Intimchirurgie: Keine falsche Scham: Warum Frauen immer unzufriedener sind

Die Intimchirugie gewinnt immer mehr an Bedeutung. Denn die haarlose Ästhetik legt den Blick unter die Gürtellinie frei. Das steigert den Wunsch nach optischer Perfektion. Ein Report über die Motive von Korrekturmaßnahmen im Intimbereich

Warum schauen plötzlich alle so genau, wie es südlich des Bauchnabels aussieht?

Intimchirugie: Kein Tabuthema mehr

Mit den "Vagina Monologen" von Theaterautorin Eve Ensler, 64, fing es an. Auf den wichtigsten Bühnen der Welt rezitierten Schauspielerinnen und Künstlerinnen um die Jahrtausendwende herum Geschichten über das primäre weibliche Geschlechtsorgan. Eine Bewegung, die Stärke der Frauen ausdrücken sollte. Später feierten die russischen Feministinnen von Pussy Riot (allein der Bandname) in ihrem Song "Straight Outta Vagina" die Überlegenheit der Frau. Dass die weibliche Intim- keine Tabuzone mehr ist, trifft den Zeitgeist. Das gilt auch für ästhetische Korrekturen.

Mehr Schönheits-OPs

Wurden in Deutschland im Jahr 2013 etwa 8,4 Prozent der Beauty-OPs unter der Gürtellinie durchgeführt, waren es 2017 schon mehr als 11,5 Prozent, bilanziert die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen in einer Studie. Das Thema Schönheitsoptimierung ist damit an einer neuen Stelle angekommen. Warum das so ist? Was früher dezent vom Busch verdeckt wurde, wird in Zeiten haarloser Ästhetik rasch sichtbar. Und somit der (Selbst-)Kritik ausgesetzt. Viele Frauen leiden unter der in ihren Augen mangelnden Attraktivität ihrer Vagina.

Damit sind Frauen unzufrieden

In einer internationalen Studie waren 61 Prozent der Befragten mit dem Aussehen und 47 Prozent mit der Größe unzufrieden. Sie empfanden besonders ihre Schamlippen als zu groß oder zu klein oder zu erschlafft. Die medizinischen Ursachen hierfür können ein angeborener Defekt sein, eine starke Gewichtsabnahme, die Geburt eines oder mehrerer Kinder oder einfach das fortschreitende Alter. Fazit: absolut natürliche Vorgänge, kein Anlass zur Sorge.

Andere Problemzonen

Ästhetisch betrachtet allerdings gilt als "goldener Schnitt", wenn die äußeren Schamlippen (Labien) die inneren vollständig bedecken. Ragen sie dagegen hervor, empfinden viele Menschen das als optisch störend. Und das kann wiederum das Sexualleben beeinträchtigen oder sich auf sportliche Aktivitäten auswirken. Häufig wünschen sich Frauen eine operative Korrektur, weil ihre Labien asymmetrisch sind. Auch der Venushügel kann zur Problemzone werden, wenn er sich durch eine genetische Veranlagung, Gewichtszunahme oder die Wechseljahre übermäßig ausbildet und sich dann unter enger Kleidung abzeichnet.

Stars sprechen offen über das Thema

Celebritys sprechen inzwischen nicht nur auf der Theaterbühne über den Vaginalbereich, sondern geben offen zu, selbst ästhetische Optimierungsmaßnahmen vorgenommen zu haben. Das zeigt das Beispiel , 48. Die französische Schauspielerin schwärmte in einer US-Talkshow, dass sie sich nach der Geburt ihres Sohnes einer vaginalen Verjüngung, sprich Muskelstraffung, unterzogen habe.

Danach war es besser als zuvor. Ich meine, du fühlst dich wie Superwoman!

Und das wiederum trifft den Geist, der einst von den "Vagina Monologen" ausging.

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