Hormone: Das ist der neue Beauty-Trend

Hormone für eine straffe Haut? Kosmetikindustrie und Dermatologen setzen vermehrt auf Östrogene und Co. Das hat es mit dem Trend auf sich.

Charlize Theron ist strikte Gegnerin von Schönheits-OPs. Ob sie trotzdem auf Hormone für die Hautpflege setzen würde?

Der jüngste Beauty-Trend könnte älter nicht sein: Dermatologen und Schönheitsindustrie setzen im Kampf gegen die Hautalterung neuerdings auf Östrogene und andere Hormone. Denn diese sollen nicht nur bei Wechseljahresbeschwerden helfen, sondern auch für eine straffe Haut sorgen und gegen Akne und Haarausfall wirken.

Wie wirken sich Hormone auf die Schönheit aus?

In erster Linie regeln Hormone den gesamten Stoffwechsel und haben somit nicht nur einen großen Einfluss auf Körper und Psyche, sondern auch auf Haut und Haare. Geraten sie durcheinander, also herrscht ein Mangel oder Überschuss, kann sich dies durch Falten, Trockenheit oder Unreinheiten auf der Haut abzeichnen und Haarausfall begünstigen.

Carmen Geiss

So sieht sie bald vielleicht nicht mehr aus

Carmen Geiss
Mit einer frischen Haarfarbe ins neue Jahr. Das hat nun auch Carmen Geiss getestet. Und das mit einer besonderen Methode: Mit einem Filter testete sie eine neue Haarfarbe an sich aus - und postete das Ergebnis auf Instagram. Die Meinungen der Fans reichten von "Bleib so wie du bist ... alles andere wäre ein Fehler" bis hin zu "Ich finde es toll". Für welche Farbe Carmen sich entschieden hat sehen Sie oben im Video.
©Gala

Welche Hormone spielen dabei eine Rolle?

Ein hoher Östrogenspiegel sorgt für eine verringerte Talgproduktion in den Poren und eine verbesserte Durchfeuchtung der Haut. Auch die Bildung von Kollagen wird durch Östrogen begünstigt, weswegen ein hoher Östrogenspiegel für eine straffere Haut sorgt.

Das Gelbkörperhormon Progesteron spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Haut: Ein hoher Progesteronspiegel (z.B. in der Schwangerschaft der Fall) hemmt den Abbau von Kollagen, das unsere Haut schön prall und strahlend aussehen lässt. Nimmt der Progesteronspiegel wieder ab, verschlechtert sich das Hautbild. Außerdem hat Progesteron eine gefäßstärkende Wirkung und kann somit vor Besenreisern und Krampfadern schützen.

Was können Hormoncremes?

Ab dem 40. Lebensjahr sinkt der Spiegel sämtlicher Beauty-Hormone, weswegen sich mit Hormoncremes jetzt ein neuer Trend durchgesetzt hat. Die Hormonkosmetik wird vom Arzt auf die individuellen Hautprobleme abgestimmt und von einem Apotheker angemischt. Während Produkte aus der Drogerie nur auf der Oberfläche und vorbeugend wirken dürfen, zielt die durch einen Arzt verschriebene Rezeptur auf die hormonbedingte intrinsische Hautalterung ab.

Helfen Hormone gegen Haarausfall?

Die erbliche Überempfindlichkeit der Haarwurzel gegen das männliche Hormon Testosteron gilt auch bei Frauen als häufigste Ursache von Haarausfall (androgenetischer Haarausfall). Dabei verwandelt der Körper Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT). Sind die Haarwurzeln erblich bedingt anfällig gegenüber diesem Hormon, verkürzen sich die Haarzyklen und das Haar wächst immer dünner nach. Progesteron oder Spironolacton sollen diesem negativen Effekt entgegenwirken.

Fazit: Auf Hormoncremes aus der Drogerie oder dem Internet sollte niemand vertrauen. Und auch ein seriöser Arzt wird keine Hormone zum rein kosmetischen Zweck verschreiben. Vielmehr sollten sie nur einen positiven Mitnahmeeffekt haben, der nebenbei eben auch optischen Alterserscheinungen entgegenwirkt.

Themen

Erfahren Sie mehr: