: "Ich bin immer ein sehr großer Fan des 'Struwwelpeter' gewesen. Vor allem deshalb, weil er ein alter Anarchist war. Der Zappel-Philipp war die erste Rolle, die ich im Kindergarten gespielt habe. Da war ich wahrscheinlich auf dem Punkt besetzt."

"Struwwelpeter" sei aber im Gegensatz zu "Peter Hase" für etwas ältere Kinder gedacht. "Peter Hase" seien die ersten zärtlichen Geschichten, die man Kindern erzählt, sagt Berben. "Sie haben etwas mit Mut, Wagnis und Freundschaft zu tun. Es ist ganz wichtig, dass Kinder mit diesen Wertigkeiten groß werden. Wunderbar ist auch, dass es ein Hase ist und kein kleiner Junge. Das nimmt ein bisschen die Realität raus, trotzdem ist es in der realen Welt eines Kindes angesiedelt. Das finde ich eine schöne Idee."

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